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Beim FCZ geht eine Halbzeit lang nichts, dann sorgt Emmanuel spät für Jubel

Siegtor in der Nachspielzeit

Im Letzigrund wurden den 13.499 Zuschauerinnen und Zuschauern zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten geboten. Was lange nach einer Punkteteilung aussah, kippte ganz zum Schluss doch noch auf die Seite des FCZ.

So wie sich das Spielgeschehen im Letzigrund in der ersten Halbzeit präsentierte, konnte man es nicht erwarten. Der FC Zürich überliess dem Aufsteiger völlig das Spieldiktat. Bis zur Pause sammelte der FC Vaduz ganze 74 Prozent Ballbesitz. Das Team von Marc Schneider ist durchaus darauf aus, den Ball in den eigenen Reihen zu haben. Dennoch benötigten die Gäste einige Minuten, um sich auf einen so tief stehenden Gegner einzustellen.

Das Team aus dem Fürstentum Liechtenstein schlug aber ziemlich schnell Kapital aus der Situation. Mit der ersten guten Torchance gingen die Vaduzer in Führung. Nicolas Hasler fand mit seiner Flanke in der Mitte Marcel Monsberger (13.) und der Mittelstürmer erzielte mit seinem dritten Saisontreffer die frühe Führung. Auch wenn die FCZ-Defensive in dieser Situation zu passiv agierte, gelang es den Zürchern, deutlich weniger zuzulassen als noch im Derby gegen den Grasshopper Club Zürich.

Offensiv gelang es dem Team von Marcel Koller aber praktisch gar nicht, zumindest Nadelstiche zu setzen. Vielmehr verloren die Zürcher Damienus Reverson. Der Offensivspieler blieb beim Versuch, in eine Hereingabe hineinzugrätschen, am Rasen hängen und verletzte sich womöglich am Knie. Der FCV erspielte sich derweil weitere Ansätze von Chancen, wurde allerdings zu wenig konkret, was angesichts der spielerischen Überlegenheit zu wenig war.

Vom FC Zürich musste nach dem Seitenwechsel definitiv mehr kommen. Mit Valon Berisha für Bledian Krasniqi kam zusätzliches neues Personal fürs Mittelfeld. Die Zürcher traten von der ersten Minute an deutlich entschlossener auf. Diese Bemühungen trugen rasch Früchte: Philippe Keny (55.) erhielt zu viel Freiraum und wurde an der Strafraumgrenze von Umeh Emmanuel angespielt. Der FCZ-Stürmer liess sich nicht zweimal bitten und schloss zum Ausgleich ab.

Der Ausgleich stachelte die Zürcher weiter an und nur wenige Minuten nach dem Treffer scheiterte Livano Comenencia mit einem kräftigen Abschluss an der Latte. Im Vergleich zur ersten Halbzeit lief das Spiel komplett gegensätzlich. Der FCZ hatte die Partie plötzlich fest in der Hand und den Gästen gelang im Spiel nach vorn praktisch gar nichts mehr. Vielmehr tastete sich der Stadtclub an einen möglichen Siegtreffer heran. Keny verpasste mit einem Kopfball das Ziel nur um wenige Zentimeter.

Dennoch lief im Letzigrund alles auf eine Punkteteilung hin, die so nach komplett unterschiedlichen Halbzeiten auch den Statistiken entsprochen hätte. Vor einer Woche kassierte der FCZ tief in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Heute gelang den Zürchern der Lucky Punch. Umeh Emmanuel (92.) umkurvte auf links seine Gegenspieler und zirkelte den Ball sehenswert zum 2:1 in die Maschen.

Der Jubel auf Zürcher Seiten war natürlich entsprechend gross. Der FCZ springt damit zumindest vorübergehend in die obere Tabellenhälfte, der FC Luzern könnte ihn aber bereits am Nachmittag wieder von Rang sechs verdrängen. Der FC Vaduz steht am Ende mit leeren Händen da, obschon er zumindest die erste Halbzeit komplett im Griff hatte.

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2026-09-13 16:19:45