Rote Karten, VAR-Entscheide und strittige Szenen: Die 8. Runde der Super League bot reichlich Diskussionsstoff. Nach dem Spieltag hat das Ressort Spitzenschiedsrichter des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) seine Analysen veröffentlicht. Hier die brisantesten Entscheidungen.
In der 37. Minute sorgte eine harte Aktion für Aufsehen. Thuns Captain Marco Bürki schlug GC-Stürmer Nikolas Muci mit dem Ellbogen gegen den Kopf. Die Konsequenz: Rot! Laut dem SFV-Experten-Team war diese Entscheidung eindeutig korrekt. "Der Entscheid des Schiedsrichters, den mit dem Ellbogen ausgeführten Schlag gegen den Kopf des Gegners als Tätlichkeit (‘violent conduct’) zu werten und folglich direkt auf dem Spielfeld mit einer Roten Karte zu sanktionieren, ist korrekt."
Später, in der 86. Minute, geriet Thuns Goalie Niklas Steffen in den Fokus. Nach einem langen Ball aus der GC-Hälfte stürmte er aus seinem Tor und brachte GC-Stürmer Young-jun Lee zu Fall. Der Referee zeigte Gelb - aus Sicht der Spitzenschiedsrichter ein Fehlentscheid. "Der Thuner Goalie begeht weit ausserhalb seines Strafraums eine strafbare Aktion, die als 'DOGSO' (Denying an obvious goal-scoring opportunity or a goal) zu werten ist. Der erwartete Entscheid ist demnach eine Rote Karte."
Auch in Lausanne griff der VAR ein. In der 47. Minute fiel Servettes Stürmer Miroslav Stevanovic nach einem Kontakt mit Lausannes Verteidiger Etienne Youte Kinkoué im Strafraum. Nach einem "On-Field Review" entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Das Schiedsrichterteam bestätigt: "Das finale Verdikt, die Aktion als Foulpenalty wegen "Tripping" (Beinstellen) zu beurteilen, ist korrekt."
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