Eine Reaktion war gefordert und eine Reaktion lieferten die Basler am Sonntagnachmittag auf die Trainerentlassung am Mittwoch. Auswärts in Luzern triumphierte der FCB gleich mit 4:2.
Ein einziges Tor hatte Xherdan Shaqiri vor dem Spiel am Sonntagnachmittag in Luzern in dieser Saison erzielt. Bei den Assists stand beim Basler Spielmacher bislang die Null. Dies sollte sich in der ersten Partie nach der Entlassung von Stephan Lichtsteiner drastisch ändern. Der Trainerknall am Mittwoch sei aus seiner Sicht eine Niederlage für alle beim FCB, erklärte Valentin Stocker, als Sportlicher Leiter der ersten Mannschaft, vor der Partie in Luzern. Auf diese Niederlage lieferte die Mannschaft eine eindrückliche Reaktion.
Die Partie in der Zentralschweiz begann für die Bebbi allerdings mit einem absoluten Kaltstart. Eine erste Flanke von Ruben Fernandes köpfte Oscar Kabwit (1.), der sich gut von den Basler Verteidigern löste, zur 1:0-Führung ein; gespielt waren erst 28 Sekunden. Das war erst der Startschuss einer spektakulären Startphase. Der FC Basel lieferte nämlich die postwendende Antwort. Kazeem Olaigbe wurde steil lanciert und setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch. Dann hatte der FCB-Flügelspieler auch noch das Auge für seinen Mitspieler, im Zentrum brauchte Zan Celar (4.) nur noch zum Ausgleich einzuschieben.
In diesem Takt fielen die Tore natürlich nicht weiter und dennoch wurde es in beiden Strafräumen immer wieder gefährlich. Die 15.859 Zuschauerinnen und Zuschauer dürften sich dann aber allmählich auf ein Remis zur Pause eingestellt haben, als der FC Basel doch noch für einen dritten Treffer in der ersten Halbzeit sorgen konnte. Xherdan Shaqiri bediente mit seinem ersten Assist der Saison Philip Otele (42.) und der köpfte zum 2:1 ein. Somit nahmen die Basler trotz Kaltstart einen Vorsprung mit in die Pause mit
Xherdan Shaqiri stand dann auch in der ersten erwähnenswerten Szene der zweiten Halbzeit im Fokus. Nach einem Foul von Matteo Di Giusto an der Strafraumgrenze erhielt der FCB einen Freistoss zugesprochen. Die Basler diskutierten länger, wie sie diesen Standard ausführen möchten. Die Variante war eine kurze Ausführung, Shaqiri (56.) schnappte sich die Kugel, zog von rechts in den Strafraum und konnte ohne jegliche Gegenwehr zum 3:1 einschiessen. Da hatten sich die Luzerner im Kollektiv übertölpeln lassen.
Nach etwas mehr als einer Stunde war es dann definitiv der Nachmittag des Xherdan Shaqiri (66.). Erneut erhielt die Nummer 10 des FCB zu viele Freiheiten im gegnerischen Strafraum und wenn man ihm diese zugesteht, landet die Kugel meist in den Maschen. Mit einem Hacken liess er seinen Gegenspieler aussteigen und versorgte die Kugel im hohen linken Toreck zum 4:1. Dieser Treffer war die vorzeitige Entscheidung in einem Spiel, in dem die Luzerner zumindest statistisch anhand der Torchancen mit den Gästen eigentlich mithalten konnten.
Xherdan Shaqiri hatte bereits Feierabend, als der Luzerner Joker Lars Villiger (84.) mit seinem Treffer zum 2:4 für das Schlussresultat sorgte. Für einmal waren die Basler Abwehrspieler auch zu weit weg von ihrem Gegenspieler. Villiger nutzte die gewährte Zeit für einen trockenen Abschluss. Der FC Luzern verpasst mit der Niederlage, in der Tabelle auf den vierten Rang nach oben zu springen und den Anschluss ans Spitzentrio zu halten. Genau diesen hat der FC Basel sichergestellt. Die Bebbi liegen nach der achten Runde sechs Punkte hinter Spitzenreiter Lugano.
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