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Contini, Magnin oder Scheiblehner als Damoklesschwert über den Super-League-Trainern

Vertragslose Super-League-Trainer

Die neue Saison hat begonnen. Noch sitzen alle Trainer sicher im Sattel, doch früher oder später wird die erste Entlassung erfolgen. Wir blicken daher auf sieben ehemalige Super-League-Trainer, die derzeit keinen Verein haben und im Zweifel in die Liga zurückkehren könnten.

Giorgio Contini - zuletzt BSC Young Boys

Contini hat bereits fünf derzeitige Super-Ligisten trainiert. Der 52-Jährige war bereits für den FC Vaduz, den FC St.Gallen, den FC Lausanne-Sport, den Grasshopper Club Zürich und den BSC Young Boys verantwortlich. Damit bringt der Trainer jede Menge Erfahrung mit. Giorgio Contini hat den Ruf, aus wenig finanziellen Möglichkeiten viel herausholen zu können. Das sind Eigenschaften, die wohl viele Vereine schätzen würden, sollte ein neuer Trainer gesucht werden. Sein letztes Engagement, jenes bei YB, scheiterte nach knapp einem Jahr. Die Berner lieferten Leistungen ab, die nicht den Erwartungen entsprachen. Allerdings muss Contini zugutegehalten werden, dass es auch unter Gerardo Seoane in der Saison 2025/26 nicht besser wurde.

Dennis Hediger - zuletzt FC Zürich

Beim FC Zürich wurde Dennis Hediger im letzten Jahr ins kalte Wasser geschmissen. Der Trainerneuling durfte seine ersten Gehversuche in der Super League wagen. Von grossem Erfolg waren diese nicht geprägt. Nach nur 24 Spielen und einem Punkteschnitt von weniger als einem Zähler pro Partie wurde das Experiment bei den Limmatstädtern wieder beendet. Andere Trainer haben sich beim FCZ in der letzten Saison aber nicht besser angestellt. Es war ein schwieriges Pflaster, bei dem Hediger hätte glänzen sollen.

Nach der Zeit beim FC Zürich stellt sich Dennis Hediger natürlich die Frage, wie seine Trainerkarriere weitergehen soll. Ob ein nächster Super-Ligist ihm gleich die Geschicke überlässt, ist fraglich. Wahrscheinlich müsste der 39-Jährige den Umweg über die Challenge League gehen, wenn er wieder als Cheftrainer arbeiten möchte. Auch möglich ist, dass Hediger freiwillig ins zweite Glied zurückrückt und als Assistent bei einem grösseren Verein seinen Rucksack weiterfüllt.

Ludovic Magnin - zuletzt FC Basel

Vier Trainerstationen hat Ludovic Magnin bereits erlebt: den FC Zürich, den SCR Altach, den FC Lausanne-Sport und zuletzt den FC Basel. Titel konnte der langjährige Schweizer Nationalspieler dabei noch nicht feiern. Teilerfolge waren ihm dennoch vergönnt, so rettete er beispielsweise Altach aus scheinbar aussichtsloser Lage vor dem Abstieg. Nach der Zeit beim FC Basel gibt es innerhalb der Schweiz eigentlich keinen reizvolleren Trainerposten mehr, und trotzdem könnte seine nächste Station innerhalb der Schweiz liegen. Sollte ein ambitionierter Verein seinen Trainer entlassen oder verlieren, wäre Magnin eine gute Option. Der Lausanner könnte sich aber wohl auch eine weitere Anstellung im Ausland vorstellen. Bei ihm wird spannend zu sehen sein, wann und wo er wieder aufs Trainerkarussell aufspringt.

Fabio Celestini - zuletzt ZSKA Moskau

Wechseln wir zu Magnins Vorgänger. Auch Fabio Celestini, der den FC Basel aus dem Tabellenkeller zum Doublegewinn führte, steht derzeit ohne Verein da. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass Celestini so schnell wieder in die Schweiz zurückkehren wird. Zum einen möchte der Trainer selbst lieber im Ausland coachen, zum anderen dürften gleich mehrere Vereine Vorbehalte gegenüber dem Westschweizer haben. Sein Wechsel nach Russland zum Armeeclub ZSKA Moskau ist nicht überall gut angekommen.

Fabio Celestini verabschiedete sich mit dem Double aus Basel. (Claudio De Capitani/freshfocus)

Es würde also hohe Wellen schlagen, wenn man den taktisch starken Trainer verpflichtet. Dazu gilt Fabio Celestini nicht zwingend als unkompliziert. Das ein oder andere Problem würde man sich mit dem 50-Jährigen also ins Haus holen. Seine Erfolge in der jüngeren Vergangenheit sprechen aber für Celestini. Neben den zwei Titeln mit dem FC Basel konnte er in Russland mit ZSKA Moskau den Supercup gewinnen. Zuvor hat er bereits mit dem FC Luzern den Schweizer Cup gewinnen können. Das war der erste Titel in Celestinis Trainerkarriere.

Gerald Scheiblehner - zuletzt Grasshopper Club Zürich

Mit Gerald Scheiblehner blicken wir auf einen ersten ausländischen Super-League-Trainer. Der Österreicher hat das zweifelhafte Vergnügen gehabt, den Grasshopper Club Zürich auf Kurs zu bringen. Scheiblehner hielt die Zürcher auf dem elften Platz. Es war nicht immer schön anzusehen, doch es erfüllte mehr oder weniger den Zweck. Viel mehr war aus dem schwachen GC-Kader schlichtweg nicht herauszuholen, wie auch seine zwei Nachfolger dann feststellen mussten. Scheiblehner hat sich in der Szene durch seine Engagements in Linz und Zürich Respekt verschafft. Bereits während seiner GC-Zeit gab es Abwerbeversuche aus Wien. Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz könnte der gebürtige Linzer seine nächsten Schritte als Cheftrainer gehen.

Mario Frick - zuletzt FC Luzern

Nach knapp fünf Jahren endete nach der letzten Saison die Liaison zwischen dem FC Luzern und Mario Frick. Beide Seiten haben sich nach einer Veränderung gesehnt. Der Liechtensteiner machte auf den Pressekonferenzen auch keinen Hehl daraus, dass er nicht aufs Arbeitsamt gehen wolle und direkt ein neues Abenteuer starten möchte. Trotzdem steht Mario Frick derzeit noch ohne Verein da.

Am liebsten hätte der Trainer in Deutschland angeheuert und ansonsten wäre Italien seine 1b-Lösung gewesen. Keine der beiden Optionen hat sich bislang für Frick ergeben, und so wird der langjährige Super-League-Trainer auf die ersten Entlassungen in dieser Saison warten müssen, um eine neue Mannschaft zu übernehmen. Womöglich wird bei einer längeren Arbeitslosigkeit auch die Schweiz zum Thema. Eine Anstellung beim FC St.Gallen schloss Mario Frick aber wegen der Rivalität zu Luzern aus.

Uli Forte - zuletzt FC Winterthur

Als letzten Namen dieser Liste nehmen wir Uli Forte auf. Nachdem er in einem Himmelfahrtskommando den FC Winterthur 2024/25 noch vor dem Abstieg rettete, konnte er in der folgenden Saison nicht an die Erfolge anknüpfen. Er wurde entlassen und durch Patrick Rahmen ersetzt. Die Entlassung hat Uli Forte wohl nicht nachhaltig aus der Bahn geworfen, er ist lange genug im Geschäft, um damit umgehen zu können. Acht verschiedene Profivereine hat Forte in der Schweiz bereits trainiert. Früher oder später wird der 52-Jährige einen neuen Verein finden. Wie bei Hediger stellt sich die Frage, ob es aktuell für die Super League reicht, aber auch ein ambitionierter Zweitligist kann eine reizvolle Aufgabe sein. Es hegen im Unterhaus genügend Clubs Aufstiegsambitionen, damit eine sportliche Leitung irgendwann mit der Tabellensituation unzufrieden sein wird.

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2026-07-28 10:45:25