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Loïs Boisson spricht offen über schwierige Zeit

„Vielleicht gibt es darauf gar keine Antwort“

Loïs Boisson hat es schwer. Das sagt die französische Top-Tennisspielerin in einem offenen Post in ihren sozialen Medien. Die Sensation der French Open 2025 musste sich letzte Woche vom WTA-Turnier in Hamburg zurückziehen, wo sie ein Jahr zuvor noch einen wunderschönen Titel gewonnen hatte. Auf Instagram erzählt die 23-jährige Französin, was los war und ist.

„Ich war in letzter Zeit nicht sehr aktiv in den sozialen Medien“, beginnt sie ihre Nachricht. Während Wimbledon stürzte sie unglücklich, was zu einer Überdehnung des Knies führte. Das warf sie erneut weit zurück. „Zum Glück war es nichts Ernstes, aber es brauchte wieder ein paar Wochen Erholungszeit, weshalb ich mich aus Hamburg zurückziehen musste. In den letzten zwei Jahren war ich öfter in einer Klinik als auf dem Tennisplatz.“

Schwere Knieverletzung

Bereits 2024 riss sie sich das vordere Kreuzband, was dazu führte, dass sie längere Zeit nicht spielen konnte und in der WTA-Rangliste abrutschte. Sie fiel innerhalb eines Jahres von Platz 152 auf 361 und kehrte erst 2025 wie neugeboren zurück. Sie erreichte das Halbfinale der French Open, stürmte zurück in die Top 100 der Welt und gewann danach das Turnier in Hamburg. Doch in Wimbledon ging es für die französische Tennisspielerin erneut schief.

„Vielleicht gibt es keine Antwort“

Mit der Klinik meint sie den medizinischen Marathon, in dem sie sich in den letzten zwei Jahren nach zahlreichen körperlichen Leiden befand. „Achtzehn der letzten 26 Monate… Es war sehr lang und hart, besonders mental. Es gab Momente der Angst und des Zweifels. Aber vor allem das Gefühl der Ungerechtigkeit, weil man weiss, wie alles passiert ist und wie viel Disziplin und Hingabe ich jeden Tag investieren musste. So viele Tage fragte ich mich, warum? Dann wurde mir klar, dass es vielleicht keine Antwort darauf gibt. Vielleicht ist das einfach Teil meiner Reise. Meines Weges, den ich gehen muss, kämpfend und immer vorwärts strebend.“

Boisson erkennt, dass sie diese Reise nun einmal machen muss. „Um besser zu werden, das Leben anders zu sehen, zu wachsen, meinen Körper zu verstehen, wie ich funktionieren und denken muss und diese Reise wertzuschätzen. Alles, um den Traum am Leben zu erhalten und einfach auch zu leben. Das Beste kommt noch. Es ist noch nicht vorbei.“

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2026-07-29 21:48:10