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Lugano schlägt Vaduz mit Mühe

Vaduz beendet Partie mit Feldspieler im Tor

Der FC Lugano hat sein Auftaktspiel in der neu erbauten AIL Arena erfolgreich gestaltet, musste gegen einen mutigen Aufsteiger FC Vaduz am Ende aber noch einmal kräftig zittern. Matchwinner für die Tessiner waren überraschenderweise die beiden Innenverteidiger Papadopoulos und Mai, ehe eine Rote Karte gegen den Vaduzer Torhüter Schaffran und ein Feldspieler im Tor für ein spektakuläres Finish sorgten.

Obwohl Lugano optisch dominant auftrat, besass Vaduz in einer rasanten Phase nach einer Viertelstunde die deutlich gefährlicheren Möglichkeiten. Erst scheiterte Dejan Djokic mit einem Kracher am Pfosten (16.), ehe Marcel Monsberger (19.) und erneut Djokic (22.) aus aussichtsreichster Position das Tor verfehlten.

Die Strafe für die mangelnde Effizienz folgte auf dem Fuss: Nach einer Standardsituation brachte Lars Lukas Mai den Ball per Kopf zurück in den Gefahrenbereich, wo Antonios Papadopoulos am schnellsten reagierte und das Leder in Stürmer-Manier per Volley zum 1:0 versenkte (29.). Nur acht Minuten später legten die Luganesi nach - und wieder brannte es nach einer Ecke: Renato Steffen bediente Lars Lukas Mai, der am kurzen Pfosten völlig frei zum wuchtigen 2:0-Kopfball vollstreckte (37.).

Dalipi bringt Hoffnung

Im zweiten Durchgang drückte Lugano zunächst auf die Entscheidung, scheiterte aber unter anderem durch den eingewechselten Kevin Behrens per Kopf an der Latte (76.). Mitten in dieser Phase stach der Aufsteiger zu: Lutfi Dalipi zog von der linken Seite nach innen und schlenzte die Kugel in der 71. Minute mit seinem starken Linksfuss präzise zum 2:1-Anschlusstreffer ins lange Eck.

Die Ereignisse überschlugen sich schliesslich in der 82. Minute: Nach einem fulminanten Antritt von Luganos Neuzugang Dereck Moncada stürzte Vaduz-Keeper Leon Schaffran aus dem Tor und brachte den Angreifer kurz vor dem Strafraum als letzter Mann zu Fall - Rote Karte wegen Notbremse (82.) Da Vaduz das Wechselkontingent bereits vollständig ausgeschöpft hatte, musste Innenverteidiger Liridon Berisha das Goalie-Trikot überstreifen (84.). Den fälligen Freistoss setzte Denis Grgic direkt an die Latte - Riesenglück für den improvisierten Not-Keeper (85.) In den verbleibenden Minuten warfen die Gäste in Unterzahl alles nach vorne, doch die Abwehr der Tessiner hielt dem Ansturm stand.

Der FC Lugano startet mit drei wichtigen Punkten in die Meisterschaft und untermauert direkt seine Ambitionen im oberen Tabellendrittel. Für den Aufsteiger FC Vaduz bleibt trotz einer couragierten Leistung, reichlich Moral und einem Pfostenschuss die Erkenntnis, dass auf diesem Niveau jede Unachtsamkeit in der Abwehr eiskalt bestraft wird.

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2026-07-26 18:36:41