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Philipsen bricht nach Etappensieg bei der Tour in Tränen aus

Mental harte Zeit

Der belgische Radfahrer sicherte sich den 11. Sieg bei der Tour de France, gestand aber, dass es mental hart war und er sich in eine Blase zurückziehen und soziale Medien meiden musste.

Jasper Philipsen verbarg seine Emotionen nicht, nachdem er die 17. Etappe der Tour de France gewonnen hatte – ein Triumph, der nach einem besonders schwierigen Start für den belgischen Radfahrer zustande kam. Der Fahrer von Alpecin-Premier Tech gab zu, mental schwierige Zeiten durchgemacht zu haben.

Beim Überqueren der Ziellinie in Voiron sicherte sich Philipsen seinen 11. Sieg bei der Tour de France, indem er seine Rivalen Olav Kooij und Mads Pedersen im Sprint besiegte. Der Erfolg wurde durch die entscheidende Hilfe seines Teamkollegen Mathieu van der Poel erzielt und bedeutete eine enorme Erleichterung für den ehemaligen Träger des Grünen Trikots, der bis dahin fünf Top-5-Platzierungen, aber keinen Sieg in dieser Ausgabe verbuchen konnte.

„Dieser Sieg ist ein Wirbelwind der Emotionen. Ich empfinde eine extreme Erleichterung für das Team“, gestand der Tagessieger gegenüber France 2 und beschrieb eine anspruchsvolle Etappe. „Es war kein einfacher Tag. Viele Teams waren daran interessiert, das Rennen hart zu machen. Es gab eine Verfolgungsjagd zwischen den Gruppen, ich dachte, ich wäre verloren. Aber mein Team jagte weiter.“

In Erklärungen gegenüber France 2 und Eurosport sprach der belgische Radfahrer über seinen schwierigen Start in die Tour, der ihn tief getroffen hatte. „Es gab so viele Höhen und Tiefen für mich, es war wie eine Achterbahnfahrt. Ich musste bis zur 17. Etappe warten… Ich hatte mich gut auf diese Tour vorbereitet, aber die ersten zwölf Etappen waren unglaublich, ich konnte nie das richtige Gefühl finden. Besonders die Hitze war schrecklich zu bewältigen“, erklärte er.

Der Druck und die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Ergebnisse führten dazu, dass er sich isolierte. „Ich habe aufgehört, Instagram zu checken, all den Mist, der dort geschrieben wurde. Ich blieb in meiner Blase“, verriet Philipsen sichtlich emotional. „Mental war das sehr hart. Ich war nicht sehr nett zu meinen Teamkollegen und dem Staff. Sie sahen mich jeden Abend am Tisch, enttäuscht, manchmal sagte ich die ganze Nacht kein Wort. Ich war so enttäuscht von mir selbst, wütend, und das Team musste damit umgehen.“

Mit diesem Sieg liegt Philipsen nun nur noch sieben Punkte hinter Mads Pedersen in der Wertung des Grünen Trikots. Der Kampf verspricht, bis zum Schluss spannend zu bleiben. „Wir werden bis Paris weiterkämpfen“, versicherte er. „Mads ist ein besserer Kletterer als ich. In Paris gibt es auch Punkte zu holen. Aber Mathieu (van der Poel) hat auch gezeigt, dass er in Topform ist, wir werden mit dem Team sehen, welche Karte am besten zu spielen ist.“

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2026-07-22 22:20:39