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Der FC Thun wird nicht das einzige Team in einer europäischen Ligaphase sein

Auch Lugano und St.Gallen haben gute Karten

Seit den Playoff-Auslosungen am Montag ist der Weg für die Schweizer Teams in die Ligaphase gezeichnet. Noch ist das komplette Schweizer Quartett im Rennen. Es drängt sich aber die Frage auf, wie viele Teams die Qualifikation überstehen.

Der Sieg des FC Thun in Zagreb war zum Greifen nahe. Hätte der Schweizer Meister den kroatischen Meister in der Qualifikation zur Champions League ausgeschaltet, hätten sich die Thuner den Einzug in eine Ligaphase gesichert. So ist das Schweizer Worst-Case-Szenario, eine Saison ohne Vertretung in einem europäischen Wettbewerb, weiterhin möglich. Die überzeugenden Auftritte der vier Schweizer Vertreter wecken aber die Hoffnung, auf gleich mehrere Teilnehmer in der Ligaphase.

Der Thuner Traum von einer Ligaphase wird sich erfüllen

Klar ist, dass die Champions League 2026/27 ohne Schweizer Team über die Bühne gehen wird. Um den Einzug in die Europa League kämpft einzig noch der FC Thun. Gegen den isländischen Meister Vikingur Reykjavik sind die Schützlinge von Gian-Luca Privitelli der klare Favorit. Bei einem Sieg wartet der Sieger aus der Begegnung zwischen Lech Posen und KI Klaksvik. Es ist davon auszugehen, dass der polnische Meister die letzte Hürde auf dem Weg in die Europa League sein dürfte. Lech Posen ist auf dem Papier stärker einzuschätzen als die Thuner, dürfte aber weniger herausfordernd sein als Dinamo Zagreb.

Der Sensationsmeister würde mit dem Einzug in die Ligaphase zwar überraschen, das wäre aber offensichtlich nicht das erste Mal, dass die Equipe über sich hinauswächst. Sollte man allerdings über Vikingur Reykjavik stolpern, hiesse der Gegner FK Borac Banja Luka oder ML Vitebsk. Auch gegen diese Teams läge die Favoritenrolle wohl beim Schweizer Team, beide Gegner sind ähnlich wie der isländische Meister einzustufen. Zumindest den Einzug in die Conference League darf man den Thunern definitiv zutrauen.

Zwei herausfordernde und ein übermächtiger Playoff-Gegner

Gleich vier Teams aus der Super League nehmen derzeit an der Qualifikation der Conference League teil, weil neben dem Schweizer Trio auch der liechtensteinische Cupsieger FC Vaduz noch mitmischt. Die besten Chancen auf das Erreichen der Ligaphase hat der FC Lugano. Das Duell gegen den NSI Runavik ist eine Pflichtaufgabe. Ein Ausscheiden gegen die Mannschaft von den Färöer Inseln wäre eine gewaltige Überraschung. In den Playoffs wird die Aufgabe happiger. Der Verlierer aus dem Duo Maccabi Tel Aviv oder ZSKA Sofia würde ins Tessin reisen. Auch die Bianconeri dürften sich damit in die Conference League durchspielen.

Der FC St.Gallen ist nach dem Ausscheiden gegen Benfica Lissabon in der Begegnung mit Sheriff Tiraspol der klare Favorit, auch wenn das Team aus Moldau mehr internationale Spuren hinterlassen hat. Der Heimsieg gegen Benfica hat Eindruck hinterlassen. Gleichwohl wäre der FC Nordsjaelland eine Knacknuss in den Playoffs. Der dänische Club hat GAIS Göteborg gleich mit einem 6:0 im Rückspiel vom Platz gefegt. Wird die Verletztenliste bei den Espen bis zu allfälligen Playoffs kürzer, dürfte die Affiche zu einer 50:50-Angelegenheit werden. Favorit wären die Ostschweizer gegen Valur Reykjavik. Mit Trabzonspor hat die Truppe von Enrico Maassen vor zwei Jahren sicherlich den grösseren Brocken aus dem Weg geräumt. Den St.Galler wäre die Ligaphase zuzutrauen, man darf aber nicht fest damit rechnen.

Auch der St.Galler Abwehrboss Jozo Stanic plagen körperliche Probleme.
(Roger Albrecht/freshfocus)

Sollte der FC Sion in der Ligaphase der Conference League spielen, muss es zwangsläufig eine gewaltige Überraschung gegeben haben. Entweder die Walliser oder schon davor der Shelbourne FC aus Irland müssten Ajax Amsterdam ausgeschaltet haben. Realistischerweise werden die Sittener den FC Noah aus Armenien ausschalten. Ein Triumph gegen den niederländischen Topclub wäre eine Sensation. Gegen den Shelbourne FC wäre der Vierte der abgelaufenen Meisterschaftssaison natürlich zu favorisieren. Es ist daher mit zwei bis drei Schweizer Teams in Ligaphasen zu rechnen.

Der Super-League-Aufsteiger Vaduz hat zwar gute Chancen, Inter Turku auszuschalten. In den Playoffs würde der FC Kopenhagen oder der Debreceni VSC warten. Es ist mit einem Duell mit dem 16-maligen dänischen Meister zu rechnen. Dem Team aus dem Fürstentum Liechtenstein wäre nur eine Aussenseiterchance zuzuschreiben.

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2026-08-04 00:24:01