




























































































Lausanne HC vs. SCL Tigers in der National League. Den Spielbericht zur Partie gibt es hier.
An diesem Sonntagnachmittag herrscht nicht nur Fan-Euphorie in der Vaudoise aréna – die Ränge sind auch voll mit Plüschtieren! Beim ersten Lausanne-Tor sollen die Zuschauer ihre Stofftiere für einen guten Zweck aufs Eis werfen. Mit diesem Ziel vor Augen legten die Hausherren direkt offensiv los: Suomela und Jäger erspielten sich früh zwei vielversprechende Chancen, der ersehnte Treffer blieb jedoch aus. Die Gäste aus dem Emmental fanden nach und nach besser ins Spiel und wurden mit zunehmender Spieldauer mutiger. Nach knapp zehn Minuten verhinderte Jäger in letzter Sekunde einen Treffer von Kristof, während kurz darauf Pasche in einem chaotischen Getümmel vor seinem Tor die Ruhe bewahrte und die Scheibe sicherte. Beide Teams hatten bis zur ersten Pausensirene weitere Möglichkeiten, doch die beste Chance gehörte Suomela: Nach einem folgenschweren Fehlpass von Felcman lief er allein auf Boltshauser zu, scheiterte jedoch am Beinschoner des Langnauer Goalies. Für Felcman wurde es wenig später noch bitterer: In einem schnellen Gegenstoss brachte er Fuchs per Slew Footing zu Fall. Die Folge: eine 5-Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe. Die Langnauer Defensive überstand die erste Hälfte der Unterzahl bis zur Drittelpause unbeschadet.
2:45 Minuten Überzahl blieben den Hausherren noch, doch Boltshauser und Co. hielten dem Waadtländer Druck in Unterzahl stand und überstanden die Strafe schadlos. Kurz nach Ablauf der Strafzeit flogen die ersten Plüschtiere aufs Eis – allerdings ohne, dass ein Tor gefallen war. Zuvor hatte Jäger das offene Tor um Haaresbreite verfehlt und nur das Aussennetz getroffen. Da hatten einige Fans die Scheibe wohl schon drin gesehen. Nur wenig später wanderte Bozon auf die Strafbank, doch auch die Langnauer konnten in Überzahl keinen Treffer erzielen. Im Anschluss an die Strafe kamen jedoch die Lausanner gefährlich zurück: Frick hämmerte die Scheibe nach toller Vorarbeit von Bozon nur an den Pfosten. Doch die Westschweizer blieben dran, und nur eine Zeigerumdrehung später vollendete Riat nach einem grossartigen Zuspiel von Suomela zum 1:0 und eröffnete damit den Plüschtierregen in der Vaudoise aréna! Die Räumungsarbeiten dauerten rund acht Minuten, doch der Offensivdrang des Vizemeisters liess sich davon nicht bremsen. In der 36. Minute erhöhte Bayreuther mit einem präzisen Schuss auf 2:0, und neun Sekunden vor der Pausensirene legte Suomela nach einem Abpraller bei Boltshauser zum 3:0 nach.
Nach einem eindrucksvollen Mitteldrittel schalteten die Waadtländer zu Beginn des Schlussabschnitts einen Gang zurück und überliessen den Gästen das Spieldiktat. Die Tigers waren sichtlich bemüht, die Aufholjagd zu starten, doch vor dem gegnerischen Tor wollte wenig gelingen. Dank zweier Strafen gegen Hügli hintereinander konnten sich die Emmentaler gleich vier Minuten in Überzahl versuchen, doch auch mit einem Mann mehr blieben die Tigers (noch) erfolglos. Zwei Minuten nach Ablauf der zweiten Strafe gegen Hügli brachte Flavio Schmutz seine Farben dann doch noch aufs Scoreboard. Nachdem Jenni mit dem Buebetrickli gescheitert war, landete der Puck bei Schmutz, der ihn aus nächster Nähe über die Linie drückte. Der Jubel der Tigers blieb jedoch kurz, denn nur acht Sekunden nach dem Treffer stellte Bougro den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Danach spielte der Vizemeister den Stiefel souverän herunter und sicherte sich den zehnten Heimsieg im zwölften Spiel, was ihnen den Sprung auf Rang 2 in der Tabelle sicherte. Langnau hingegen verpasst den grossen Sprung in er Tabelle und bleibt auf dem 12. Platz.
Antti Suomela (Lausanne HC): Der Finne war heute ein steter Gefahrenherd, den die Tigers zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekamen. Beim 1:0 als Vorbereiter und beim 3:0 als Torschütze sammelte der Topscorer zwei weitere Punkte und hat einen massgeblichen Anteil daran, dass die drei Punkte im Waadtland bleiben.
Powerplay SCL Tigers: Statistisch gesehen stellen die Emmentaler das zweit schwächste Powerplay der Liga. Heute wäre mit dem einen oder anderen Tor in Überzahl wohl mehr drin gewesen. Wenige Minuten vor dem Führungstreffer durch Riat oder auch zu Beginn des Schlussdrittels boten sich den Tigers Chancen in Überzahl. Diese wurden jedoch kläglich vergeben, was die Paterlini-Equipe teuer zu stehen kam.