Die SFL treibt die Professionalisierung der Schiedsrichter voran. Spitzenreferees sollen das Amt künftig hauptberuflich ausüben können. SFV und Liga haben dafür neue Anstellungsbedingungen beschlossen, mit dem erklärten Ziel, die Qualität national wie international zu steigern.
Die Professionalisierung des Schweizer Schiedsrichterwesens nimmt konkrete Formen an. SFV und SFL haben die Anstellungsbedingungen im Spitzenbereich ausgebaut. Damit soll das Amt stärker zum Beruf werden und die Qualität national wie international steigen.
Seit dem 1. Juli verfügen die sieben Schweizer FIFA-Referees grundsätzlich über Pensen von bis zu 80 Prozent. Dasselbe gilt für Fedayi San, den einzigen Video Assistant Referee der höchsten Kategorie. Die übrigen Unparteiischen der Super League können neu bis zu 40 Prozent angestellt werden, jene der Challenge League bis zu 20 Prozent.
"Schiedsrichter/in zu sein, wird damit zum Beruf", sagt Dani Wermelinger, Leiter Ressort Spitzenschiedsrichter. Die neuen Bedingungen sollen mehr Raum für Fussball und Privatleben schaffen. Zugleich erhofft sich Wermelinger eine Signalwirkung für junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter.
Finanziert wird der Ausbau von den SFL-Vereinen. Sie haben einer Erhöhung des Budgets um 700'000 Franken zugestimmt. "Die Spieler und Trainer erwarten zurecht Top-Leistungen", erklärt SFL-CEO Claudius Schäfer. Neben den höheren Pensen gehören intensivere Spielanalysen, individuelles Athletik- und Medizin-Monitoring sowie angepasste Trainingspläne zum Paket. Auch die Transparenz bei VAR-Entscheiden und die Zusammenarbeit mit den Vereinen sollen weiter verbessert werden. SFV-Präsident Peter Knäbel bezeichnet den Schritt als "wichtig und richtig".
Brack Super League Claudius Schäfer Daniel Wermelinger Dennis Rogge Fussball Peter Knäbel SFV Swiss Football League (SFL)