Bei Swiss-Ski läuft es zurzeit so ziemlich rund und seit Sölden gab es kein Wochenende mehr, an dem man nicht mindestens einen Schweizer Podestplatz bejubeln durfte. Hinter den Stars um Lara Gut-Behrami, Marco Odermatt und Co. gibt es allerdings auch Athletinnen und Athleten, denen es zurzeit etwas weniger läuft.
Die Hoffnungen waren gross vor der Saison, dass der Walliser nach einer suboptimalen Saison 2023/24 in dieser Saison zurückschlägt und gleich wieder vorne mitfährt. So hat er dies schliesslich in der Vergangenheit auch schon getan. In dieser Saison will es allerdings erneut nicht so wirklich und so hat Zenhäusern nach neun Slaloms erst 19 Zähler auf dem Konto. Wenig überraschend hat er die WM-Limite klar verpasst und wird wohl auch beim Weltcupfinale nicht dabei sein, sollte es nicht noch zu einer eklatanten Steigerung kommen.
Seine Leistungen in dieser Saison sind nicht schlecht, allerdings wohl bei weitem nicht das, was er sich vor der Saison vorgestellt hat. Nachdem er letzte Saison mehrmals nahe am Podest war, konnte er sich in dieser Saison nur einmal unter den besten 15 klassieren. Durch die schwächelnde teaminterne Konkurrenz darf er an der WM wohl trotzdem starten, die Erwartungen sind allerdings zuletzt gedämpft worden. Mit seinem zweiten Lauf in Adelboden und dem zehnten Schlussrang hat er immerhin gezeigt, dass er es immer noch drauf hat.
Der 25-Jährige wäre eigentlich die Nummer 5 in der Riesenslalom-Hierarchie von Swiss-Ski. Dann kam Luca Aerni plötzlich auch in dieser Disziplin auf und verdrängte Janutin, dem bisher in dieser Saison nur zweimal Punkte gelangen, auf Rang 6. Es gab allerdings Hoffnung für den Bündner, denn durch die Verletzung von Gino Caviezel und dem zusätzlichen Startplatz der Schweiz, hätten viele mit ihm als fünften Starter bei der WM gerechnet. Ohne Aufgebot muss er sich nun allerdings im Europacup neu beweisen, wo ihm in Soldeu zuletzt immerhin ein vierter Platz gelang.
Auch er wäre im Riesenslalom eigentlich einer der Anwärter, um die Lücke hinter den Topfahrern zu schliessen. Letzte Saison holte er sich 33 Punkte und kratzte damit an den besten 30 dieser Disziplin. Davon ist er in dieser Saison weit entfernt und konnte erst vier Punkte einfahren. Zuletzt versuchte auch er sich im Europacup, konnte dort aber im Gegensatz zu Janutin nicht vollends überzeugen.
Ihn in diese Auflistung zu nehmen, ist ehrlicherweise nicht ganz fair, denn nach einer fantastischen letzten Saison waren die Erwartungen riesig. Dass er jedoch seine Leistungen nicht bestätigen werden kann, war bereits nach dem ersten Speed-Wochenende klar. Bei der Abfahrt von Beaver Creek stürzte er übel, nur einen Monat später war er wieder zurück. Dies war allerdings zu früh, weswegen er nach dem Sturz auf der Streif eine weitere Pause einsetzt.
Der achte Rang war es im Gesamtweltcup in der vergangenen Saison, gar Rang 4 in der Slalom-Wertung. Ihr traute man in dieser Saison ganz viel zu und hoffte aus Schweizer Sicht natürlich darauf, dass sie die letzte Saison bestätigen kann. Dies gelang allerdings gar nicht und so konnte sie sich einzig im Super-G das WM-Ticket sichern. Es ist wahrlich noch nicht die Saison der Engelbergerin, zuletzt gab sie gar den Slalom auf, die beste Disziplin der letzten Saison.
Es gab eine Zeit, da war Wild immer wieder nahe an Topresultaten, der Sprung aufs Podest schien eine Frage der Zeit. Diese Zeit geht ihr als 31-Jährige nun aber langsam aus, immerhin punktet sie noch immer konstant. Bei ihren Qualitäten sollten allerdings nicht Ergebnisse zwischen Rang 20 und 30 das Ziel sein, sondern eher die Top-15. Gerade durch das eher schwache Riesenslalomteam wäre sie so auch schnell eine Kandidatin für die Weltmeisterschaft gewesen.
Die Frau aus Unterbäch ist seit mehreren Jahren im Weltcup dabei und bekommt das Vertrauen von Swiss-Ski weiterhin. Mit dem 18. Rang in Kranjska Gora zeigte sie, wie fast in jeder Saison, wieder einmal, wozu sie eigentlich fähig ist. Ansonsten ist ihre Ausfallquote aber häufig zu hoch, sodass sie den nächsten Schritt bisher noch nicht schaffte. Im Europacup zeigt sie weiterhin konstante Leistungen.
Hier hätten wir alle Fahrerinnen einzeln aufzählen können, doch wir finden, es macht mehr Sinn, diese Gruppe zusammen zu nennen. Delia Durrer, Joana Hählen, Jasmina Suter, Stephanie Jenal - Sie alle hätten grosses Potenzial, konnten dies allerdings zuletzt nicht abrufen. Jenal und Suter fehlen zurzeit verletzt, Hählen kommt von einer Verletzung zurück. Durrer zeigt immer wieder, dass sie es könnte, weit nach vorne reichte es allerdings bisher in dieser Saison noch nicht. Man könnte gar Priska Ming-Nufer in diese Aufzählung nehmen, sie hat zuletzt in der WM-Quali immerhin ein Ausrufezeichen gesetzt.
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