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Viel Selbstvertrauen hat man in Basel und Zürich nicht tanken können

Testspiel-Powerranking

Mit dem FC Thun lanciert am Dienstagabend der Schweizer Meister auf der internationalen Bühne die Saison. Bevor es mit den Pflichtspielen losgeht, blicken wir auf die Kräfteverhältnisse anhand eines Powerrankings der Testspiele.

12. FC Zürich: 1.143 Pkt.

Um den unterschiedlichen Spieldauern der Testspiele Rechnung zu tragen, haben wir für dieses Ranking den Punkteschnitt auf 90 Minuten heruntergebrochen. Am Ende der Tabelle liegt damit der FC Zürich. Marcel Koller liess seine neuen Schützlinge intensiv testen. Nach einem resultatmässig erfolgreichen Start in die Vorbereitung setzte es für den Stadtclub zuletzt vier Niederlagen in Folge ab. Es erhielten ausserordentlich viele Jugendspieler die Möglichkeit, sich im Umfeld der ersten Mannschaft zu präsentieren. Einer von denen, die auf sich aufmerksam machen konnten, ist der 17-jährige Stürmer Din Ramic. Er traf am Blitzturnier gegen den SC YF Juventus und sogar doppelt gegen den FC Thalwil.

11. Grasshopper Club Zürich: 1.219 Pkt.

Nach zwei Siegen zum Start in die Vorbereitung setzte es für den Grasshopper Club Zürich gegen Ende der Vorbereitung gleich drei Niederlagen in Folge ab. Der Höhepunkt für die Mannschaft von Peter Zeidler war sicherlich die Reise nach Griechenland, wo man zumindest in der ersten Halbzeit Panathinaikos Athen Paroli bieten konnte. Hektisch wurde es im letzten Test in Altach: Aufgrund eines Gewitters mussten sich die Spieler plötzlich vor golfballgrossen Hagelkörnern in die Katakomben retten.

10. FC Basel 1893: 1.250 Pkt.

Die Bebbi mussten ihr Vorbereitungsprogramm gleich zweimal umstellen, so wären eigentlich auch noch Partien gegen den SC YF Juventus und den FC Aarau geplant gewesen. Das Kräftemessen mit den Aarauern fiel aufgrund zu vieler Verletzungen und Krankheitsfälle beim FCA aus. Das torlose Remis gegen Juventus ist sicherlich der Achtungserfolg in der Basler Vorbereitung. Ansonsten waren es keine glorreichen Vorbereitungsresultate. Gegen Winterthur rettete den FCB auch ein spätes direktes Freistosstor des 17-jährigen Jean Doucoure.

9. Servette FC: 1.313 Pkt.

Mit zwei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen weist der Servette FC nach den Testspielen eine ausgeglichene Bilanz auf. Negativ schlägt sich in den Zahlen nieder, dass bei der 1:2-Niederlage gegen Etoile Carouge über 120 Minuten gespielt wurde. Ein Achtungserfolg ist sicherlich auch die nur knappe Niederlage gegen Olympique Lyonnais. Nur dank eines Elfmeters konnte Corentin Tolisso die Partie in der zweiten Halbzeit auf die Seite des Ligue-1-Teams kippen lassen.

8. FC St.Gallen 1879: 1.500 Pkt.

Auf dem achten Rang befindet sich das erste Team aus dem Schweizer Europacup-Quartett. Die Hauptprobe vor dem Duell mit Benfica Lissabon endete für den FC St.Gallen am vergangenen Freitag mit einer 0:3-Niederlage gegen Norwich City. Ganz so deutlich hätte das Resultat gegen das Team aus der englischen Championship aber nicht ausfallen müssen. Dafür bessert der späte Siegtreffer von Diego Besio auf der Schützenwiese die St.Galler Testspielbilanz etwas auf.

7. FC Thun: 1.667 Pkt.

Unmittelbar vor dem Cupsieger hat sich der Meister eingereiht. Die Ära unter dem neuen Trainer Gian-Luca Privitelli startete mit einem Triumph, denn die Thuner krallten sich zum Start in die Vorbereitung den Sieg am Burkhalter-Cup. Zum Abschluss der Vorbereitung reisten die Berner Oberländer nach Rust, wo mit dem 1:1 gegen Bundesliga-Aufsteiger Elversberg ein Achtungserfolg gelang. Intensiv geht es für die Thuner gleich weiter, sie bestreiten zum Start in die Saison gleich sieben englische Wochen in Folge.

6. FC Vaduz: 1.875 Pkt.

Uns ist selbstverständlich bewusst, dass dieses Powerranking kaum Aussagekraft über die wirklichen Stärkeverhältnisse vor dem Saisonstart hat. Dennoch vermittelt der Blick auf die Testspielresultate gewisse Eindrücke. Wenige Tore fielen bei den Einsätzen des Aufsteigers. Brisant war vor allem der Abschluss der Vorbereitung für den FC Vaduz: Das Team aus dem Fürstentum Liechtenstein bezwang am Freitag den FC Lugano mit 2:1. Auf die Tessiner treffen sie zum Saisonauftakt am Sonntag gleich nochmals.

5. FC Lugano: 2.000 Pkt.

Trotz der Niederlage gegen den FC Vaduz reiht sich der FC Lugano vor dem Aufsteiger ein. Das 1:2 am vergangenen Freitag war die einzige Pleite in der Vorbereitung für die Equipe von Mattia Croci-Torti. Im Rahmen des Trainingslagers in Weiler-Simmerberg testeten die Bianconeri gleich gegen zwei deutsche Clubs. Mit seinem Treffer bescherte Daniel dos Santos dem FC Lugano einen Sieg im Kräftemessen mit Bundesliga-Absteiger Heidenheim.

4. FC Lausanne-Sport: 2.143 Pkt.

Gemeinsam mit dem FC Zürich gehört der FC Lausanne-Sport in der Saisonvorbereitung zu den Vielspielern. Sieben Partien haben die Waadtländer bestritten, dabei setzte es nur zwei Niederlagen ab. Für den Höhepunkt reiste die Mannschaft nach Portugal, genauer gesagt nach Faro. Dort kam es zum Kräftemessen mit dem brasilianischen Topclub CR Flamengo. Am darauffolgenden Samstag waren gar zwei Testspiele geplant, die Lausanner gewannen aber nur eine der beiden Partien. Für ein Highlight sorgte auch der 17-jährige Jeremie Barererwa. Gegen den Amateurverein FC Renens erzielte er den einzigen Hattrick aller zwölf Teams.

3. BSC Young Boys: 2.229 Pkt.

Nach einem zaghaften Start in die Vorbereitung kamen die Young Boys immer besser in Schwung. Vor allem in den ausgedehnten Partien gegen Viktoria Pilsen und Etoile Carouge lief die Torproduktion auf Hochtouren. Zudem gelang es gleich in drei Partien, hinten die Null zu halten. Es spricht vieles dafür, dass die Berner auch dank fleissigen Aufrüstens die angestrebte defensive Stabilität gefunden haben. Mit drei Toren konnte Mittelstürmer Samuel Essende vor dem Saisonstart nach einer schwierigen Rückrunde sicherlich etwas Selbstvertrauen tanken.

Auch die YB-Spieler erfüllten in der Vorbereitung so manch ein Autogrammwunsch.

2. FC Luzern: 2.250 Pkt.

Einzig im Rahmen der Saisoneröffnung setzte es für den FC Luzern in der Saisonvorbereitung eine Niederlage ab. Beim Duell mit dem belgischen Club VV St. Truiden bestritt Testspieler Simon Simoni seine erste Partie mit seinen wohl neuen Teamkollegen. Der 1.95 Meter grosse albanische Torhüter könnte der Nachfolger von Pascal Loretz im FCL-Tor werden. Die Torhüterposition ist das grösste Fragezeichen, das es vor dem Saisonstart in der Mannschaft von Udo Portmann noch zu klären gibt.

1. FC Sion: 3.000 Pkt.

Mit einer makellosen Bilanz und einem Torverhältnis von 20:3 hat der FC Sion die Saisonvorbereitung abgeschlossen. Ein regelrechtes Schützenfest feierten die Walliser beim 9:0-Sieg gegen den Etoile Carouge FC aus der Challenge League. Das Toreschiessen fiel dem Team von Didier Tholot auch in der Folge leicht. Ein Gefühl, welches die Sittener gerne auch am Donnerstag auf den Rasen mitnehmen würden. In der zweiten Qualifikationsrunde der Conference League heisst der Gegner BATE Borisov.

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2026-07-21 08:55:17