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Ein Krisengipfel, geprägt von einer bizarren Stimmung und leeren Kurven

Das Sportliche gibt weniger zu reden

Mit einem Sieg im Léman-Derby reichte der Servette FC am Sonntag die rote Laterne an den FC Lausanne-Sport weiter. Für Aufmerksamkeit sorgten aber vor allem die leeren Fankurven auf beiden Seiten.

Schon im Vorfeld gab das Derby zwischen dem FC Lausanne-Sport und dem Servette FC Anlass zu Diskussionen. Lange war unklar, ob aufgrund von Vorfällen überhaupt Gästefans am Spiel im Stade de la Tuilière anwesend sein werden. Unter der Woche lenkten die Behörden ein, unter Auflagen Gästefans aus Genf zuzulassen. Der Anhang des Servette FC musste beispielsweise auf einen Fanmarsch verzichten und sich mit Bussen vom Bahnhof zum Stadion transportieren lassen.

Als um 16:30 Uhr das Spiel angepfiffen wurde, war der Gästesektor allerdings leer. Die Reaktion auf der Seite der Heimfans folgte rasch. Aus Solidarität verliessen auch die Fans aus der Fankurve des FC Lausanne-Sport das Stadion. Wie die Tribune de Genève berichtet, seien die Busse mit den Genfer Anhängern von der Polizei blockiert worden. Schlussendlich blieben beide Fanlager ausserhalb des Stadions. In beiden Fankurven wurden dafür Spruchbänder angebracht. Auf Seiten des FC Lausanne-Sport war zu lesen: "Volle Zuschauerränge für lebhafte Stadien", die Genfer erwiderten "Freiheit für die Ultras".

Für einen spielerisch bescheidenen Krisengipfel, in dem ein Elfmetertor für die Entscheidung sorgte, war auf jeden Fall für eine skurrile Stimmung gesorgt. Es war oft ruhig im Stadion, gar so ruhig, dass der Stadionspeaker versuchte, die im Stadion verbliebenen Fans zur lautstarken Unterstützung anzustiften.

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2026-09-13 23:14:26

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