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Basel exportiert am meisten – Luzern glänzt mit Eigengewächsen

Von der Super League auf die grosse Bühne

Die Super League kann definitiv als Sprungbrett in eine europäische Top-Liga dienen. Auch in diesem Sommer haben einige Akteure aus der höchsten Schweizer Liga einen grossen Karriereschritt vollzogen. Aus diesem Anlass haben wir zusammengestellt, welcher Verein die meisten ehemaligen Akteure in einer der Big-Five Ligen vorzuweisen hat.

FC Vaduz: 1 Spieler (0 Eigengewächse)

Joel Schmied (1. FC Köln).

Der Aufsteiger hat am wenigsten ehemalige Spieler in einer europäischen Topliga vorzuweisen. Genau genommen ist es einer: Joel Schmied bestritt zwischen 2020 und 2021 37 Partien für das Team aus dem Fürstentum Liechtenstein. Heute verteidigt der 27-Jährige beim 1. FC Köln in der Bundesliga.

FC Thun: 2 Spieler (1 Eigengewächs)

Franz-Ethan Meichtry (Genoa CFC), Kastriot Imeri (1. FC Union Berlin).

Zwei Thuner Meisterhelden haben in diesem Sommer den Schritt in eine der grössten Ligen geschafft. Mit Franz-Ethan Meichtry nimmt ein Thuner Eigengewächs einen Anlauf in der Serie A. Bislang sammelte Meichtry 37 Spielminuten in der höchsten italienischen Liga. Die Eigengewächse werden in der Auflistung jeweils gefettet herausgehoben. Kastriot Imeri ist derweil dem Thuner Meistertrainer Mauro Lustrinelli zum 1. FC Union Berlin gefolgt.

Grasshopper Club Zürich: 5 Spieler (1 Eigengewächs)

Ulisses Garcia (Olympique Marseille), Ayumu Seko (Le Havre AC), Jonathan Asp Jensen (Deportivo A Coruna), Oliver Batista Meier (SC Paderborn 07), Bryan Lasme (FC Schalke 04).

Fünf ehemalige GC-Spieler stehen auch auf ganz grosser Bühne im Einsatz. Drei von ihnen trugen allerdings lediglich als Leihspieler das Trikot der Hoppers. Speziell herauszuheben ist Ulisses Garcia. Der 30-jährige Aussenverteidiger ist nach seiner Leihe zur US Sassuolo zu Olympique Marseille zurückgekehrt. Um in diesem Artikel aufgeführt zu werden, müssen die Akteure für die erste Mannschaft des jeweiligen Vereins zum Einsatz gekommen sein. So wird Garcia, der bis zur U 17 im Nachwuchs des Servette FC gespielt hat, bei den Genfern nicht aufgeführt.

FC Sion: 5 Spieler (1 Eigengewächs)

Vincent Sierro (Parma Calcio 1913), Federico Dimarco (Inter Mailand), Joel Schmied (1. FC Köln), Eray Cömert (Torino FC), Matheus Cunha (Manchester United).

Weil Vincent Sierro in diesem Sommer nach Europa zurückkehren wollte, wurde bereits über eine Rückkehr zum FC Sion spekuliert. Schlussendlich ist der Mittelfeldspieler bei Parma Calcio in der Serie A gelandet. Wie schon beim FC Vaduz landet Joel Schmied auch beim FC Sion in der Auflistung. Aus dem Wallis gelang ihm im Januar 2025 der Absprung in die Bundesliga. Die grösste Entdeckung der Sittener war allerdings sicherlich Matheus Cunha, der in der Super League seine erste Station in Europa fand.

FC Lugano: 5 Spieler (0 Eigengewächse)

Albian Hajdari (TSG 1899 Hoffenheim), Eray Cömert (Torino FC), Sandi Lovric (Udinese Calcio), Jens Odgaard (Bologna FC), Mohamed Amoura (OGC Nizza).

Im Falle des FC Lugano ist es kein Eigengewächs, das den Schritt in eine Top-Liga geschafft hat. Als Letzten zog es Albian Hajdari allerdings direkt aus dem Tessin zur TSG Hoffenheim. Mit Eray Cömert spielte auch ein Schweizer Nationalspieler für wenige Monate auf Leihbasis für die Bianconeri. Dass der FC Lugano auf fünf ehemalige Spieler in den europäischen Topligen kommt, verdankt er der am Deadline Day eingefädelten Leihe von Mohamed Amoura zum OGC Nizza.

FC Zürich: 6 Spieler (3 Eigengewächse)

Nico Elvedi (Leeds United), Ricardo Rodriguez (Torino FC), Simon Sohm (Venezia FC), Nikola Katic (FC Schalke 04), Wilfried Gnonto (ACF Fiorentina), Aiyegun Tosin (FC Lorient).

Gleich drei einstige FCZ-Zöglinge spielen derzeit auf europäischem Topniveau. Nico Elvedi und Ricardo Rodriguez sind seit vielen Jahren verlässliche Kräfte. In diesem Sommer wagte Elvedi nach elf Jahren in Gladbach den Schritt in die Premier League. Auch Simon Sohm ist bereits in seine fünfte Spielzeit in der Serie A gestartet.

Servette FC: 6 Spieler (3 Eigengewächse)

Loun Srdanovic (Lille OSC), Denis Zakaria (AS Monaco), Kastriot Imeri (1. FC Union Berlin), Vincent Sasso (Le Havre AC), Joseph Nonge (Stade Brest 29), Usman Simbakoli (Angers SCO).

Der 20-jährige Rechtsverteidiger Loun Srdanovic verliess in diesem Sommer seinen Jugendverein in Richtung Lille. Mit Kastriot Imeri wurde gleich ein zweites Genfer Eigengewächs in diesem Sommer in eine Topliga transferiert. Dass der Servette FC geografisch und sprachlich nahe an der französischen Ligue 1 ist, schlägt sich auch darin nieder, dass fünf der sechs ehemaligen Grenats dort unter Vertrag stehen. Imeri sticht mit seinem Wechsel nach Berlin demnach besonders aus dem Sextett heraus.

FC Lausanne-Sport: 7 Spieler (2 Eigengewächse)

Bryan Okoh (AJ Auxerre), Dan Ndoye (Nottingham Forest), Marvin Senaya (AJ Auxerre), Sekou Fofana (AJ Auxerre), Luca Da Cunha (Como 1907), Evann Guessand (Crystal Palace), Joel Monteiro (US Lecce).

Beim FC Lausanne-Sport hat sich die spezielle Situation ergeben, dass mit Bryan Okoh, Sekou Fofana und Marvin Senaya gleich drei ehemalige Spieler derzeit bei der AJ Auxerre in der Ligue 1 unter Vertrag stehen. Mit Dan Ndoye und Evann Guessand haben es gleich zwei Spieler in die Premier League geschafft. Der 25-jährige Ivorer Guessand sorgte in der vergangenen Saison für Schlagzeilen, weil er sowohl die Europa League mit Aston Villa als auch die Conference League mit Crystal Palace in derselben Saison gewinnen konnte.

FC Luzern: 8 Spieler (5 Eigengewächse)

Luca Jaquez (VfB Stuttgart), Sascha Britschgi (Parma Calcio 1913), Ardon Jashari (AC Milan), Ruben Vargas (Sevilla FC), Filip Ugrinic (Valencia CF), Mamady Diambou (Stade Brest 29), Aleksandar Stankovic (Inter Mailand), Cedric Itten (SV Werder Bremen).

Die hervorragende Ausbildung der regionalen Spieler in der Zentralschweiz unterstreicht, dass der FC Luzern fünf Spieler in den europäischen Topligen aus der eigenen Nachwuchsabteilung herausgebracht hat. Damit überflügelt der FCL alle bisherigen Teams aus dieser Liste. Der erst 20-jährige Sascha Britschgi gilt derweil als heisser Kandidat, für eine baldige Premiere im Schweizer A-Nationalteam. Entsprechend hatten die Leuchtenstädter zuletzt auch einen respektablen Anteil an der Ausbildung des Schweizer Nationalteams.

Womöglich sieht man Sascha Britschgi schon in diesem Herbst im Schweizer A-Nationalteam.
(Zamir Loshi/freshfocus)

FC St.Gallen 1879: 9 Spieler (1 Eigengewächse)

Leonidas Stergiou (VfB Stuttgart), Miro Muheim (Hamburger SV), Vincent Sierro (Parma Calcio 1913), Felix Mambimbi (Le Havre AC), Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart), Emmanuel Latte Lath (1. FC Union Berlin), Willem Geubbels (US Lecce), Junior Adamu (FC Schalke 04), Cedric Itten (SV Werder Bremen).

Deutlich kleiner ist der Anteil an selbst ausgebildeten Spielern beim FC St.Gallen. Zurzeit ist es einzig Leonidas Stergiou beim VfB Stuttgart, der es aus der Ostschweizer Nachwuchsabteilung in eine der grossen Ligen geschafft hat. Gleichwohl ist die Ostschweiz in den vergangenen Jahren ein guter Ort geworden, um sich in einem ruhigen Umfeld zu entwickeln. So auch der Rekordverkauf des FCSG: Willem Geubbels erhielt als einstiger 20-Millionen-Transfer in der Ostschweiz nach schwierigen Jahren eine neue Chance.

BSC Young Boys: 16 Spieler (5 Eigengewächse)

Yvon Mvogo (FC Lorient), Aurèle Amenda (Coventry City), Michel Aebischer (1. FC Union Berlin), Fabian Rieder (FC Augsburg), Felix Mambimbi (Le Havre AC), Jordan Lefort (Angers SCO), Zachary Athekame (Olympique Lyon), Jaouen Hadjam (Brighton & Hove Albion), Ulisses Garcia (Olympique Marseille), Denis Zakaria (AS Monaco), Djibril Sow (Genoa CFC), Filip Ugrinic (Valencia CF), Vincent Sierro (Parma Calcio 1913), Kastriot Imeri (1. FC Union Berlin), Joel Monteiro (US Lecce), Cedric Itten (SV Werder Bremen).

Ganze 16 Spieler mit einer Vergangenheit beim BSC Young Boys spielen nun in einer Topliga. In diesem Sommer haben mit Jaouen Hadjam, Joel Monteiro und Kastriot Imeri gleich drei Spieler aus Bern den grossen Schritt geschafft. In puncto Eigengewächse konnten sich die Young Boys allerdings nicht vom vorangegangenen FC Luzern absetzen. Im Vergleich zum nachfolgenden FC Basel fällt dafür auf, dass es bei den Bernern mit wenigen Ausnahmen Schweizer Spieler waren, die YB als Sprungbrett nutzen konnten. Hadjam ist da einer von zwei Ausnahmen, die andere wäre der Franzose Jordan Lefort.

FC Basel 1893: 25 Spieler (6 Eigengewächse)

Albian Hajdari (TSG 1899 Hoffenheim), Eray Cömert (Torino FC), Leon Avdullahu (TSG 1899 Hoffenheim), Granit Xhaka (AFC Sunderland), Noah Okafor (Leeds United), Cedric Itten (SV Werder Bremen), Strahinja Pavlovic (AC Milan), Renato Veiga (Villarreal CF), Manuel Akanji (Inter Mailand), Omar Alderete (AFC Sunderland), Fabian Schär (Newcastle United), Arnau Comas (Deportivo A Coruna), Riccardo Calafiori (Arsenal FC), Silvan Widmer (1. FSV Mainz 05), Hugo Novoa (Deportivo Alaves), Wouter Burger (TSG 1899 Hoffenheim), Andy Diouf (Inter Mailand), Anton Kade (FC Augsburg), Dan Ndoye (Nottingham Forest), Edon Zhegrova (Juventus Turin), Jonathan Dubasin (CA Osasuna), Julien Duranville (Olympique Lyon), Sebastian Esposito (US Sassuolo), Thierno Barry (Everton FC), Kevin Carlos (Cagliari Calcio).

Der FC Basel ist ganz klar der Exportkrösus in der Super League. 25 Spieler mit rot-blauer Vergangenheit spielen derzeit in der Bundesliga, der Premier League, der Serie A, der Ligue 1 oder der La Liga. Einzig die Young Boys können derzeit auch in allen fünf Topligen einen ehemaligen Spieler vorweisen. Mit Blick auf die Eigengewächse können sich die Bebbi allerdings kaum noch von der Konkurrenz absetzen. Das hat sich allerdings auch in diesem Sommer stark in diese Richtung entwickelt, weil Breel Embolo in die MLS und Yann Sommer nach Belgien gewechselt haben.

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2026-09-11 21:05:56