Der Schweizerische Fussballverband hat die umstrittene Szene aus dem Spiel zwischen YB und Sion aufgearbeitet. Dabei kommt das Ressort Spitzenschiedsrichter zum Schluss, dass ein Penaltypfiff die "technisch klarste Lösung" gewesen wäre - und YB-Neuzugang Cédric Zesiger damit Glück hatte.
Die Diskussion um die Szene in der 54. Minute der Partie zwischen den Young Boys und dem FC Sion erhält neue Nahrung. Winsley Boteli kam nach einem Kontakt mit Cédric Zesiger im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Anojen Kanagasingam liess jedoch weiterspielen.
In der neuen Ausgabe von "Ref’s Insights" analysiert das Ressort Spitzenschiedsrichter des SFV die Situation nun im Detail. Das Urteil fällt deutlich aus: "Die technisch klarste Lösung ist Penalty."
Für YB-Neuzugang Cédric Zesiger hätte das Spiel damit deutlich bitterer enden können. Der Innenverteidiger war erst vor wenigen Tagen nach Bern zurückgekehrt und stand gegen Sion erstmals wieder in einem Pflichtspiel für die Young Boys auf dem Platz.
Trotz der Einschätzung zugunsten eines Penaltys verteidigt der SFV den Entscheid des Videoassistenten, nicht einzugreifen. Der VAR habe die Szene korrekt erkannt und effizient kommuniziert. Ausschlaggebend sei gewesen, dass Boteli den Kontakt übertrieben dargestellt habe und der Ball für ihn nicht mehr in unmittelbarer Spielreichweite gewesen sei. Deshalb habe aus Sicht des VAR kein "klarer und offensichtlicher Fehler" des Schiedsrichters vorgelegen.
Die Analyse zeigt damit, wie schmal der Grat zwischen Penalty und Weiterspielen in solchen Situationen sein kann. Sion hätte gegen YB durchaus einen Elfmeter zugesprochen bekommen können - am Ende blieb der Pfiff jedoch aus.
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