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'Es ist kein Geheimnis, dass ich gerne für YB spiele. Das ist mein Club'

Die Stimmen zum Berner Derby

Nach dem 0:6 zwischen dem Meister aus Thun und dem BSC Young Boys spiegelten sich die zwei Gefühlswelten auch in den Interviews nach der Partie wieder.

"Wenn man hier 0:6 verliert, hat man nicht viel richtig gemacht", bilanzierte Lucien Dähler nach dem Berner Kantonsderby im Interview mit dem SRF. Der Aussenverteidiger des FC Thun ging mit sich und der gesamten Mannschaft hart ins Gericht: "Wir haben in der ersten Halbzeit, wie auch phasenweise in der zweiten Halbzeit, viel zu wenig fürs Spiel gemacht. Da sprechen wir von Tugenden, davon, Duelle zu gewinnen, und als Mannschaft zusammen auf dem Platz zu stehen und gegen den Ball zu arbeiten, wenn man merkt, dass es schwierig wird. Das haben wir heute vermissen lassen." Der Meister sei nie so ins Spiel gekommen, wie man es wollte.

Man müsse dieses Spiel gut analysieren, mahnte Dähler. Gleichwohl strahlte er bereits viel Zuversicht aus, am Donnerstag auf der internationalen Bühne als ganze Mannschaft wieder einen besseren Auftritt zu zeigen. Dann wird der isländische Meister Vikingur Reykjavik im Berner Oberland gastieren.

Ganz anders war die Gemütslage auf der Seite des starken Gewinners. Einer der Torschützen in der ersten Halbzeit war Lewin Blum, der allerdings auch mit einem Assist und einer Rettungstat vor dem eigenen Tor aus dem Kollektiv herausstach. "Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Dass ich dabei Scorerpunkte sammeln konnte, ist super. Zu Null zu spielen als Verteidiger und so viele Tore zu schiessen, ist ebenfalls super. Wir dürfen es definitiv geniessen. Ich bin stolz aufs Team", kommentierte er seinen Auftritt.

Dass die Rolle des Leihrückkehrers im YB-Kader noch nicht festgenagelt ist, kann der Rechtsverteidiger offensichtlich gut ausblenden. Angesprochen auf seine Zukunft meint Blum aber deutlich: "Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass ich gerne für YB spiele. Das ist mein Club."

Ausgesprochen zufrieden war auch YB-Trainer Gerardo Seoane, auch wenn er den deutlichen Sieg etwas relativierte und auf die strengen Wochen des Gegners verwies. "Es geht darum, sich mit unserer Spielweise in die richtige Richtung zu entwickeln. Das ist ein Synonym für Dynamik, Power nach vorn und den Willen, Tore zu schiessen", zeigte er sich mit dem Auftritt gegenüber dem SRF zufrieden.

Seoane ging sogar noch etwas mehr ins Detail: "Die Marschrichtung ist diese, dass wir den Gegner wieder vor Probleme stellen möchten. Dass wir vielleicht nicht jedes Tor immer super herausspielen, aber den Gegner so unter Druck setzen, dass er auch Fehler macht. Und dass wir unsere Qualitäten, die wir haben, entsprechend einsetzen. Wir haben Spieler mit einer extremen Wucht, aber auch technische Spieler." Gegen den Meister Thun hat dieser Plan schon einmal hervorragend funktioniert. Nach zwei Saisonspielen hat das Team aus der Bundesstadt bereits zehn Treffer erzielt.

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2026-08-01 23:51:29

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01.08.2026 20:30

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