























































































Sei es ein Xhaka bei Basel, ein Monteiro bei YB oder ein Steffen im Tessin, die grossen und bekannten Spieler werden oft für den Erfolg ihrer Mannschaft verantwortlich gemacht. Dies nicht immer zurecht, schliesslich ist, für das Funktionieren einer Mannschaft mehr als nur ein Star benötigt. Wir befassen uns mit den Spielern, die, trotz guten Leistungen, ein wenig unter dem Radar durchfliegen.
In diesem Rahmen haben wir den aktuellen Kader der zwölf Super-League-Clubs genauer unter die Lupe genommen. Auf die grossen Namen wird verzichtet, wir präsentieren nun jene Spieler, die noch zu wenig Lobgesänge erhalten haben.
Wir beginnen beim Tabellenschlusslicht. Mergim Qarri ist eine wertvolle Konstante im Mittelfeld der Lausanner. Der 28-Jährige ist im offensiven Mittelfeld stets gesetzt, durfte in 32 von möglichen 34 Partien mittun und bildet das Bindeglied zwischen Aufbauspiel und Offensive. Drei Tore und fünf Assists konnte der Schweizer in der Super League beisteuern, überzeugt allerdings vor allem durch seine gestalterischen Fähigkeiten.
🇱🇻 Kristers Tobers
Obschon die Grasshoppers wahrlich keine gute Saison vorzuweisen haben, sind die Leistungen Tobers’ herauszuheben. Der Lette kam im vergangenen Sommer nach Zürich und avancierte prompt zum Abwehrchef. Oftmals war er der Fels in der Brandung, hielt die Mannschaft mit Defensivaktionen zusammen und sorgte für Ruhe im Aufbauspiel.
Der Innenverteidiger fehlte zuletzt aufgrund einer Muskelverletzung, konnte allerdings am Wochenende gegen Lausanne-Ouchy wieder mittun, und zwar in einer neuen Rolle. Tobers fungierte als defensiver Mittelfeldspieler, zeigte eine weitere solide Leistung und verhalf seinem Team zu den wohl wichtigsten drei Punkten der Saison.
🇸🇪 Jamie Roche
Der Mann aus Uppsala befindet sich trotz einer Körpergrösse von 1.91 bei den meisten Super-League-Fans noch unter dem Radar. Im Sommer 2023 verliess der Mittelfeldspieler sein Heimatland und fand seinen Weg in die Romandie. Beim FC Lausanne-Sport ist Roche gesetzt, hat in bereits 28 Spielen mitgewirkt und stets seine Klasse auf der Sechser-Position beweisen können.
🇳🇱 Finn van Breemen
Auch für den Basel-Verteidiger ist es die erste Super-League-Saison, er kam im vergangenen Sommer aus Den Haag in die Schweiz und galt als Talent in der Innenverteidigung. Diesen Ansprüchen konnte van Breemen über weite Strecken gerecht werden. Obschon die Basler Verteidigung in dieser Saison bestimmt zu wünschen übrig liess, zeigte der 21-Jährige starke Leistungen - nicht umsonst hat er nun erstmals in seiner Karriere einen Marktwert von über einer Million Euro.
🇧🇷 Liziero
Dass Liziero unter dem Radar durchfliegt, stimmt wohl nur in einem Deutschschweizer Kontext. In Yverdon ist man sich der Klasse des Brasilianers bewusst, eine über 80 %ige Startelf-Quote unterstreicht dies. Schon die ganze Saison über orchestrierte der 26-Jährige das Mittelfeld des Aufsteigerclubs, nun läuft er gar zu Höchstform auf: In den letzten drei Super-League-Partien gelangen Liziero vier Torbeteiligungen.
🇨🇭 Severin Ottiger
Mit Severin Ottiger haben wir es mit einem weiteren Schweizer zu tun. Das Luzerner Eigengewächs schaffte schon 2021 den Sprung in die erste Mannschaft, konnte sich allerdings erst Ende letzter Saison so richtig durchsetzen. Heute gehört die Position des rechten Aussenverteidigers ganz klar Severin Ottiger, fast 2'000 Spielminuten hat der Mann aus Sursee (Achtung Verwechslungsgefahr!) in der laufenden Spielzeit schon sammeln können, dabei gelangen ihm drei Torbeteiligungen.
🇷🇸 Nikola Boranijasevic
Der FCZ ging in den letzten Monaten eine Verjüngungskur durch, hier aufgelistet ist aber dennoch ein Routinier. Nikola Boranijasevic, 31-jährig, spielt in Zürich eine solide Saison. Der Serbe bespielt die rechte Aussenbahn und sorgt mit seiner Erfahrung und Abgeklärtheit besonders auch defensiv für Entlastung.
🇨🇭 Randy Schneider
Wir bleiben gleich im Kanton Zürich: Beim FC Winterthur kommt Randy Schneider seit dieser Saison im Mittelfeld zum Zug, steht dort allerdings meist im Schatten Matteo di Giustos. Nichtsdestotrotz, vermag Schneider zu überzeugen - in 28 Partien, davon nur 11 Startelf-Einsätzen, kommt der 22-Jährige auf ganze neun Torbeteiligungen. Diese Statistik spricht für sich und setzt sich auch bei Patrick Rahmen durch, in den letzten vier Spielen stand Schneider stets über 90 Minuten auf dem Feld.
🇦🇹 Albert Vallci
In einem anderen Artikel haben wir Albert Vallci bereits als Senkrechtstarter der Espen herausgehoben, dennoch sind wir der Meinung, der Österreicher erhalte noch immer nicht die Anerkennung, die er verdient. In seiner zweiten Saison bei Grün-Weiss wurde der Innenverteidiger zum unbestrittenen Abwehrchef und hat mit seiner defensiven Solidität sowie seinen vier Toren massgebend zum Strichkampf-Gewinn der Espen beigetragen.
🇨🇭 Anto Grgic
Anto Grgic ist in der Super League zwar schon seit längerem ein bekanntes Gesicht, dass er allerdings in der laufenden Saison starke Leistungen zeigt, haben nicht alle auf dem Schirm. Der Zürcher wechselte im vergangenen Sommer aus dem Wallis ins Tessin, verliess das absteigende Sion und erkämpfte sich bei den Bianconeri einen Stammplatz. Im defensiven Mittelfeld steht Grgic bombensicher, bald dürfte er damit europäisch spielen.
🇭🇺 Bendeguz Bolla
Eigentlich gehört Bendeguz Bolla immer noch den Wolverhampton Wanderers, spielt nun allerdings schon seine zweite Super-League-Saison. War er im Vorjahr noch an die Grasshoppers ausgeliehen, kickt der Ungare nun in Genf. In der Romandie überzeugt der Aussenverteidiger besonders durch seine offensive Ausrichtung, in der Deutschschweiz findet dies, zumindest unseres Erachtens, noch zu wenig Anerkennung. Neun Torbeteiligungen konnte der 24-Jährige in der laufenden Spielzeit schon auf der rechten Aussenbahn verbuchen, besser war nur Adrian Gantenbein.
🇨🇭 Lewin Blum
Wir bleiben gleich auf der Position des rechten Aussenverteidigers, wechseln aber nach Bern. Bei den Young Boys ist Lewin Blum nun schon das zweite Jahr in Folge gesetzt, dies im Alter von erst 22 Jahren. 25 Mal stand der gebürtige Aargauer im YB-Kader, 19 Mal durfte er von Beginn weg ran. Dabei zeigt Blum gute Leistungen, ist defensiv absolut solide und hat sich mit sechs Vorlagen als Assistman profilieren können.