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Frühes Rot-Drama im Tourbillon: Tholots Joker sichern Sion-Sieg

3:0-Erfolg der Walliser

Der FC Sion feiert am 2. Spieltag der Brack Super League einen souveränen 3:0-Heimerfolg gegen den FC Luzern. Ein früher Platzverweis gegen Luzerns Tyron Owusu stellt die Weichen früh auf Sieg für die Walliser, die in der Schlussphase dank eines Jokerspektakels den Deckel definitiv draufmachen.

Blitz-Rot und Torwart-Patzer

Die Partie begann mit einem denkbar schlechten Szenario für Luzerns neuen Cheftrainer Udo Portmann. Bereits in der 3. Minute misslang Tyron Owusu die Ballannahme; bei seinem anschliessenden Rettungsversuch traf er Donat Rrudhani oberhalb des Knöchels. Schiedsrichter Lukas Fähndrich zückte nach VAR-Intervention folgerichtig die Rote Karte.

Der Schock sass tief, und Sion nutzte das Chaos gnadenlos aus. In der 9. Minute tunnelte Winsley Boteli Luzerns Lüthi und bediente Rrudhani. Dessen Schuss aus der Distanz glitt FCL-Keeper Simoni unglücklich durch die Beine - das frühe 1:0 für die Hausherren. Luzern steckte trotz Unterzahl nicht auf und kam durch Matteo Di Giusto per Aufsetzer zu einer ersten Chance (19.), während Simoni seinen Fehler in der 31. Minute mit einer Doppelparade gegen Rilind Nivokazi und Rrudhani wieder wettmachte.

In der Phase vor dem Pausentee verflachte das Spiel etwas. Sion verpasste es, die Überzahl konsequent zu nutzen und den zweiten Treffer nachzulegen, während Luzern zwar engagiert fightete, im Angriff aber oft die letzte Präzision vermissen liess. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung für die Tholot-Elf in die Kabinen.

Die Matchwinner kommen von der Bank

Nach dem Seitenwechsel drückte Sion auf die Vorentscheidung. Während der junge Boteli noch im Abschluss haderte (57., 60.), bewies Didier Tholot mit einem Dreifachwechsel in der 63. Minute ein goldenes Händchen: Er brachte Josias Lukembila, Franck Surdez und Theo Berdayes.

Nur sieben Minuten später stachen die Joker. Lukembila setzte zu einem unwiderstehlichen Sololauf an und bediente Berdayes durch die Beine eines Luzerners, welcher in der 70. Minute mühelos zum 2:0 einschob.

Luzern hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen und lief Sion vollends ins offene Messer. In der 78. Minute rollte die nächste Walliser Welle: Nach einem geblockten Di-Giusto-Schuss konterte Sion über Kabacalman und Surdez in einer Vier-gegen-Zwei-Situation. Surdez bediente Lukembila, der eiskalt zum 3:0 vollendete - der Deckel war definitiv drauf. Lars Villigers Kopfballchance (87.), die Sitten-Torwart Anthony Racioppi im Stile eines Handballhüters entschärfte, blieb nur noch Ergebniskosmetik.

Mit diesem souveränen 3:0-Erfolg tütet der FC Sion die ersten drei Punkte der neuen Super-League-Saison ein und schiebt sich vorübergehend auf den 5. Tabellenplatz vor. Die Tholot-Truppe verschafft sich damit das nötige Selbstvertrauen für das anstehende Spiel unter der Woche. Für den FC Luzern war es hingegen die zweite Pleite im zweiten Spiel, womit man von einem klassischen Fehlstart sprechen muss.

Brack Super League Damian Möschinger FC Luzern FC Sion Fussball

2026-08-02 18:44:45

Event

02.08.2026 16:30
FC Sion 3:0 FC Luzern

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