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Hiltbrand und Boisset müssen sich aufdrängen

Die Swiss-Ski-Trainingsgruppen

Durch verschieden starke Resultate in der abgelaufenen Saison gab es bei Swiss-Ski einige Änderungen in den Trainingsgruppen. So sind einige Athleten ganz aus den Kadern gefallen, andere auf- oder abgestiegen. Wir werfen einen Blick auf die neuen Gruppen und nehmen in einem ersten Teil die Männer in den Fokus.

Trainingsgruppen Speeddisziplinen

Der vergangene Speed-Winter war aus Schweizer Sicht vor allem dank Franjo von Allmen und Marco Odermatt äusserst erfolgreich. Insgesamt zwanzig Podestplätze gab es in Abfahrt und Super-G, acht davon waren Siege. Dabei hat Franjo von Allmen zwei Rennen gewonnen, Marco Odermatt gleich deren sechs. Die beiden grössten Triumphe feierte der Berner Oberländer bei den Olympischen Spielen, wo er Gold in Abfahrt und Super-G holen konnte.

Auf die kommende Saison hin gibt es in der "Mastery Weltcup Speed"-Gruppe von Trainer Reto Nydegger zwei Neulinge. Zum einen bewies Alessio Miggiano, dass er auch auf Weltcup-Niveau ohne Probleme bestehen kann, zum anderen hat Justin Murisier dem Riesenslalom endgültig abgeschworen und trainiert in der Disziplinengruppe, in der er zuletzt am stärksten unterwegs war. Ersetzt wurden dabei Niels Hintermann und ein Fahrer, den wir in der zweitstärksten Gruppe sehen.

"Mastery WC Speed" - Reto Nydegger

Die zweite Trainingsgruppe, die "Elite WC Speed", wird weiterhin fünf Fahrer umfassen. Arnaud Boisset machte quasi den Tausch mit Miggiano und ist nach einer schwierigen Saison abgestiegen. Zudem fehlt Christophe Torrent neu in der zweiten Gruppe, da er vom Spitzensport zurückgetreten ist. Er wurde durch Sandro Manser ersetzt, der in der kommenden Saison mit einem Fixstartplatz in der Abfahrt ausgestattet wird. Etwas überraschend ist auch Josua Mettler weiterhin Teil dieser Trainingsgruppe, obwohl er nach seinem Comeback noch nicht wirklich auf Touren gekommen ist.

"Elite WC Speed" – Vitus Lüönd

In der dritten Speedtrainingsgruppe soll Franz Heinzer weiterhin dafür sorgen, dass mit den Schweizern auch in Zukunft zu rechnen ist. All diese Athleten werden – auch aufgrund des Überangebots ganz oben – hauptsächlich im Europacup zum Einsatz kommen. Sein Team ist um einen Fahrer geschrumpft: Denis Corthay, Yannik Pedrazzi und Fabian Spring sind nicht mehr dabei, ebenso der zuvor erwähnte Sandro Manser. Ersetzt werden die drei "Absteiger" durch Loic Chable und Niklas Trummer.

"Elite EC Speed" – Franz Heinzer

Trainingsgruppen Riesenslalom

Im Riesenslalom kam es auf oberster Trainingsstufe zu keinen grossen Veränderungen. Das Team wird weiterhin von Marco Odermatt angeführt, der zusammen mit seinen "Kumpels" auch die Startplätze mehr oder weniger auf sicher hat. Justin Murisier ist bekanntlich nicht mehr in dieser Gruppe. Etwas überraschend wird er allerdings nicht durch Luca Aerni ersetzt, der zuletzt eigentlich nur noch im Riesenslalom erfolgreich war.

"Mastery WC GS" – Helmuth Krug

Eine Stufe weiter unten kam es zum grossen Zusammenbruch. Statt wie bis anhin sechs Athleten hat Renzo Valsecchi nur noch zwei Fahrer bei sich. Andri Moser wurde aus den Kadern gestrichen, Lukas Zippert und Livio Simonet sind zurückgetreten. Zudem hat sich Loic Chable, wie schon erwähnt, für den Speed entschieden.

"Elite WC GS" – Renzo Valsecchi (neu)

Neu ist die Gruppe der "Elite EC GS". Es ist durchaus möglich, dass diese Gruppe gegründet wurde, da man diesen Fahrern den Weltcup noch nicht zutraut – hauptsächlich wegen des noch sehr jungen Alters. Gerhard Greber ist der neue Gruppentrainer, nachdem er im vergangenen Jahr noch die "Elite WC GS" trainiert hatte.

"Elite EC GS" – Gerhard Greber

Trainingsgruppen Slalom

In der technischsten Disziplin gab es im April gleich zwei grosse News. Einerseits hat Marc Rochat seine Karriere per sofort beendet, andererseits ist Ramon Zenhäusern nach einer missratenen Saison aus den Kadern von Swiss-Ski gefallen. Swiss-Ski hat allerdings nicht beide Plätze neu besetzt, sondern nur einen. Matthias Iten machte in der vergangenen Saison mit starken Rennen und der Olympia-Qualifikation auf sich aufmerksam.

"Master WC SL" – Matteo Joris

Wie bereits letztes Jahr gibt es nur noch eine weitere Gruppe. Dort sind die Fahrer platziert, welche auf Einsätze im Weltcup hoffen dürfen, ansonsten aber vor allem im Europacup im Einsatz sind. Gino Stucki wurde dort, wie aus allen Trainingsgruppen von Swiss-Ski, herausgeworfen, Iten ist aufgestiegen. Die restlichen vier Fahrer bleiben die gleichen wie im vergangenen Jahr.

"Elite WC SL" – Martin Veith

Fazit

Im Speedbereich müssen sich die Schweizer weiterhin keine Sorgen machen, auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr ein Athlet weniger ist, der sich in den obersten drei Trainingsgruppen befindet.

Im Riesenslalom bleibt die Spitze gleich stark besetzt, vor allem da Loïc Meillard ja zwar in der Slalomgruppe vertreten ist, allerdings auch Riesenslaloms gewinnen kann. Was allerdings der zweiten und dritten Gruppe zuzutrauen ist, ist schwierig abzuschätzen.

Am düstersten sind die Aussichten im Slalom – trotz Junioren-Weltmeister Giuliano Fux. Nur gerade neun Fahrer haben laut Trainingsgruppen mindestens Europacup-Niveau, bei Luca Aerni gibt es in dieser Disziplin weiterhin Fragezeichen. Zudem ist Daniel Yule mittlerweile auch nicht mehr der Jüngste.

Alessio Miggiano Alexis Monney Arnaud Boisset Aurelio Wyrsch Daniel Yule Dominic Hodel Dominic Ott Eric Wyler Fadri Janutin Florian Vogt Franjo von Allmen Gabin Janet Gael Zulauf Gino Caviezel Giuliano Fux Joel Lütolf Josua Mettler Justin Murisier Lars Rösti Lenz Hächler Livio Hiltbrand Loïc Chable Loïc Meillard Luca Aerni Marco Kohler Marco Odermatt Matthias Iten Niklas Trummer Philipp Kälin Remi Cuche Reto Mächler Reto Nydegger Sandro Manser Sandro Zurbrügg Ski Alpin Stefan Rogentin Swiss-Ski Tanguy Nef Thomas Tumler Thomas Zippert welovesnow.ch Yann Schrag

2026-07-17 17:10:13