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Zugs riskante Strategie der Traumsaläre

Ist der Erfolg käuflich?

Wer dringend Erfolg braucht, um sein Umfeld zu beruhigen und auf volle Geldspeicher zählen kann, erliegt der Versuchung, den Erfolg zu kaufen. Zug verfolgt eine Strategie, die unter anderem zuletzt in Lugano, Lausanne und Bern krachend gescheitert ist. Leonardo Genoni sollte für eine Vertragsverlängerung in Zug 600'000 Franken fordern. Mindestens.
 

Money talks. Wer Meister werden oder bleiben will, braucht viel Geld. So war es, so ist es und so wird es bleiben in alle Ewigkeit. Der FC Thun (2026) und der SC Langnau (1976) sind in den letzten 50 Jahren die Ausnahmen im helvetischen Teamsport, die diese Regel bestätigen.

Aber das Problem ist das gleiche wie beim Salzen der Speisen: Zu viel verdirbt alles, zu wenig bewirkt nichts. Wir pflegen zwar die Kultur der Lohngeheimhaltung. Anders als etwa in der NHL werden die Saläre nicht offengelegt. Aber nicht nur die Agenten kennen bei uns die Löhne. Auch in den Kabinen wissen vor allem die Leitwölfe, wer wie viel aufs Konto überwiesen bekommt. Deshalb kann ein Team auf Dauer nur mit einer gut ausbalancierten Lohnhierarchie erfolgreich sein. Wenn Spieler in der Lohnhierarchie höher stehen als in der Leistungshierarchie, dann stimmt die Lohngerechtigkeit und damit die Chemie im Team nicht mehr.

 

Eishockey EV Zug watson

2026-08-04 12:58:21