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Ein fünfter Europacup-Startplatz rückt in weite Ferne

Vor dem Start in die Europacup-Saison

Vor dem Saisonstart in der Super League startet das Schweizer Quartett in die Europacup-Kampagne. Das Worst-Case-Szenario dürfte den Super-League-Teams international erspart bleiben, die allgemeine Entwicklung stimmt aber nicht positiv.

Die Schweiz startet in diesem Jahr lediglich mit einem Quartett in die Europacup-Saison. Der Grund dafür liegt bereits weiter zurück. In der Saison 2024/25 stürzte die Super League aus den Top 15 der UEFA-Fünfjahreswertung. Das Schweizer Quartett startet zwar auf dem 16. Rang der Wertung in die neue Saison, der angestrebte fünfte internationale Startplatz rückt gleichwohl immer weiter in die Ferne. Der Rückstand auf Zypern ist auf über vier Punkte angewachsen. Diese Lücke zu schliessen dürfte beim Blick auf die Ausbeute aus den vergangenen beiden Jahren beinahe ein Ding der Unmöglichkeit werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Super League in diesem Jahr international auf den FC Basel und den BSC Young Boys verzichten muss. Beide waren über zahlreiche Saisons die verlässlichsten Schweizer Punktesammler.

Zudem stimmt die Entwicklung aus den vergangenen beiden Spielzeiten keineswegs positiv. Seitdem durch die Einführung der Ligaphase die Ausschüttung der Punkte deutlich erhöht wurde, schnitt die Schweiz deutlich schwächer ab, als es die aktuelle Platzierung vermuten lässt. Beachtet man nur die Punkte aus den vergangenen beiden Saisons, läge die Schweiz an 22. Stelle. Es droht der Super League, falls nicht eine baldige Steigerung erfolgt, ein ähnlicher Absturz, wie ihn Österreich derzeit erlebt.

Der aktuelle Stand in der UEFA-Fünfjahreswertung vor der zweiten Qualifikationsrunde. (Quelle: transfermarkt.de)

Das Worst-Case-Szenario tritt wohl nicht ein

Dass der Schweizer Meister aus Thun und der Cupsieger aus St.Gallen bei der Auslosung der zweiten Qualifikationsrunde nicht mit Losglück überschüttet wurden, trübt die Aussichten zusätzlich. Am positivsten stimmt bislang sicherlich die Auslosung für den FC Sion und den FC Lugano. Nach BATE Borisov wartet mit Zimbru Chisinau und dem FC Noah eine weitere lösbare Aufgabe auf die Walliser. Auch der FC Lugano sollte sich sowohl gegen den KF Dukagjini als auch gegen den NSI Runavik oder den FC Koper durchsetzen. Damit würden beide in den Playoffs um den Einzug in die Conference League spielen. Beide dürfen sich aber definitiv keinen Fehltritt leisten.

Der FC Thun und der FC St.Gallen starten mit Dinamo Zagreb und Benfica Lissabon gegen auf dem Papier deutlich stärkere Gegner in die Europacup-Kampagne. Mit nur einem bezwungenen Gegner würde der Meister sich zumindest die Teilnahme an der Conference League sichern. Sollten die Berner Oberländer sich gegen den kroatischen Meister durchsetzen, könnten sie gegen den KI Klaksvik oder den FK Kauno Zalgiris bereits vorzeitig um die Ligaphase der Europa League spielen. Im Falle einer Niederlage würden die Thuner wohl auf den isländischen Meister Vikingur Reykjavik treffen, ein Duell, in welches das Schweizer Team als Favorit starten würde. Hapoel Beer-Sheva wäre hingegen abermals eine herausfordernde Aufgabe.

Ein rasches Ende des Europacup-Abenteuers könnte den Espen blühen. Tritt die erwartete Niederlage gegen Benfica Lissabon ein, wartet mit Sheriff Tiraspol oder Maccabi Tel-Aviv abermals eine tückische Aufgabe. Und auch im Falle eines Coups gegen die Portugiesen bekämen die Ostschweizer mit dem SK Sturm Graz und Heart of Midlothian keine einfache Aufgabe.

Mit Blick auf die Fünfjahreswertung wird die Saison 2026/27 dadurch erleichtert, dass die effektiv erspielten Punkte nur noch durch vier Teams geteilt werden. Die bisherigen Auslosungen sprechen dafür, dass die Schweiz um das Worst-Case-Szenario herumkommt. Es wäre theoretisch möglich, dass alle vier Schweizer Teams den Einzug in eine Ligaphase verpassen. Um aber tatsächlich eine Chance im Rennen um einen möglichen fünften Europacup-Startplatz zu haben, müssten wohl drei der vier Teams sich erfolgreich durch die Qualifikation spielen.

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2026-07-20 23:01:41