sport.ch

Diese Transfers könnten die fehlenden Puzzleteile der Super-League-Klubs sein

Realistische Transfervorschläge für BSL-Teams

Die Super-League-Saison 2026/27 steht vor der Tür und lässt nur noch etwas weniger als drei Wochen auf sich warten. Um mit einem guten Gefühl in die neue Saison starten zu können, haben wir für jedes BSL-Team einen "realistischen" Transfervorschlag parat.

In diesem Artikel werden Spieler thematisiert, die einen gewissen Namen haben und aufgrund von Vertragslosigkeit, schwacher Form oder anderen Umständen den Verein wechseln könnten.

FC Vaduz - Theo Golliard

Der Aufsteiger muss mit kleinem Budget eine wettbewerbsfähige Mannschaft ins Rennen schicken. Die Ländle-Kicker können dabei auf ein solides Fundament aus der Challenge League bauen, weshalb wohl nur wenige Transfers getätigt werden. In der Offensive könnte allerdings noch Handlungsbedarf bestehen. Für den FCV würde sich daher ein Blick zum Absteiger aus Winterthur lohnen. Theo Golliard war dort einer der wenigen Lichtblicke. In 35 Partien traf er sechsmal und bereitete zwei weitere Tore vor. Für den offensiven Mittelfeldspieler würde der Wechsel nach Vaduz zudem eine Rückkehr darstellen. In der Saison 2023/24 lief er bereits für das Team von Marc Schneider auf - und dies durchaus erfolgreich.

Grasshopper Club Zürich - Pajtim Kasami

Was für Vaduz gilt, trifft auch auf den Grasshopper Club Zürich zu. Der Rekordmeister kann für die Kaderplanung ebenfalls nur begrenzte Mittel einsetzen. Auch hier könnte sich ein Transfer eines Spielers lohnen, der zuletzt für den FC Winterthur auflief.

Pajtim Kasami könnte der Mannschaft von Peter Zeidler gleich in mehrfacher Hinsicht weiterhelfen. Zum einen bringt er viel Erfahrung mit, zum anderen wäre er einer der wenigen Spieler im GC-Kader, die die geforderte Identifikation mit dem Verein mitbringen würden. Schliesslich spielte Kasami bereits in seiner Juniorenzeit für die Hoppers.

FC Zürich - Jeremy Guillemenot

Der FC Zürich hat eine äusserst turbulente Saison hinter sich. Unter dem neuen Cheftrainer Marcel Koller soll nun alles besser werden. Der ehemalige österreichische Nationaltrainer arbeitet derzeit mit einer sehr jungen und unerfahrenen Mannschaft. Erfahrene Spieler sind deshalb besonders gefragt.

Jeremy Guillemenot könnte sich daher als logisches Transferziel erweisen. Der gebürtige Genfer ist aktuell vereinslos und hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass er in der Super League regelmässig treffen kann. Vor allem im Falle eines Abgangs von Philipp Keny würde eine Verpflichtung des 27-Jährigen Sinn ergeben.

Lausanne-Sport - Koba Koindredi

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der FC Basel die Kaufoption für Koba Koindredi nicht ziehen wird. Der Mittelfeldspieler kehrt damit zu seinem Stammverein Sporting Lissabon zurück, wo allerdings ebenfalls keine Zukunft für ihn vorgesehen ist. Der 24-Jährige steht damit an einem Wendepunkt seiner Karriere.

Dem zweifellos talentierten Box-to-Box-Spieler könnte es guttun, nochmals einen Schritt zurückzumachen und seine Karriere in Lausanne neu zu lancieren. Koindredi lief bereits in der Saison 2024/25 für die Waadtländer auf und hatte grossen Anteil daran, dass sich der Klub für den Europacup qualifizierte.

Servette FC - Andi Zeqiri

Genau wie bei Koba Koindredi geriet auch die Karriere von Andi Zeqiri in der vergangenen Saison etwas ins Stocken. Der ehemalige Nati-Stürmer erlebte ein Jahr zum Vergessen. In 28 Einsätzen für den polnischen Erstligisten Widzew Lódz erzielte er lediglich drei Tore und fand sich meist auf der Ersatzbank wieder. Eine Rückkehr in die Schweiz könnte dem gebürtigen Lausanner guttun. Sowohl beim FC Basel als auch bei Lausanne-Sport hat Zeqiri bewiesen, dass er in der Super League regelmässig treffen kann. Als möglicher Abnehmer würde sich Servette anbieten. Die Genfer sind für die kommende Saison weiterhin auf der Suche nach einem treffsicheren Stürmer.

FC Luzern - Enrique Aguilar

Den FC Luzern kann man bislang als einen der Transfersieger dieses Sommers bezeichnen. Mit den Verpflichtungen von Loïc Lüthi und vor allem Leonardo Bertone sicherte sich der Tabellensiebte der vergangenen Saison zwei Spieler, die wohl auch bei anderen Super-League-Klubs hoch im Kurs gestanden wären.

Die Innerschweizer sind dafür bekannt, junge Spieler weiterzuentwickeln. Der schweizerisch-spanische Doppelbürger Enrique Aguilar wäre ein Kandidat, der den nächsten Karriereschritt machen möchte. Bei RB Salzburg dürften seine Aussichten auf regelmässige Einsatzzeit deutlich geringer sein als beim FC Luzern. Ein Leihgeschäft könnte sich deshalb für alle Beteiligten als Win-win-Situation erweisen.

BSC Young Boys - Isaac Schmidt

Mit Cedric Zesiger verpflichteten die Berner Young Boys in der vergangenen Woche bereits einen ehemaligen Nati-Spieler. Mit Isaac Schmidt könnte schon bald ein weiterer folgen. Die Aussenverteidigerposition gehörte in der vergangenen Saison zu den grössten Problemzonen der Berner. Zudem dürfte Jaouen Hadjam den Verein in Richtung Ausland verlassen. Ein Transfer von Isaac Schmidt könnte sich daher anbieten. Der ehemalige Spieler des FC St.Gallen und von Lausanne-Sport hat nach seiner Rückkehr von der Leihe bei Werder Bremen zu Leeds United wohl keine Zukunft mehr in England.

FC Basel - Lilian Njoh

Auch der zweite Ligakrösus, der FC Basel, hält nach einem neuen Aussenverteidiger Ausschau. Der Abgang von Dominik Schmid kam überraschend. Im Gegensatz zu YB gehört es beim FCB jedoch zum Geschäftsmodell, Spieler mit Entwicklungspotenzial und entsprechendem Wiederverkaufswert zu verpflichten.

Deshalb könnte sich eine Verpflichtung von Lilian Njoh von Servette FC als sinnvoll erweisen. Der 24-Jährige gehörte mit zehn Torbeteiligungen in der vergangenen Saison zu den torgefährlichsten Aussenverteidigern der Liga und würde gleichzeitig ins Anforderungsprofil der Bebbi passen.

FC Sion - Kevin Mbabu

Kommen wir zum dritten potenziellen Transfer eines Aussenverteidigers. Der FC Sion ist mit Nias Hefti und Numa Lavanchy auf den beiden Aussenbahnen zwar gut besetzt. Aufgrund der möglichen Dreifachbelastung könnte sich die Verpflichtung eines erfahrenen Spielers dennoch als sinnvoll erweisen.

Ein solcher wäre Kevin Mbabu. Der ehemalige YB- und Nati-Spieler ist nach seinem Abenteuer beim FC Midtjylland vereinslos. Der 31-Jährige könnte nun in die Schweiz zurückkehren. Der FC Sion wäre wohl einer der wenigen Super-League-Klubs, die das Gehalt des erfahrenen Aussenverteidigers stemmen könnte.

FC Lugano - Marc Giger

Dass die beiden Stürmer Georgios Koutsias und Kevin Behrens noch eine weitere Saison gemeinsam beim FC Lugano bestreiten, darf bezweifelt werden. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass der Grieche das Tessin verlassen wird. Damit würde im Angriff ein Platz frei, der von Marc Giger besetzt werden könnte.

Der Mittelstürmer von Union Saint-Gilloise kam in der vergangenen Saison unter anderem in der Champions League regelmässig zum Einsatz. Nachhaltig durchsetzen konnte sich der 21-Jährige in Belgien bislang allerdings nicht. Giger benötigt Spielpraxis, wenn er den nächsten Karriereschritt machen will - beim FC Lugano könnte er diese erhalten.

FC St.Gallen - Kwadwo Duah

Bislang haben die Espen noch keinen Ersatz für den abgewanderten Alessandro Vogt verpflichtet. Zwar stehen mit Diego Besio und Nevio Scherrer zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs bereit, um diese Lücke zu schliessen, ein erfahrener Angreifer würde dem FC St.Gallen jedoch definitiv weiterhelfen.

Kwadwo Duah könnte nach drei Jahren bei Ludogorets Razgrad eine Luftveränderung anstreben. Eine Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein, dem FC St.Gallen, würde sich daher anbieten. Der Schweizer Nationalspieler kennt das Umfeld bestens und könnte den Espen mit seiner Erfahrung sofort weiterhelfen.

FC Thun - Sandro Lauper

Es war absehbar, dass der FC Thun nach seinem sensationellen Meistertitel einen kräftigen Aderlass im Kader erleben würde. Der Abgang von Leonardo Bertone kam allerdings eher überraschend. Sportchef Dominik Albrecht steht nun vor der schwierigen Aufgabe, den wohl wichtigsten Spieler der vergangenen Saison zu ersetzen.

Auf der Position im defensiven Mittelfeld gibt es in der Schweiz nur wenige Spieler, die eine ähnliche Leaderrolle übernehmen könnten wie Bertone. Einer davon wäre Sandro Lauper. Der Konolfinger kennt den FC Thun bestens und geht bei den Young Boys in sein letztes Vertragsjahr. Zudem ist seine Rolle in Bern nicht unumstritten. Ein Wechsel zurück ins Berner Oberland könnte dem fünffachen Schweizer Meister regelmässige Spielzeit in der Super League garantieren.

Andi Zeqiri Brack Super League BSC Young Boys Enrique Aguilar FC Basel 1893 FC Lausanne-Sport FC Luzern FC Sion FC Thun Berner Oberland FC Vaduz FC Zürich Fussball Grasshopper Club Zürich Isaac Schmidt Jérémy Guillemenot Kevin Mbabu Koba Koindredi Kwadwo Duah Lilian Njoh Marc Giger Pajtim Kasami Sandro Lauper Servette FC sport.ch Théo Golliard

2026-07-06 13:32:53