Das Transferfenster hat geöffnet, die Gerüchteküche brodelt - und bei den Fans schwingt wie in jedem Sommer eine gehörige Portion Nostalgie mit. Was wäre, wenn die verlorenen Söhne plötzlich wieder im heimischen Stadion auflaufen würden? Von Königstransfers in die Premier League bis hin zu erfahrenen Nationalspielern: Diese Spieler hätten die Fans der BSL-Teams nur zu gerne zurück.
Der Aufsteiger lechzt für die Rückkehr ins Oberhaus nach einem echten Knipser - und Fabrizio Cavegn hat in der Vergangenheit eindrücklich bewiesen, dass er genau weiss, wo das Tor steht. In seiner ersten Ära beim FC Vaduz verzückte er die Fans mit einer überragenden Quote: Sensationelle 37 Tore in 86 Pflichtspielen gingen auf das Konto des Angreifers. Er war die Lebensversicherung im Rheinpark Stadion.
Mittlerweile hat es den Offensivakteur nach England gezogen, wo er bei den Bristol Rovers in der vierthöchsten englischen Spielklasse (League Two) auf Torejagd geht. Auch wenn die physische Gangart auf der Insel seine Qualitäten weiter geschärft hat, bleibt eine direkte Rückkehr nach Liechtenstein zwar ein schöner, aber finanziell nicht realisierbarer Traum der Vaduzer Clubführung.
Beim Schweizer Rekordmeister herrscht seit geraumer Zeit sportlicher Ausnahmezustand. Um im harten Überlebenskampf der Liga zu bestehen und den dringend benötigten sportlichen Wiederaufbau voranzutreiben, braucht GC dringend eines: unbändige Erfahrung, defensive wie offensive Stabilität und vor allem Akteure mit echter GC-Identität. Jemand, der das blau-weisse Trikot mit Stolz trägt und Leaderfigur Amir Abrashi im emotionalen Bereich auf dem Platz entlasten kann. Der mittlerweile 34-jährige Haris Seferovic wäre als einstiges, hochgelobtes Eigengewächs der Hoppers die absolute Traumbesetzung für diese anspruchsvolle Rolle.
Der "Mann aus Sursee" hat in seiner langen Karriere fast alles gesehen - von der Bundesliga über die Primera Division bis hin zu grossen Turnieren mit der Schweizer Nationalmannschaft. Seine Physis, seine unbändige Mentalität und seine giftige Spielweise würden dem GC-Angriff sofort ein völlig neues Gesicht verleihen. Derzeit verdient der Routinier seine Brötchen bei United FC in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er finanziell in Sphären schwebt, die für die Hoppers aktuell schlicht nicht darstellbar sind.

Der FCZ fahndet nach den jüngsten Abgängen und Umbrüchen in der Hintermannschaft händeringend nach einem neuen, unumstrittenen Abwehrchef. Er soll die Defensive stabilisieren, das Spiel von hinten heraus eröffnen und den jungen Talenten als lautstarker Dirigent Orientierung bieten. Kein Geringerer als Nico Elvedi wäre die absolute, königliche Ideallösung für diese Grossbaustelle. Der Schweizer Nationalverteidiger durchlief sämtliche Nachwuchsstufen beim FC Zürich und kennt den Letzigrund wie seine eigene Westentasche, bevor er im Sommer 2015 den grossen Schritt zu Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga wagte.
Am Niederrhein entwickelte er sich über ein Jahrzehnt hinweg zu einem der verlässlichsten Innenverteidiger der Liga. Obwohl er in Gladbach nach wie vor unter Vertrag steht und dort eine feste Grösse ist, liebäugelt der zweikampfstarke Schweizer seit geraumer Zeit offen mit einer neuen Herausforderung - vorzugsweise in der englischen Premier League. Ein Transfer zurück zu seinen Wurzeln im FCZ-Trikot ist für die sportliche Leitung der Stadtzürcher im Moment daher reine Utopie, auch wenn man ihn mit Handkuss empfangen würde.
Der FC Lausanne-Sport würde den technisch versierten Schweizer WM-Fahrer ohne Sekunde des Zögerns zurücknehmen. Amdouni verzückte die Westschweizer Fans während seiner Zeit im Waadtland mit seiner unnachahmlichen Leichtigkeit, engen Ballführung und immensen Torgefährlichkeit. Satte 15 Tore in 38 Pflichtspielen im Lausanne-Trikot waren das beeindruckende Bewerbungsschreiben, das seinen rasanten Aufstieg beschleunigte. Über die Zwischenstation beim FC Basel schaffte er schliesslich den begehrten Sprung in die englische Premier League zum FC Burnley.
Da der englische Traditionsclub den bitteren Gang in die zweitklassige Championship antreten musste, steht die Zukunft des Nationalspielers derzeit auf dem Prüfstand. Sollte er keinen hochkarätigen Wechsel innerhalb der Top-Ligen vollziehen, müsste er im Unterhaus ran. Lausanne-Sport darf zwar von einer sensationellen Rückholaktion träumen, doch Amdounis sportlicher Anspruch liegt verständlicherweise deutlich höher.
Der erst 20-jährige Schweizer Shootingstar, der jüngst bei der Weltmeisterschaft für grosses Aufsehen sorgte, hat eine glänzende, weltmeisterliche Zukunft vor sich. Die Ironie an der Geschichte: Obwohl Johan Manzambi die renommierte Nachwuchsabteilung der Genfer durchlief, kam er für die Profis von Servette FC nie in einem offiziellen Pflichtspiel zum Einsatz. Der SC Freiburg erkannte das aussergewöhnliche Talent des Youngsters frühzeitig und lotste ihn im Teenageralter in die Bundesliga, wo er nun endgültig explodiert ist.
Die Genfer Fans würden das flinke Offensivjuwel nur zu gerne endlich im eigenen Stadion zaubern sehen, doch dieser Zug ist längst abgefahren und die Realität schwindelerregend: Manzambi steht unmittelbar vor einem historischen Rekordtransfer. Der Premier-League-Klub Aston Villa ist Medienberichten zufolge bereit, ein astronomisches Gesamtpaket von rund 70 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen nach Freiburg zu überweisen. Damit avanciert Manzambi zum Schweizer Rekordmann, wurde noch nie zuvor so viel Geld für einen Schweizer Spieler ausgegeben. Bei solchen Summen bleibt Servette nur die stolze Rolle des Ausbildungsvereins im Hintergrund.
Nach dem schmerzhaften Abgang von Toptalent Andrej Vasovic klafft in der Luzerner Offensive eine spürbare Lücke. Die Innerschweizer suchen händeringend nach neuen Spielern, die reichlich Torgefahr ausstrahlen und das Angriffsspiel beleben können. Wer wäre dafür besser geeignet als Rubén Vargas? Mit seinem enormen Tempo, seinen unberechenbaren Dribblings und seiner hervorragenden Übersicht auf dem Platz wäre der Nationalspieler die perfekte Verstärkung für die Mannschaft.
Bereits in seiner ersten Ära beim FC Luzern wusste der heute 27-Jährige vollends zu überzeugen: In 58 Pflichtspielen für die Blau-Weissen sammelte er starke 25 Scorerpunkte (zwölf Tore und 13 Assists). Auch wenn er im Verlauf seiner Karriere vielleicht nicht immer als der klassische, eiskalte Vollstrecker im Sturmzentrum agierte, so bringt er doch die wertvolle Qualität mit, jederzeit über die Flügel enorme Torgefahr auszustrahlen und gegnerische Abwehrreihen im Alleingang zu beschäftigen. Ein echtes Traum-Comeback, das der FCL sofort unterschreiben würde.
Der 29-jährige Mittelfeldakteur ist im modernen Fussball das, was man gemeinhin als "Schweizer Sackmesser" bezeichnet: Er ist extrem polyvalent einsetzbar, taktisch hochintelligent, diszipliniert und verrichtet seinen Job auf dem Feld mit einer beeindruckenden, fast stoischen Zuverlässigkeit. Bei den Berner Young Boys, die nach den jüngsten personellen Umbrüchen dringend nach spielstarken, charakterfesten Leadern suchen, stünde Aebischer ganz oben auf dem Wunschzettel. Er verkörpert die berühmte YB-DNA wie kaum ein Zweiter auf diesem Planeten.

Ab der U 17 durchlief er sämtliche Nachwuchsstufen in der Bundeshauptstadt und stand in insgesamt 194 Pflichtspielen für die erste Mannschaft auf dem Rasen. Er kennt jeden Winkel des Wankdorfs und weiss, wie man Titel gewinnt. Doch Aebischer hat sich im Ausland längst einen hervorragenden Namen gemacht. Im besten Fussballalter von 29 Jahren ist er im Ausland eine feste Grösse, was eine kurzfristige Rückkehr nach Bern zu einem sehr schwierigen und eigentlich sogar unmöglichen Unterfangen macht.
Am Rheinknie gäbe es auf der Wunschliste der Fans gleich mehrere absolute Traumkandidaten für eine emotionale Rückkehr - Namen wie Granit Xhaka, Mohamed Salah oder Manuel Akanji lassen die Herzen der rot-blauen Anhängerschaft sofort höher schlagen. Sucht man jedoch nach dem Puzzleteil, das dem aktuellen Kader sportlich am drängendsten fehlt, wäre eine Rückkehr von Breel Embolo derzeit wohl mit Abstand am wertvollsten. Der FC Basel benötigt dringend einen physisch starken, durchsetzungsfähigen Goalgetter im Sturmzentrum, der die gegnerischen Abwehrreihen im Alleingang binden kann.
Dass Embolo genau dieser Spielertyp ist und weiss, wo das Tor steht, hat er unlängst im Nationaldress bewiesen. Der 29-Jährige ist zudem nach wie vor der ungeschlagene Rekordverkauf der Basler Vereinsgeschichte, überwies der FC Schalke 04 doch im Sommer 2016 satte 26,5 Millionen Euro für den damals 19-jährigen Teenager. Embolo geniesst im Joggeli absoluten Kultstatus, doch sein aktueller Marktwert und seine Bezüge im Ausland machen ein sofortiges Comeback zu einem fernen Traum.
Der brasilianische Nationalspieler startete seine beeindruckende europäische Karriere einst im Wallis beim FC Sion, wo er als junges, ungeschliffenes Talent aus Südamerika ankam. Seine spektakulären Dribblings und Traumtore im Tourbillon sind den Sitten-Fans bis heute im Gedächtnis geblieben. Vom Wallis zog es ihn weiter zu RB Leipzig in die Bundesliga, und über namhafte Stationen schaffte er den Sprung in die absolute Weltklasse: Mittlerweile verdient er sein Geld in der Premier League beim englischen Giganten Manchester United.
Matheus Cunha, der auch zum brasilianischen WM-Kader gehörte, bringt eine spielerische Leichtigkeit und Genialität mit, die das Wallis im Sturm erobern und die Liga im Alleingang aufmischen würde. Sion-Präsident Christian Constantin würde wohl fast alles dafür geben, den Südamerikaner noch einmal im Sion-Trikot auflaufen zu sehen - doch dass ein aktueller United-Star im besten Alter in die Super League wechselt, gehört ins Reich der absoluten Fussball-Märchen.
Nach seinem Abschied aus dem Tessin im August 2023 hat der algerische Nationalstürmer eine schier fabelhafte Entwicklung genommen. Bei Union SG in der belgischen Liga reifte der pfeilschnelle Offensivakteur zu einer echten Tormaschine heran und schoss die gegnerischen Abwehrreihen regelrecht in Stücke. Folgerichtig folgte der nächste logische Karriereschritt mit dem Wechsel in die deutsche Bundesliga zum VfL Wolfsburg.
Zwar erlebte er mit den "Wölfen" jüngst eine sportliche Talfahrt, die im bitteren Abstieg mündete, doch Amouras persönlicher Aktienwert ist ungebrochen hoch. Lugano, das unter der ambitionierten Führung der neuen Eigentümer nach Höherem strebt und ein internationales Format anpeilt, könnte seine unberechenbare Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit im Angriffsdrittel perfekt gebrauchen. Die Realität zeigt jedoch, dass der Algerier trotz des Wolfsburger Abstiegs Angebote von europäischen Spitzenklubs erhalten dürfte, die eine Rückkehr ins Cornaredo unmöglich machen.
Nach dem schmerzhaften und sportlich schwerwiegenden Abgang des absoluten Top-Talents Alessandro Vogt klafft in der Offensive der Espen eine riesige Lücke, die schleunigst geschlossen werden muss. St.Gallen benötigt im berüchtigten, intensiven Pressingsystem einen physisch starken, robusten und emotionalen Angreifer, der weiss, wie man die Fans im Berit Sitterstadion anzündet. Ermedin Demirovic hat in der Ostschweiz bereits Spuren hinterlassen: Während seiner damaligen Leihe überzeugte er auf ganzer Linie und sammelte sagenhafte 21 Scorerpunkte (14 Tore, 7 Vorlagen) in nur 28 Partien.

Der bosnische Nationalstürmer, der mittlerweile äusserst erfolgreich für den VfB Stuttgart in der Bundesliga auf Torejagd geht, verkörpert genau die Mentalität, die Trainer und Fans in St.Gallen sehen wollen. Der 28-Jährige wäre in der Ostschweiz zu jeder Sekunde mit offenen Armen und wehenden Fahnen empfangen worden, ist sportlich wie finanziell mittlerweile aber in einer ganz anderen Liga unterwegs.
Der mittlerweile 33-jährige Venezolaner ist im Berner Oberland unvergessen. In der Saison 2013/14 wirbelte der wendige Stürmer ein halbes Jahr lang auf Leihbasis für den FC Thun und überzeugte mit starken 11 Scorerpunkten in 18 Super-League-Spielen. Seine anschliessende Karriere liest sich wie ein Drehbuch: In der nordamerikanischen MLS reifte er zu einer absoluten Liga-Legende, brach Torrekorde und wurde zum wertvollsten Spieler der Liga gekürt. Aktuell verdient der Routinier sein Geld in Mexiko bei Club Tijuana.
Der frischgebackene Schweizer Meister aus Thun steht vor historischen internationalen Aufgaben und könnte die immense Erfahrung, Kaltschnäuzigkeit und die unbändige Ausstrahlung des Venezolaners im Sturmzentrum hervorragend gebrauchen, um auch auf europäischer Bühne für Furore zu sorgen. Dass der einstige Thuner Publikumsliebling im Spätherbst seiner Karriere noch einmal die Schuhe im Berner Oberland schnürt, ist zwar der sehnlichste Wunsch aller Fans, scheitert in der Realität jedoch an den finanziellen Rahmenbedingungen des Meisters.
Brack Super League Breel Embolo BSC Young Boys Damian Möschinger Ermedin Demirovic Fabrizio Cavegn FC Basel 1893 FC Lausanne-Sport FC Lugano FC Luzern FC Sion FC St.Gallen 1879 FC Thun Berner Oberland FC Vaduz FC Zürich Fussball Grasshopper Club Zürich Haris Seferovic Johan Manzambi Josef Martínez Matheus Cunha Michel Aebischer Mohamed El Amine Amoura Mohamed Zeki Amdouni Nico Elvedi Ruben Vargas Servette FC