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Nach Vogt und Meichtry dürften bald auch weitere Youngster in den Top-Ligen landen

Die Top-Elf der Super League mit Jahrgang 2004+

Die vergangene Super-League-Saison brachte einmal mehr zahlreiche junge Talente hervor, die sich auf höchstem Niveau behaupteten und teilweise bereits zu den Leistungsträgern ihrer Teams avancierten. Wir werfen einen Blick auf die grössten U-21-Überflieger und präsentieren unsere Topelf der Spieler mit Jahrgang 2004 und jünger.

Die Entscheidung fiel zugunsten einer Formation 3-4-3 aus. Wir gehen die jeweiligen Reihen von rechts nach links durch.

Tor:

Silas Huber (FC Zürich)

Junge Torhüter haben es in der Super League derzeit schwer. Mit Antonio Spagnoli vom FC Winterthur (1 Einsatz), Tim Spycher vom FC Thun (3 Einsätze) und Silas Huber vom FC Zürich (16 Einsätze) kamen in der vergangenen Saison lediglich drei Torhüter mit Jahrgang 2004 oder jünger zum Einsatz. Während Spycher und Spagnoli jeweils nur aufgrund der Abwesenheit der Stammtorhüter Spielpraxis erhielten, eroberte sich Huber im Verlauf der Rückrunde den Stammplatz beim FC Zürich und verdrängte damit Clublegende Yannick Brecher. Der 21-Jährige gilt seit Jahren als grosses Torhütertalent. Zwar blieb auch er im turbulenten Umfeld des FCZ nicht fehlerfrei, seine Klasse liess er jedoch immer wieder aufblitzen. In die kommende Saison geht Huber nun als klare Nummer 1.

Verteidigung:

Bung Meng Freimann (FC Luzern)

Das Luzerner Eigengewächs ist der Spieler mit Jahrgang 2005 oder jünger, der in der vergangenen Super-League-Saison die meiste Einsatzzeit erhielt. Damit ist sein Platz in dieser Elf praktisch unumstritten. Insgesamt stand er 33-mal in der Startformation. Wie die gesamte Luzerner Mannschaft leistete auch er sich immer wieder kleinere Aussetzer, steigerte sich im Verlauf der Rückrunde jedoch deutlich. Nach dem Abgang von Adrian Bajrami wird das Talent in der kommenden Saison nochmals mehr Verantwortung übernehmen müssen.

David Vujevic (FC Zürich)

Zu 20 Einsätzen kam David Vujevic in der abgelaufenen Super-League-Saison. Das FCZ-Eigengewächs pendelte dabei zwischen Ersatzbank und Startformation - ein Indiz dafür, dass sich der schweizerisch-serbische Doppelbürger noch nicht endgültig durchsetzen konnte. Entsprechend dürfte Vujevic grosse Hoffnungen in Marcel Koller setzen. Der neue FCZ-Trainer steht für einen strukturierten und defensiv stabilen Fussball, wovon die gesamte Zürcher Hintermannschaft profitieren dürfte.

Martim Marques (FC Lugano)

Unsere Dreierkette wird von einem Aussenverteidiger komplettiert. Der Portugiese war unter Mattia Croci-Torti beim FC Lugano gesetzt, wurde jedoch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Deshalb kam er letztlich nur in etwas mehr als der Hälfte der Super-League-Partien zum Einsatz. Der Vertrag des 22-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus. Gut möglich also, dass er den Verein noch in dieser Transferphase verlässt.

Mittelfeld:

Franz-Ethan Meichtry (FC Thun)

Im Mittelfeld führt an Franz-Ethan Meichtry kein Weg vorbei. Der 19-Jährige war eine der grossen Entdeckungen der vergangenen Super-League-Saison und überzeugte mit acht Toren sowie drei Assists als wichtiger Baustein des sensationellen Meistertitels des FC Thun. Seine Leistungen weckten auch im Ausland Begehrlichkeiten. Mit dem Wechsel zum italienischen Erstligisten CFC Genua hat Meichtry die Super League bereits wieder verlassen und wird sich künftig in der Serie A beweisen. Sein Platz in dieser Elf ist dennoch unbestritten.

Cheveyo Tsawa (FC Zürich)

Cheveyo Tsawa war in der vergangenen Saison das Gesicht der jungen FCZ-Generation. Trotz seines jungen Alters gehörte der defensive Mittelfeldspieler bereits zu den unumstrittenen Stammkräften und absolvierte mehr Einsatzminuten als jeder andere U-21-Spieler im Kader der Zürcher.

Dass der 19-Jährige den Verein nun wohl in Richtung Club Brügge verlassen wird, überrascht deshalb kaum. Zwar fehlte Tsawa noch die Konstanz über eine ganze Saison, seine spielerischen Qualitäten und sein enormes Entwicklungspotenzial waren jedoch nahezu in jeder Partie erkennbar. Mit dem belgischen Meister dürfte den Zürchern demnächst ein Millionentransfer gelingen, während Tsawa den nächsten Schritt in seiner Karriere wagt.

Liam Chipperfield (FC Sion)

Der Sohn der FCB-Legende Scott Chipperfield erlebte in dieser Saison seinen Durchbruch. Didier Tholot setzte auf den U-21-Nationalspieler grosse Stücke, mit fünf Toren und einer Vorlage zahlte er dieses Vertrauen auch zurück. Mit seiner starken Technik generierte Liam Chipperfield im Mittelfeld immer wieder Räume für seine Mitspieler. Verbessert er auf die kommende Saison auch noch seinen offensiven Output, könnte bald auch der Schritt ins Ausland folgen.

Jonathan Asp Jensen (Grasshopper Club Zürich)

Jonathan Asp Jensen war einer der wenigen Lichtblicke in einer schwierigen Saison der Grasshoppers. Der dänische Offensivspieler drückte dem Zürcher Angriff über weite Strecken seinen Stempel auf und war sowohl spielerisch als auch statistisch der wichtigste Feldspieler des Rekordmeisters. Mit 15 Torbeteiligungen war der Bayern-Leihspieler der mit Abstand produktivste Akteur der Hoppers und überzeugte immer wieder mit seinem Tempo, seiner Dynamik und seinem Zug zum Tor. Wo der 20-Jährige in der kommenden Saison spielen wird, ist derzeit noch offen. Fest steht jedoch: Einen Spieler seines Profils werden die Grasshoppers nicht ohne Weiteres ersetzen können.

Sturm:

Gaoussou Diakité (FC Lausanne-Sport)

Kaum ein Spieler in der Super League konnte in der vergangenen Saison ein Spiel so stark prägen wie Gaoussou Diakité. Der Offensivspieler von Lausanne-Sport zeigte mehrfach sein enormes Potenzial und war insbesondere bei den Heimsiegen gegen die Young Boys und den FC Basel der überragende Mann auf dem Platz. Dennoch offenbarte der Malier auch seine grösste Schwäche: die fehlende Konstanz. Auf starke Auftritte folgten immer wieder unauffällige Spiele. Mit sieben Toren und sechs Assists lieferte der 20-Jährige dennoch starke Werte und deutete an, welches Potenzial noch in ihm steckt. Nach dem Ende seiner Leihe kehrt Diakité nun zu Red Bull Salzburg zurück, wo er sich dem Konkurrenzkampf um einen Stammplatz stellen wird.

Alessandro Vogt (FC St.Gallen 1879)

Alessandro Vogt gehört zu den grössten Gewinnern der vergangenen Saison. Der 20-Jährige legte einen rasanten Aufstieg hin und entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einem der meistbeachteten Stürmer der Super League. Für ein Aufgebot zur Weltmeisterschaft reichte es schlussendlich zwar nicht, der nächste Karriereschritt folgt aber trotzdem. Zur kommenden Saison wechselt Vogt zur TSG Hoffenheim, die sich dank einer Ausstiegsklausel für 2,7 Millionen Euro die Dienste des Angreifers sichern konnte. Für einen Stürmer, der in seiner Debütsaison 15 Tore erzielte, wirkt diese Ablösesumme wie ein echtes Schnäppchen.

Oscar Kabwit (FC Luzern)

Kaum ein U-21-Spieler legte im Verlauf der Saison eine derart beeindruckende Entwicklung hin wie Oscar Kabwit. Nach einer enttäuschenden Hinrunde mit lediglich einer Torvorlage schien der Luzerner Neuzugang die hohen Erwartungen zunächst nicht erfüllen zu können. Ab dem Jahreswechsel explodierte der Angreifer jedoch förmlich. In nur 17 Pflichtspielen im Kalenderjahr 2026 sammelte der Kongolese elf Tore und fünf Assists und avancierte zu einem der gefährlichsten Offensivspieler der Super League. Der FC Luzern zog folgerichtig die Kaufoption. Mit seinen Leistungen dürfte Kabwit jedoch längst auch das Interesse zahlreicher Vereine aus dem Ausland geweckt haben.

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2026-07-04 12:30:54