Der 2. Spieltag der Super League brachte viele Tore, Überraschungen und – wie immer – auch einige strittige Schiedsrichterentscheidungen mit sich. Der Verband hat sich diese nun genauer angeschaut.
Seit dieser Saison gibt es nach jedem Spieltag die sogenannten "Ref's Insights". Dabei werden diskutable Szenen vom vergangenen Spieltag noch einmal analysiert. Dazu bekommen die Zuschauenden Einblick in die Kommunikation, die auf dem Feld vorgegangen ist.
Wohl am meisten zu reden gab die frühe Rote Karte gegen Tyron Owusu vom FC Luzern, die mittlerweile mit einer Zwei-Spiele-Sperre bestraft worden ist. Auch im Ressort Spitzenschiedsrichter gibt es an diesem Entscheid nichts zu rütteln, die Szene wird ziemlich klar analysiert.
"Die Aktion des Luzerner Spielers ist als gesundheitsgefährdend zu taxieren", heisst es. Der Kontakt erfolge oberhalb des Knöchels, mit den Stollen voran und in hoher Intensität. Damit ist es nach den Kriterien ein grobes Foulspiel und eine Rote Karte. "Die Intervention des VAR und der Entscheid, anstatt die Gelbe die Rote Karte zu zeigen, waren korrekt."
Der BSC Young Boys machte in der 55. Minute durch den Elfmetertreffer von Samuel Essende zum 4:0 gegen den FC Thun endgültig alles klar. Mit der Entscheidung, die zum Elfmeter geführt hat, waren allerdings nicht alle einverstanden.
Zwar sei die Kommunikation des Schiedsrichters ein Halten mit beiden Armen gewesen, obwohl das Halten nur mit dem linken Arm war. Der "Impact" sei aber trotzdem gross genug gewesen, um den YB-Stürmer zu Fall zu bringen. Das Urteil: "Der Penalty-Entscheid und die Gelbe Karte gegen den Thuner Spieler waren korrekt."
St.Galler Proteste zu unrecht
Die dritte und letzte Szene, die die Schiedsrichter noch einmal angeschaut haben, war das Tor von Juan Ignacio Cabrera vom FC Vaduz gegen den FC St.Gallen. Zuvor verschaffte sich Marcel Monsberger Platz – zum Unmut der St.Galler Hintermannschaft.
Eine Fehlentscheidung lag allerdings nicht vor: "Der Vaduzer Stürmer kommt auf faire Weise in Ballbesitz. Es liegt kein illegales Einsetzen der Arme vor." So sei es absolut korrekt gewesen, das Tor zu geben und den VAR nicht einzusetzen.
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