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Camille Rast hat derzeit 41 Zähler mehr auf dem Konto als Zrinka Ljutic (CRO), die im WM-Slalom nur Platz neun belegte. Für die Schweizerin spricht, dass sie den Rest der Saison völlig locker angehen kann. "Ich habe in diesem Winter schon jetzt viel mehr erreicht, als ich jemals zu träumen gewagt hätte", wie sie sagt.
Ausserdem hat die 25-Jährige mit ihrem Ski-Wechsel von Salomon zurück zu HEAD alles richtig gemacht. "Das war für sie und für uns ein Lottosechser", so Rainer Salzgeber, Rennchef bei HEAD, gegenüber vom Blick. Ihren WM-Titel eroberte die Westschweizerin mit einem Wunderski an den Füssen. "Wir haben ihn im Training vor der WM getestet", wie ihr Trainer Denis Wicki verraten hat. "Camille fuhr sofort flüssiger. Deshalb haben wir uns entschieden, ihn nicht erst in Sestriere zu verwenden, sondern schon in Saalbach."
Rainer Salzgeber erklärt: "Die Ski-Entwicklung ist ein laufender Prozess und wenn ein neues Modell beim wichtigsten Rennen des Winters gefahren wird, ist es zumindest bestätigt, dass er gut passt." Ausserdem scheint für Camille Rast der Begriff "Druck" ein Fremdwort zu sein. So eroberte sie WM-Gold als Halbzeitführende und zeigte einen sehr coolen und abgeklärten zweiten Durchgang, was auch den HEAD-Rennchef beeindruckt hat. "Kugeln sind immer das Saisonziel und es wäre natürlich schön, dieses Ziel zu erreichen", so Salzgeber. Camille Rast wäre die erste Schweizer Slalom-Kugel-Gewinnerin seit Vreni Schneider 1995.