Beim Heimturnier in Gstaad dauert die Abschiedstour von Stan Wawrinka nur etwas mehr als zweieinhalb Stunden. In seiner Erstrundenpartie unterliegt der Romand dem Portugiesen Jaime Faria.
In Gstaad stand Stan Wawrinka 2005 erstmals in einem Finale auf der ATP-Tour, in diesem unterlag er dem Argentinier Gaston Gaudio. Mit grosser Freude empfingen ihn die Zuschauer 21 Jahre später auf seiner Abschiedstour einmal mehr bei seinem Heimturnier auf dem Court. In der ersten stellte sich Stan Wawrinka (ATP 117) der Portugiese Jaime Faria (ATP 92) in den Weg.
Gleich im ersten Aufschlaggame des Gegners erspielte sich der Romand zwei Breakchancen, konnte diese allerdings nicht nutzen. Weil beide Spieler in der Folge bei ihrem Service äusserst souverän auftraten, musste der erste Satz im Tiebreak entschieden werden. Damit wurde eine Serie fortgesetzt, denn Wawrinka bestritt zuletzt auch bei der 1:3-Niederlage gegen Matteo Berrettini am Grand-Slam-Turnier von Wimbledon gleich vier Tiebreaks. Faria hatte in dieser Satzentscheidung lange die Nase vorn. Wawrinka wehrte, auch dank der Mithilfe seines Gegenspielers, gleich drei Satzbälle ab und nutzte seinerseits die zweite Chance zum Satzgewinn.
Auch im zweiten Satz dominierte jeweils der Aufschläger das Spiel. Druck erhielt der Lokalmatador aber beim Stand von 4:5. Ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase gelang es Faria, den Aufschlag des Schweizers anzugreifen. Der erste Breakball in diesem Satz war gleichzeitig ein Satzball, den der Portugiese zum Ausgleich nutzte. Faria verhinderte in der Folge trotz drei Doppelfehlern zum Start in den Entscheidungssatz ein Break. Der Satzverlauf glich danach jenem aus dem zweiten Durchgang. Abermals erspielte sich der Portugiese beim Stand von 5:4 einen Break- und damit einen Matchball, den er verwerten konnte. Mit einem 7:6, 4:6 und 4:6 verabschiedet sich Wawrinka bereits am Dienstag aus Gstaad.
Im Achtelfinale trifft Jaime Faria auf den Norweger Casper Ruud (ATP 13). Trotz Wawrinkas Niederlage stehen zwei weitere Schweizer im Achtelfinale: Dominic Stricker (ATP 360) trifft auf den Kasachen Alexander Shevchenko (ATP 100). Jérôme Kym (ATP 186) fordert nach seinem Sieg im Schweizer Duell gegen Dylan Dietrich (ATP 618) den Griechen Stefanos Tsitsipas (ATP 85) heraus.
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