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Cömert in der Viererkette und auch Sorgenkind Okafor soll von Beginn weg ran

Die Startelf-Prognose für den Nations-League-Abstiegkampf

Die Schweizer Nationalmannschaft steht vor ihren letzten Nati-Einsätzen in diesem Jahr. Doch Trainer Murat Yakin muss sich einer grossen Herausforderung aufgrund vieler personeller Sorgen stellen. Trotzdem wagen wir einen Blick auf eine von vielen Startelf-Möglichkeiten.

Im Kampf und den Erhalt in der Nations League Gruppe A trifft die Schweiz am Freitagabend auf Serbien und am Montag in Teneriffa auf Spanien. Doch mit Manuel Akanji, Denis Zakari, Dan Ndoye, Pascal Loretz, Michel Aebischer, Ruben Vargas und Nico Elvedi fehlen gleich sieben namhafte Spieler.

Aufgrund der vielen Ausfälle wird Yakin zu Umstellungen und ungewöhnlichen Konstellationen gezwungen sein. Ohne Abwehrchef Manuel Akanji scheint die von Yakin so erfolgreiche Dreierkette unwahrscheinlich, weswegen gerade die Abwehr reorganisiert werden muss. Nationalteamdirektor Pierluigi Tami vermeldet gegenüber blue Sport zu den taktischen Überlegungen Yakins: "Murat wird im Training genau beobachten, welche Spieler in welchem System am besten funktionieren."

Nichtsdestotrotz wagen wir einen Blick auf eine mögliche Startelf-Variante und liefern gleich die Argumente dazu, wie es mit dem Sieg gegen Serbien klappen könnte.

Taktik

In unserem Gedankengut wäre eine Dreierkette eine riskante Angelegenheit, denn vor allem in diesem System gibt es derzeit nur wenige Spieler, die gut genug eingespielt wären, um so zu bestehen. Für eine Dreierkette würde die offensive Ausrichtung sprechen in einem Spiel, das man unbedingt gewinnen muss. Jedoch betrachten wir eine Viererkette als wahrscheinlicher. Eine mögliche Aufstellung wäre somit das 4-3-3. Der Gedanke dahinter ist, dass bei einer zusammengewürfelten Abwehr es vor allem wichtig ist, dass die Mittelfeldreihe gut funktioniert. Drei abgeklärte Spieler im Zentrum sollten dort für mehr Stabilität sorgen.

Tor

Gregor Kobel

Gregor Kobel verpasste zuletzt drei Spiele des BVB aufgrund von Hüftproblemen. Doch der neue Stammtorwart der Schweiz erscheint bestens gelaunt im Nati-Camp und trainiert voll und ganz mit der Mannschaft mit. Von allfälligen Verletzungsproblemen ist auf den ersten Blick wenig zu sehen, doch wäre ein Einsatz zu riskant, so würde mit Yvon Mvogo ein möglicher Ersatz in den Startlöchern stehen. Wäre jedoch Kobel nicht fit genug, so würde er wohl kaum im Kreise der Nati bleiben, sondern sich seinem Genesungsprozess widmen. Für uns, falls fit, Kobel absolut gesetzt.

Gregor Kobel hat trotz Hüftproblem gut lachen. Ist der Stammgoalie fit genug für Serbien?

Abwehr

Linker Verteidiger: Ricardo Rodríguez

Auf der linken Abwehrseite dürfte Ricardo Rodríguez gesetzt sein, denn der Routinier ist einer der wenig übrig gebliebenen erfahrenen Spielern. Rodríguez ist zwar bei Betis Sevilla nicht gesetzt, kann aber in der Nati durch seine Abgeklärtheit Ruhe reinbringen in der zusammengewürfelten Verteidigung. Einen Startelf-Einsatz beim Nati-Debüt für Miro Muheim scheint eher unwahrscheinlich, trotz starken Leistungen beim HSV. Der nachnominierte Ulisses Garcia wäre auch noch eine Option.

Innenverteidiger-Duo: Eray Cömert und Aurèle Amenda

In der Innenverteidigung könnte sich ein Duo aus Eray Cömert und Aurèle Amenda bilden. Cömert spielt zwar in Valladolid im Mittelfeld, ist aber ursprünglich gelernter Innenverteidiger und weist 15 Einsätze für die Nationalmannschaft auf. Aurèle Amenda könnte zu seinem ersten Einsatz für die Schweizer-Nati kommen, aufgrund der dünn besetzten Position. Der 1,97 m grosse Verteidiger von Eintracht Frankfurt kam diese Saison zwar erst in vier Spielen zum Einsatz, würde aber vor allem aufgrund seiner Grösse für Ordnung sorgen können im Zentrum. Mit Albian Hajdari steht ein weiterer Nati-Neuling im Aufgebot. Der Verteidiger vom FC Lugano zeigt jedoch Leistungs-Fluktuationen, weswegen wir uns für Cömert und Amenda entschieden haben.

Rechter Verteidiger: Kevin Mbabu

Auf der rechten Abwehrseite spielte zuletzt Edimilson Fernandes, doch nun ist Kevin Mbabu zurück im Aufgebot. Der erfahrene und gelernte Rechtsverteidiger könnte nach seiner Rückkehr direkt in der Startelf landen. Der 29-Jährige kam beim FC Midtjylland bisher auf sieben Einsätze diese Saison, mehrheitlich in der Startelf.

Mittelfeld

Zentrales Mittelfeld: Granit Xhaka, Remo Freuler und Edimilson Fernandes

Vom Mittelfeld muss die ganze Magie auskommen, denn mit Granit Xhaka als Captain hat die Schweiz einen Mittelfeldstrategen auf Weltklasseniveau in den Reihen. Neben Xhaka dürfte auch Bologna-Söldner Remo Freuler gesetzt sein. Freuler spielte im Klub in elf Einsätzen diese Saison jedes Mal von Beginn weg. Das grosse Werweissen fängt aber rund um die dritte Personalie an, wo wir uns aber für Edimilson Fernandes entschieden haben. Der 28-Jährige spielt derzeit bei Stade Brest in der Ligue 1, meistens jedoch nur mit der Reservistenrolle. Ein Lichtblick ist sein dominanter Auftritt als zentraler Mittelfeldspieler im Champions League Spiel gegen Sparta Prag, indem er mit einem herrlichen Treffer glänzen konnte. Yakin gefällt die Variabilität im Spiel von Fernandes

Weitere Kandidaten wären noch Vincent Sierro, Simon Sohm, Filip Ugrinic oder Ardon Jashari. Vor allem Jashari spielt derzeit bei Brügge gross auf und ist gut in Form. Dass wird den Ex-Luzerner noch sehen werden, ist durchaus möglich.

Sturm

Rechtsaussen: Fabian Rieder

Fabian Rieder ist der neue Dreh- und Angelpunkt in der Offensive der Schweizer Nationalmannschaft. Rieder kann im Zentrum, sowie auf Rechtsaussen eingesetzt werden, weswegen er als Kreativkopf auch so wertvoll ist. Wird sich Yakin für eine andere Aufstellung entscheiden, so wird Rieder wohl im offensiven Mittelfeld eingesetzt. Ein Startelf-Einsatz gegen Serbien ist aber so gut wie sicher. Bei Stuttgart kommt der 22-Jährige bisher auf 16 Spiele und lieferte drei Punkte. 

Eine mögliche Alternative wäre Joël Monteiro oder Dereck Kutesa. Monteiro kommt in 21 Einsätzen für YB auf 13 Scorerpunkte, während Dereck Kutesa mit neun Treffern für Servette die Super League als bester Torschütze anführt.

Gegen ein Engagement von Rieder auf der rechten Aussenbahn spricht, dass Zeki Amdouni in der Nationalmannschaft in den letzten drei Partien zweimal getroffen hat. Falls Rieder im Mittelfeld zum Zug kommt oder in einer wilden Aufstellung eine defensive Rolle zugeordnet bekommt, so besteht die Möglichkeit, dass Zeki Amdouni zu seinem Einsatz kommen wird.

Kann Fabian Rieder trotz seines jungen Alters die neue Kreativrolle in der Schweizer Offensive übernehmen?

Mittelstürmer: Breel Embolo 

Adi Hütter, Embolos Trainer beim AS Monaco, meinte zuletzt, dass der Mittelstürmer nicht 100 % fit sei. Doch sollte Embolo einsatzbereit sein, so wäre er die gesetzte Variante, denn von ihm geht die ganze Torgefahr aus. Aber auch Andi Zeqiri könnte diese Position innehaben, schliesslich schoss der 25-Jährige bei Standard Lüttich bereits vier Saisontore.

Linksaussen: Noah Okafor

Kaum zurück und schon in der Startelf, zumindest wenn es nach uns geht. Noah Okafor ist ein dribbelstarker Flügelflitzer, der stets für Unruhe in den gegnerischen Abwehrreihen sorgen kann. Beim AC Milan kam Okafor in 13 Einsätzen zwar erst auf ein Tor, nichtsdestotrotz kann er der Unterschiedsspieler sein in der Nati.

Doch für Yakin gibt es auch im Sturm viele Alternativen, denn sowohl Ugrinic, Amdouni, Monteiro oder auch Kutesa kämen noch infrage, da die Spieler vorne so gut wie überall einsetzbar sind. 

Unsere Startelf-Variante zusammengefasst:

Die Spiele der Schweizer-Nati in der Nations League finden am Freitagabend den 15.11. gegen Serbien (Letzigrund, 20.45 Uhr) und Montagabend 18.11. gegen Spanien (Estadio Heliodoro Rodriguez Lopez, 20.45 Uhr) statt.

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2024-11-13 16:00:05