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Die Thuner haben dem Offensivfeuerwerk der Young Boys nichts entgegenzusetzen

Gala-Auftritt von YB

Das erste Berner Derby der Saison ist eine ausgesprochen einseitige Partie. Der BSC Young Boys fertigt den Schweizer Meister in dessen Stadion am Nationalfeiertag mit 6:0 ab.

Elf Tore fielen beim letzten Pflichtspiel zwischen dem FC Thun und dem BSC Young Boys im Mai. Damals hatten aber beide Teams etwas zu feiern. Die Thuner jubelten nach dem letzten Heimspiel der Saison mit dem Meisterpokal und YB feierte einen 8:3-Sieg. Die angereisten Fans im Visana Stadion durften sich also auf eine torreiche Partie einstellen. Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht, freuen konnten sich darüber aber nur die Gäste aus Bern.

Nach einem intensiven Auswärtsspiel in der Qualifikation der Champions League wirbelte Gian-Luca Privitelli die Aufstellung des FC Thun regelrecht durcheinander. Gleichwohl legten die Gäste aus Bern den deutlich energievolleren Auftritt hin. Joel Monteiro (10.) sorgte für einen geglückten Berner Start. Via dem weiten Pfosten erzielte er aus relativ spitzem Winkel ein sehenswertes 1:0. Davon angestachelt drückten die Gäste im Berner Oberland weiter. Es waren aber die Torhüter auf beiden Seiten gefragt, YB kam dem nächsten Treffer allerdings deutlich näher.

Nach einem Zweikampf im Thuner Strafraum hätte Samuel Essende gerne einen Elfmeterpfiff gehabt. Dieser blieb aber aus, stattdessen konnten die Thuner zu einem Einwurf klären. Allfällige Diskussionen erübrigten sich sofort, denn im Anschluss an diesen Einwurf jubelte Lewin Blum (24.) über seinen zweiten Saisontreffer. Der Leihrückkehrer kämpft auf der überbesetzten Position des Rechtsverteidigers um einen langfristigen Platz im YB-Kader. Mit diesem Tor hat er wieder ordentlich Werbung in eigener Sache betrieben.

Etwas mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als das Topspiel am Samstagabend entschieden schien: Edimilson Fernandes (33.) hatte soeben auf 3:0 für die Young Boys erhöht. Dieser Spielverlauf schockte den Meister, bis zur Pause fielen aber keine weiteren Treffer mehr.

Mit drei Wechseln zur Pause wollte Privitelli seine Schützlinge besser in die Partie bringen. Ein Halten von Nicolas Bürgy im eigenen Strafraum brachte die Thuner allerdings weiter in Bedrängnis. Der Unparteiische zeigte auf den Elfmeterpunkt. Samuel Essende (55.) lief zum Strafstoss an und verwandelte souverän. Der Knoten des Mittelstürmers ist definitiv geplatzt. Doch er kann nicht nur Tore erzielen, in der 68. Minute glänzte er als Assistgeber. Essende legte für Kastriot Imeri auf. Letzte Saison noch als Leihspieler Meister mit den Thunern, erhöhte er auf 5:0.

In der Schlussphase mussten die Thuner gar noch mit einem Mann weniger agieren. Michael Heule hatte sich womöglich an den Rippen verletzt. Weil das Heimteam sein Wechselkontingent bereits genutzt hatte, ging es zu zehnt weiter. Somit in Unterzahl fiel der letzte Treffer des Abends. Essende (90.) setzte mit seinem bereits vierten Saisontreffer den Schlusspunkt in der Partie.

Lange Zeit, um sich von dieser deutlichen Pleite zu erholen, haben die Thuner nicht, am Donnerstag geht es gegen Vikingur Reykjavik in der Qualifikation der Europa League weiter. YB hat derweil ein ganz dickes Ausrufezeichen setzen können und steht nach zwei Spielen mit dem Punktemaximum an der Spitze der Liga.

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2026-08-01 22:45:45

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