Aktuell werden die Kader der Teams der Super League wieder munter durchgemischt. In diesem Artikel rücken wir aber jene Spieler in den Fokus, die schon länger die gleichen Vereinsfarben tragen. Nachfolgend werden alle Spieler aufgelistet, die mindestens 150 Pflichtspiele in der Profimannschaft des aktuellen Clubs absolviert haben.
- Nicolas Hasler: 278 Spiele
- Benjamin Büchel: 231 Spiele
- Dejan Djokic: 159 Spiele
Unter Cheftrainer Marc Schneider, der den FC Vaduz seit Februar 2024 betreut, haben sich die Liechtensteiner ein stabiles Fundament aufgebaut. Die Belohnung für diese Entwicklung war der Aufstieg in die Super League. Aus dem Teamgefüge stechen drei Spieler heraus, bei denen schon eine grosse Anzahl an Partien für den FCV zusammengekommen ist. Mit Benjamin Büchel und Captain Nicolas Hasler haben zwei grosse Routiniers bereits weit mehr als 200 Spiele für Vaduz bestritten. Und auch Rückkehrer Dejan Djokic, der einst in Vaduz den Schritt aus dem Nachwuchs zu den Profis geschafft hatte, erfüllt die Kriterien für diesen Artikel.
- Amir Abrashi: 289 Spiele
Mit 544 Pflichtspielen ist Marcel Koller unangefochtener Rekordspieler des Grasshopper Club Zürich. Deutlich dahinter, aber dennoch sinnbildlich für die Identität der Zürcher, folgt Amir Abrashi auf Rang 16 der ewigen Einsatzliste. Der in Bischofszell aufgewachsene Mittelfeldspieler absolvierte bislang 289 Partien für die Hoppers und ist damit der mit Abstand erfahrenste Akteur im aktuellen Kader. Gleichzeitig zeigt diese Statistik auch eines der grössten Probleme des Rekordmeisters auf. In den vergangenen Jahren gelang es dem Rekordmeister nicht, ein stabiles Gerüst aufzubauen. Stattdessen folgte auf nahezu jeden Umbruch der nächste - zuletzt erneut nach dem Besitzerwechsel. Für die GC-Fans bleibt die Hoffnung, dass nun endlich wieder mehr Kontinuität einkehrt und der Verein langfristig eine Mannschaft formen kann, die über mehrere Jahre zusammenbleibt.
- Bledian Krasniqi: 176 Spiele
- Lindrit Kamberi: 170 Spiele
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Stadtrivalen. Zwar verfügt der FC Zürich über zahlreiche Spieler mit Stallgeruch, doch Akteure, die sich über mehrere Jahre hinweg in der ersten Mannschaft etabliert haben, sind auch dort Mangelware. Mit Lindrit Kamberi und Bledian Krasniqi haben lediglich zwei aktuelle FCZ-Spieler die Marke von 100 Pflichtspielen für den Verein überschritten. Das unterstreicht, wie gross die personellen Veränderungen in den vergangenen Jahren waren. Unter dem ehemaligen Sportchef Milos Malenovic blieb im Kader kaum ein Stein auf dem anderen.
- Thomas Castella: 245 Spiele
- Olivier Custodio: 235 Spiele
Beim FC Lausanne-Sport führt Torhüter Thomas Castella die vereinsinterne Rangliste mit den meisten Einsätzen klar an. Der 33-Jährige steht seit 2012 bei den Waadtländern unter Vertrag, dürfte als aktuelle Nummer zwei jedoch nur noch wenige Einsätze sammeln. Captain Olivier Custodio könnte in dieser Saison dagegen weiter Boden gutmachen. Der Mittelfeldspieler kehrte 2022 nach Lausanne zurück und zählt seither wieder zu den Leistungsträgern. Auch Morgan Poaty hat die Marke von 150 Pflichtspielen im Visier. Gemeinsam mit Jamie Roche bildet Poaty ein Duo, das die entsprechende Marke bei einem idealen Saisonverlauf anvisieren könnte.
- Miroslav Stevanovic: 348 Spiele
- Timothé Cognat: 317 Spiele
- Jeremy Frick: 306 Spiele
- Steve Rouiller: 280 Spiele
- Yoan Severin: 218 Spiele
Beim Servette FC bildet ein über Jahre gewachsenes Gerüst das Fundament der Mannschaft. Miroslav Stevanovic hat bereits angekündigt, seine Karriere dereinst in Genf beenden zu wollen. Der bosnische Flügelspieler belegt mit seinen zahlreichen Einsätzen bereits Rang sechs der ewigen Rekordspieler-Liste der Grenats. Nur knapp dahinter folgen Torhüter Jeremy Frick und Mittelfeldstratege Timothé Cognat.
Der Kader der Grenats ist eingespielt und kennt sich seit Jahren - ein klarer Vorteil. Gleichzeitig könnte genau das aber auch zur Herausforderung werden. In der enttäuschenden vergangenen Saison wirkte die Mannschaft phasenweise etwas überspielt und es fehlten frische Impulse.
- Stefan Knezevic: 182 Spiele
- Pius Dorn: 150 Spiele
Nur knapp schafft es ein zweiter Luzerner in diese Statistik. Captain Pius Dorn absolvierte beim Saisonabschluss gegen den FC Winterthur sein 150. Pflichtspiel für den FC Luzern. Ebenfalls viel Erfahrung im FCL-Trikot bringt Stefan Knezevic mit. Der Innenverteidiger kehrte 2024 nach Luzern zurück und ist seither aus der Defensive nicht mehr wegzudenken. Daran dürfte sich auch unter dem neuen Trainer Udo Portmann kaum etwas ändern.
- Christian Fassnacht: 313 Spiele
- Sandro Lauper: 245 Spiele
- Loris Benito: 225 Spiele
- Joel Monteiro: 170 Spiele
Im aktuellen Kader des BSC Young Boys stehen gleich vier Spieler mit mehr als 150 Pflichtspieleinsätzen für den Verein. Das könnte sich allerdings noch in diesem Transfersommer ändern. Joel Monteiro wird seit Längerem mit einem Wechsel ins Ausland in Verbindung gebracht und könnte die Berner verlassen.
An der Spitze der vereinsinternen Rangliste steht Christian Fassnacht. Seit seiner Rückkehr von Norwich City hat sich der Publikumsliebling noch einmal tiefer in die Herzen der YB-Fans gespielt. In der vergangenen Saison erzielte der Offensivspieler zudem seinen 100. Pflichtspieltreffer für die Berner - ein Meilenstein, den vor ihm erst fünf YB-Spieler erreicht hatten.
- Xherdan Shaqiri: 216 Spiele
- Albian Ajeti: 183 Spiele
Xherdan Shaqiri und Albian Ajeti sind die einzigen aktuellen FCB-Spieler, die die Kriterien für diese Statistik erfüllen. Das ist auch ein Sinnbild für die heute deutlich geringere Kontinuität im Basler Kader. Die Zeiten, in denen Identifikationsfiguren wie Beni Huggel, Marco Streller oder Valentin Stocker den Verein über viele Jahre prägten, sind längst vorbei. Mit dem Abgang von Dominik Schmid verlor der FC Basel in diesem Sommer zudem eine weitere wichtige Identifikationsfigur. Immerhin kehrt mit Jonas Omlin ein Spieler zurück, der den Club bestens kennt und weiss, was es bedeutet, das Trikot des FCB zu tragen.
- Baltazar: 211 Spiele
- Numa Lavanchy: 160 Spiele
- Ilyas Chouaref: 159 Spiele
Seit 2018 trägt Baltazar Costa das Trikot des FC Sion. Der Brasilianer hat sich damit in der ewigen Einsatzliste der Walliser bereits auf Rang 24 vorgearbeitet und unter anderem den langjährigen Torhüter Kevin Fickentscher überholt. Da sein Vertrag noch bis 2028 läuft, dürfte der 26-jährige Brasilianer in der Rangliste in den kommenden Jahren weiter nach oben klettern.
Neben Baltazar haben in der vergangenen Saison auch Numa Lavanchy und Ilyas Chouaref die Marke von 150 Pflichtspielen für den FC Sion geknackt. Das unterstreicht die neu gewonnene Kontinuität im Wallis. Nachdem der Club in früheren Jahren regelmässig von grossen personellen Umbrüchen geprägt war, setzt Sion inzwischen wieder verstärkt auf ein eingespieltes Gerüst.
- Uran Bislimi: 168 Spiele
Mit Mattia Bottani trat nach 402 Pflichtspielen für die Bianconeri in der vergangenen Saison eine der grössten Identifikationsfiguren des FC Lugano überraschend zurück. Dadurch ist Amir Saipi der Spieler im Kader mit den meisten Einsätzen für die Tessiner geworden, doch auch der kosovarische Nationaltorhüter ist mittlerweile weitergezogen. Er spielt künftig in der zweithöchsten spanischen Liga. Auch um Uran Bislimi, den einzigen aktuellen Lugano-Spieler mit mehr als 150 Einsätzen für den Verein, ranken sich immer wieder Transfergerüchte.
- Lawrence Ati Zigi: 253 Spiele
- Lukas Görtler: 242 Spiele
- Christian Witzig: 156 Spiele
Lawrence Ati Zigi, Lukas Görtler und Christian Witzig haben sich mit dem Cupsieg in der vergangenen Saison endgültig einen Platz in den Geschichtsbüchern des FC St.Gallen gesichert. Die drei Spieler stehen sinnbildlich für den Weg, den die Espen in den vergangenen Jahren eingeschlagen haben, und zählen zu den wichtigsten Identifikationsfiguren der Espen.
Ob Ati Zigi weitere Einsätze für den FC St.Gallen absolvieren wird, ist allerdings offen. Der ghanaische Nationaltorhüter besitzt nur noch einen Vertrag bis 2027 und wird immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Sollte er den Verein noch in diesem Sommer verlassen, könnte der Cupfinal sein letzter Auftritt im grün-weissen Trikot gewesen sein. Jordi Quintillà, der die kommende Saison auf Leihbasis auf Zypern bestreiten wird, würde mit seinen 244 Einsätzen in Grün-Weiss nach seiner Rückkehr ebenfalls wieder zu dieser Auflistung gehören.
- Marco Bürki: 211 Spiele
- Justin Roth: 166 Spiele
Nelson Ferreira ist mit 380 Pflichtspielen weiterhin unangefochtener Rekordspieler des FC Thun. Der schweizerisch-portugiesische Doppelbürger dürfte diesen Bestwert noch lange verteidigen. Von den aktuellen Thunern kommt ihm einzig Captain Marco Bürki mit bislang 211 Einsätzen zumindest ansatzweise nahe.
Ebenfalls den Sprung in diese Liste geschafft hat Justin Roth. Das Eigengewächs gehört seit Jahren zum Kader der Berner Oberländer und kommt regelmässig zum Einsatz. Auch in der Meistersaison spielte der Offensivspieler als wertvoller Joker eine wichtige Rolle und war für Trainer Mauro Lustrinelli immer wieder eine verlässliche Option.
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