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St.Gallen-Coach Maassen nimmt Zigi in Schutz

"Nicht am Torhüter gelegen"

Der FC St.Gallen wartet seit Mitte August auf einen Heimsieg. Nach dem deutlichen 0:3 gegen den FC Sion analysiert FCSG-Trainer Enrico Maassen im SRF-Interview die mangelnde Effizienz, defensive Unkonzentriertheiten und erklärt, wie das Team aus der Krise finden will.

Die Ernüchterung im Sitterstadion war greifbar. Obwohl der FC St.Gallen das Spiel über weite Strecken dominierte, standen die Ostschweizer am Ende erneut ohne Punkte da. Im Interview mit dem SRF fand Cheftrainer Enrico Maassen nach dem Schlusspfiff deutliche Worte zur aktuellen Lage.

Dominanz ohne Ertrag

"Ja, ist nicht cool", zeigte sich Maassen sichtlich enttäuscht. "Wir haben uns natürlich viel vorgenommen. Ich glaube, dass wir von Anfang an die dominierende Mannschaft waren und uns viele Tormöglichkeiten erspielt haben." Über das gesamte Spiel hinweg sei das Team oft im gegnerischen Strafraum aufgetaucht, liess dabei aber die nötige Konsequenz vermissen.

"Zu wenig Effizienz, zu wenig Tore, die wir einfach aus unseren Chancen machen", bemängelte der 42-Jährige. Auf der Gegenseite reiche den Gegnern derzeit "sehr wenig, um Gegentore zu bekommen".

Schützende Hand vor Zigi, Kritik an Defensivfehlern

Auf die Frage des SRF-Reporters, ob Lawrence Ati Zigi beim dritten Gegentreffer eine Mitschuld getragen habe, nahm Maassen seinen Torhüter klar in Schutz. Beim 0:3 hatte Ali Kabacalman aus spitzem Winkel abgeschlossen, Zigi lenkte den Ball mit dem linken Arm unglücklich ins eigene Tor. "An einem liegt es auf keinen Fall - und das ist am Torhüter", stellte Maassen klar.

Die entscheidenden Fehler sah der FCSG-Trainer vielmehr zuvor im Defensivverhalten seiner Mannschaft. "Wenn Sie sich das Spiel angeschaut haben, waren es zwei einfache Fehler. Beim ersten ist es ein langer Ball, den wir besser verteidigen müssen. Beim zweiten ist es eine Ecke, die wir nicht gut absichern, wo wir den Laufweg konsequent mitmachen müssen."

Diese Szenen seien für den Verlauf der Partie wegweisend gewesen. Für die kommenden Spiele fordert Maassen deshalb mehr Konsequenz: "Wir müssen konsequenter verteidigen und vor dem Tor klarer und zielstrebiger unsere Möglichkeiten nutzen."

Blick nach vorne trotz Formtief

Auf die Feststellung, dass Sion dem FCSG als Gegner nicht liege, wollte Maassen nicht viel geben: "Auf solche Meinungen und Statistiken gebe ich in der Regel wenig. Wenn man heute das Spiel gesehen hat, haben wir alles gezeigt, um Tore zu schiessen und das Spiel zu gewinnen."

Dennoch verhehlte er nicht, dass die aktuelle Phase an den Nerven zehrt: "Es ist eine Scheisssituation, wenn du so viel investierst." Solche Phasen gebe es jedoch im Fussball wie im Leben, "wo nicht immer alles nur geradeaus läuft".

Nun gelte es, "noch mehr zu investieren, um das Glück wieder auf unsere Seite zu ziehen und die Situation einfach auszuhalten". Auch wenn sich das aktuell nicht gut anfühle, zeigt sich der Trainer überzeugt: "Wenn man die richtigen Schlüsse zieht, kann man auch etwas daraus machen."

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2026-09-13 12:22:47