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Pogačar vergleicht Radfahrer mit Robotern

Evenepoel gönnt sich Süsses

Olympiasieger Remco Evenepoel gönnt sich auch im strengen Ernährungsregime eines Profi-Radfahrers ab und zu etwas Süsses. „An harten Tagen ein bisschen Nutella, weil es Kraft in die Beine bringt“, sagte der Fahrer des Red Bull-Bora-hansgrohe Teams gegenüber TNT.

Den Tipp bekam er von einem Kollegen, ansonsten hält sich der aktuell Zweite der Gesamtwertung bei der laufenden Tour de France strikt an seinen Ernährungsplan. Kalorienzählen und exakt abgewogene Portionen gehören zum Alltag im Profi-Radsport.

Während anspruchsvoller Bergetappen können Radfahrer bis zu 8000 Kilokalorien verbrennen. Laut dem slowenischen Dominator der Gesamtwertung, Tadej Pogačar, muss ein Radfahrer bei der Tour „wie ein Roboter“ essen. Red Bull Teamchef Ralph Denk bezeichnete den Fortschritt im Bereich der Ernährung in der Vergangenheit als „absoluten Durchbruch“.

Red Bull zeigte kürzlich via Instagram den Speiseplan seiner Fahrer vor einer Bergetappe: Brotpudding mit Äpfeln und Rosinen, Gnocchi mit Tomatensosse und Hähnchenbrust, Salat mit Roter Bete, Walnüssen und Orangen sowie ein kleines Dessert.

„Essen mit vielen Kohlenhydraten, wenig Fett, einfach und leicht verdaulich“, erklärte die Teamköchin. Jede Portion wird abgewogen und an den berechneten Bedarf des jeweiligen Fahrers angepasst.

Kohlenhydrate spielen eine Schlüsselrolle. Radfahrer können während des Rennens bis zu 120 Gramm pro Stunde aufnehmen, müssen sich aber schrittweise an diese Menge gewöhnen. Energie wird über Gels und Riegel zugeführt, nach der Etappe folgen üblicherweise Regenerationsgetränke.

„Von zwei Flaschen pro Stunde enthält eine Elektrolyte und 40 Gramm Kohlenhydrate an anspruchsvolleren Etappen, beziehungsweise 30 Gramm an leichteren. In der zweiten ist Wasser“, sagte Adam Plucinski, Ernährungsexperte beim Schweizer Team Pinarello, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Plucinski erstellt vor jeder Etappe eine individuelle Strategie und jeder Radfahrer bekommt seinen Ernährungsplan ans Lenkrad geklebt. „Neue Fahrräder mit besserer Aerodynamik, modernere Kleidung oder Reifen tragen ebenfalls dazu bei, dass Profi-Radfahrer heute schneller sind. Die Ernährung ist jedoch einer der Schlüssel zu dieser Entwicklung“, betonte er laut DPA.

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2026-07-23 20:48:30