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Kritik an Schiedsrichter Piccolo: 'Kein gutes Zeichen für die oberste Liga'

Meier feuert gegen den Schiri

Verwirrung in der Super League: Beim Spiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Thun sorgt Schiedsrichter Luca Piccolo für eine regeltechnische Fehlentscheidung. Für die Verwarnung gegen Thun-Keeper Steffen erntet der Unparteiische nun deutliche Kritik von Schiedsrichter-Experte Urs Meier.

In der Partie zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Thun kam es zu einer bemerkenswerten Szene, die für grosse Verwirrung auf und neben dem Platz sorgte. Referee Luca Piccolo zückte nach einem Zeitspiel von Thun-Torhüter Steffen die Gelbe Karte. Eine Entscheidung, die zwar jahrelang der Praxis entsprach, regeltechnisch seit der Weltmeisterschaft 2026 jedoch überholt ist.

Neue Regelauslegung verlangt Eckball statt Verwarnung

Der ehemalige Spitzen-Schiedsrichter Urs Meier stellte die Situation im Blick klar und verdeutlichte die neueste Auslegung der FIFA: "Wir haben jetzt wirklich eine andere Regelauslegung seit der Weltmeisterschaft. Die FIFA verlangt, dass schneller gespielt wird und Schiedsrichter jetzt abzählen müssen."

Nach der neuen Regelung muss der Unparteiische bei einer Verzögerung beim Abstoss oder Einwurf die Sekunden von fünf bis eins herunterzählen. "Wenn der Ball dann noch nicht gespielt worden ist, gibt es bei einem Abstoss neu einen Eckball für die gegnerische Mannschaft - und keine Gelbe Karte", erklärt Meier. Eine Verwarnung sei nur noch in Ausnahmefällen vorgesehen, etwa wenn der Torhüter den Ball aktiv blockiere, um eine Spielfortsetzung komplett zu verhindern.

"Weiss nicht, was in ihn gefahren ist"

Dass diese Regelanpassung bei Piccolo offenbar nicht präsent war, stösst bei Meier auf klares Unverständnis. "Das wäre die richtige Regel gewesen. Die haben wir in der Schweiz, und ich erwarte von einem Super-League-Schiedsrichter, dass er die Regel kann und genau das vorlebt", kritisiert der Experte scharf.

Meier fand deutliche Worte für den Auftritt des Unparteiischen: "Entweder war er im Sommerkurs nicht da, hat die Weltmeisterschaft nicht mitbekommen oder hat den Schiedsrichterkurs nicht mitbekommen. Ich weiss nicht, was in ihn gefahren ist."

Ein solcher Fauxpas dürfe auf diesem Niveau schlichtweg nicht passieren. "Das ist kein gutes Zeichen für einen Spitzenschiedsrichter in der obersten Liga. Da muss man darüber Bücher gehen. Der richtige Entscheid wäre gewesen: abzählen, und wenn der Ball noch nicht gespielt worden wäre, Eckball. Punkt, fertig, Schluss."

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2026-08-31 10:45:19