Die ZSC Lions scheiterten in dieser Saison im Playoff-Halbfinale am HC Davos, was den Ansprüchen der Verantwortlichen letztlich nicht genügte. Headcoach Marco Bayer musste gehen und mit Claude Julien wurde eine hochkarätige Nachfolgelösung gefunden. Der langjährige NHL-Coach hat in Zürich für zwei Jahre unterschrieben.
Der 66-Jährige stand in der besten Eishockeyliga an der Bande der Boston Bruins, der New Jersey Devils und der Montreal Canadiens. Im Jahr 2011 durfte er als Headcoach der Bruins auch die Stanley-Cup-Trophäe in die Höhe strecken. Olympiagold mit Kanada (2014) gehört ebenfalls zu seinem eindrücklichen Palmarès.
In der Schweiz sammelte der routinierte und äusserst erfahrene Kanadier ebenfalls schon erste Erfahrungen. Schliesslich fungierte er schon als Berater beim HC Ambri-Piotta. Mark Streit kennt Julien bestens. Die Schweizer Eishockeylegende war nämlich in dessen Zeit bei Montreal einer seiner Spieler. "Es ist eine gute Wahl", wie der ehemalige Verteidiger die Wahl der ZSC Lions gegenüber vom Blick lobt. Julien sei einer, der eine ganz klare Linie habe, jedoch offen und transparent mit seinen Spielern kommuniziere. "Er kann auch laut werden, aber in einem vertretbaren Rahmen - Julien ist kein Schreihals."
Ein ambitionierter Hockeyverein, wie es die ZSC Lions sind, benötigt letztlich einen Trainer, der nicht um den heissen Brei redet. "Ein ambitioniertes Hockeyteam ist kein Ponyhof. Es braucht einen Chef, der vorausgeht." Streit ist äusserst gespannt darauf, wie sich die ZSC Lions unter der Leitung des 66-Jährigen präsentieren werden. "Er hat alles gewonnen und scheint bereit für diesen Schritt in der Schweiz, was eine Grundvoraussetzung ist."
Die Zürcher peilen unter der Führung von Julien die Rückkehr auf den Schweizer Eishockeythron an. Nach zuletzt zwei Meistertiteln in Serie wurde der erhoffte Hattrick in der letzten Saison verpasst. Stattdessen jubelte der HC Fribourg-Gotteron über den ersten Meistertitel der Vereinshistorie.
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