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Der FCB spielt auf dem Transfermarkt in einer eigenen Liga, aber auch YB ist der Konkurrenz enteilt

Die Transferbilanzen der BSL-Teams

Die Erlöse aus Transfers sind für die Vereine der Super League eine der wichtigsten Einnahmequellen. Auch in diesem Sommer ist dem einen oder anderen Team bereits ein lukrativer Verkauf gelungen. Wir blicken darauf, wer in den vergangenen fünf Jahren die positivste Transferbilanz ausweisen konnte.

12. Grasshopper Club Zürich: -0.54 Mio. Euro

Zwei Teams aus der Super League weisen über die vergangenen fünf Jahre eine negative Transferbilanz auf. Allerdings müssen die Zahlen mit einer gewissen Vorsicht genossen werden. Für diesen Artikel verlassen wir uns auf die Daten von transfermarkt.ch. Weil auf dem Niveau der Super League allerdings längst nicht alle Ablösemodalitäten an die Öffentlichkeit gelangen, gibt es immer wieder Lücken in den Daten.

Die Hoppers mussten nach der Rückkehr in die Super League 2021/22 investieren, vor allem wurde für Hayao Kawabe eine satte Ablöse bezahlt. Zuletzt spülten Abgänge wie jener von Kristers Tobers, Mathieu Choiniere oder Maksim Paskotsi eine hohe sechsstellige Summe in die GC-Kassen. Dennoch schliesst der Rekordmeister mit der schwächsten Transferbilanz ab.

11. FC Thun: -0.21 Mio. Euro

Das Minus in der Transferbilanz wird beim FC Thun demnächst nachhaltig verschwinden, dafür hat der Meistertitel der Berner Oberländer gesorgt. Auch in Thun musste nach dem Aufstieg in die Super League in die Mannschaft investiert werden. Dass Declan Frith nach dem Aufstieg für eine Million Euro zu Peterborough wechselte, sorgte für zusätzlichen Spielraum. Ein Jahr davor sorgte Daniel Dos Santos' Wechsel nach Lugano für einen Transferüberschuss. Zu Pius Dorns Wechsel zum FC Luzern aus dem Sommer 2022 ist derweil keine Ablösesumme bekannt.

10. FC Vaduz: +0.10 Mio. Euro

Ziemlich genau eine schwarze Null bilanziert beim FC Vaduz. Das Team aus dem Fürstentum Liechtenstein hat mehrheitlich mit ablösefreien Spielern und Leihdeals gearbeitet. In der Aufstiegssaison ist allerdings nicht bekannt, zu welchen Konditionen Milos Cocic, Nico Föllmi, Marcel Monsberger und Malik Sawadogo nach Vaduz gewechselt haben. Der einzige Akteur, bei dem eine Ablösesumme ausgewiesen wird, ist Simone Rapps Transfer zum Karlsruher SC.

9. FC Sion : +0.36 Mio. Euro

Anders als Thun und der Grasshopper Club Zürich hat der FC Sion in seiner ersten Saison nach dem Aufstieg ins Oberhaus ein sattes Plus ausweisen können. Der Transfer von Joel Schmied zum 1. FC Köln für eine kolportierte Ablösesumme von 2.5 Millionen Euro poliert die Walliser Bilanz der Saison 2024/25 ziemlich auf. Dieselbe Summe brachte Anton Miranchuk im Sommer 2025 ein. Die beiden Millionen-Abgänge erlaubten dem FC Sion einige Investitionen, die nun mit einer Teilnahme an der Qualifikation der Conference League belohnt werden.

8. FC Lugano: +2.88 Mio. Euro

Mit einem finanzstarken Investor im Rücken hat der FC Lugano in den vergangenen Jahren an seinem Kader geschraubt. Für das Plus in der Abrechnung 2023/24 hat vorwiegend Mohamed Amoura mit seinem Transfer zu Royal Union Saint-Gilloise gesorgt. Vier Millionen Euro brachte der Offensivspieler den Luganesi ein. Die grösste Investition des FC Lugano ist der Kauf von Mattia Zanotti. Für ihn sollen 1.9 Millionen Euro nach Mailand geflossen sein. In der abgelaufenen Saison brachte Albian Hajdari als neuer Rekordabgang der Bianconeri fünf Millionen Euro ein.

7. Servette FC: +6.87 Mio. Euro

Beim Servette FC sticht die Saison 2022/23 heraus, mit einem Transferüberschuss von über sechs Millionen Euro. Damals verliessen im Sommer Kastriot Imeri und Roggerio Nyakossi die Genfer. Imeri zog es nach Bern, Nyakossi wechselte zu Olympique Marseille. Zudem sprang im Winter auch noch Diogo Monteiro für eine Millionenablöse zu Leeds United ab. Die Genfer investierten zumindest einen Teil der Einnahmen im darauffolgenden Sommer, in dem unter anderem Keigo Tsunemoto verpflichtet wurde.

6. FC Lausanne-Sport: +13.17 Euro

Es ist ein ordentlicher Schritt von Rang sieben zu Rang sechs. Der FC Lausanne-Sport hat vor allem in zwei Spielzeiten ordentliche Gewinne erwirtschaften können. Im Sommer 2023 spielten nach dem Aufstieg Zeki Amdouni, Archie Brown und Aliou Baldé Millionenablösen ein. Zwei Jahre später waren es Alvyn Sanches, Antonio Bernede, Kaly Sene und im Sommer Bryan Okoh, welche die Kassen klingeln liessen. Aber auch den Waadtländern ist anzumerken, dass sie mit INEOS einen finanzstarken Investor im Rücken haben. Immer wieder sind Investitionen, wie jene in Stürmer Omar Janneh, möglich. Für den jungen Spanier überwiesen die Lausanner zwei Millionen Euro nach Madrid.

5. FC St.Gallen 1879: +13.70 Mio. Euro

Es ist ein Transfer, den der amtierende Cupsieger in eine ganz neue Sphäre gehoben hat. Willem Geubbels wechselte vor einem Jahr für neun Millionen Euro vom FC St.Gallen zum Paris FC in die Ligue 1. Ohne diesen Verkauf wären die Espen zwei Ränge weiter hinten klassiert. In der Statistik von transfermarkt.ch wird dem Umstand allerdings nicht Rechnung getragen, dass die AS Monaco an dieser Ablösesumme reichlich partizipieren konnte. Die Espen haben in den vergangenen vier Saisons allerdings immer einen siebenstelligen Transferüberschuss vorzuweisen können.

Willem Geubbels wurde nach zweieinhalb Jahren in Grün-Weiss zum St.Galler Rekordabgang.

4. FC Zürich: +15.78 Mio. Euro

Wir nähern uns dem Podest. In dieser Fünfjahreswertung hat es dem FC Zürich allerdings knapp nur zum vierten Rang gereicht. Der vergangene Winter mit den Transfers von Junior Ligue zum Venezia FC und Jahnoah Markelo zu Coventry City war aus Zürcher Sicht besonders lukrativ. Aber auch in den Jahren davor hatte der FC Zürich regelmässig Abgänge, die für einen ordentlichen Überschuss gesorgt haben. 2022 verliess Wilfried Gnonto den Stadtclub Richtung Leeds, ein Jahr später wechselte Aiyegun Tosin nach Lorient. Und auch der aktuelle Transfersommer dürfte dank des Transfers von Cheveyo Tsawa mit einem satten Plus enden.

3. FC Luzern: +16.90 Mio. Euro

Dass der FC Luzern sich hier auf dem Podest wiederfindet, ist vorwiegend ihrer ausgesprochen starken Jugendarbeit zuzuschreiben. Mit Ardon Jashari und Luca Jaquez wechselten in der Saison 2024/25 gleich zwei FCL-Eigengewächse für einen mittleren einstelligen Millionenbetrag ins Ausland. Im vergangenen Sommer spülte mit Sascha Britschgi ein weiterer Zentralschweizer eine Millionensumme ein. Für die Luzerner sind diese Einnahmen aber immens wichtig, so können auch immer wieder Defizite ohne Zuschüsse von aussen überbrückt werden.

2. BSC Young Boys: +49.38 Mio. Euro

Die zwei grössten Teams der Super League spielen auf dem Transfermarkt in einer eigenen Liga. Beim BSC Young Boys sticht vor allem die Saison 2023/24 heraus, in der ein Überschuss von über 30 Millionen zu Buche steht. Beinahe die Hälfte der Summe ist auf den Verkauf von Fabian Rieder zurückzuführen. Aber auch Aurele Amenda oder Cedric Zesiger waren in jener Saison lukrative Verkäufe. Trotz Plus versuchten die Berner in der vergangenen Saison zu investieren. Insgesamt 19 Millionen Euro wurden für neue Spieler ausgegeben und dennoch bilanzierte am Ende der Saison abermals ein Transferüberschuss. Für eine positive Bilanz konnte YB einzig in der Saison 2024/25 nicht sorgen.

1. FC Basel 1893: +103.35 Mio. Euro

Um dem FC Basel auf dem Transfermarkt das Wasser reichen zu können, müssten die Vereine auf den Rängen zwei bis sechs zusammenlegen. Durch die Weiterverkaufsbeteiligung bei Riccardo Calafiori sind für die Abgänge aus der Saison 2023/24 bislang eine Summe von 80.6 Millionen Euro zusammengekommen. Es ist selbsterklärend, dass der FC Basel die Möglichkeiten hat, Spieler in einem anderen Preissegment zu verpflichten, als es die Konkurrenz tut. Fallen allerdings die Einnahmen aus den internationalen Wettbewerben weg, ist man auch in Basel auf dieses Geld angewiesen.

Als Datenbasis des Artikels dienten alle Daten von transfermarkt.ch.

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2026-07-14 23:50:37