Die Super League gilt seit Jahren als ideale Bühne für junge Talente. Immer wieder gelingt Spielern hier der Durchbruch, bevor sie den nächsten Schritt in eine europäische Topliga machen. Wir zeigen die zehn U-21-Spieler, die in der Saison 2025/26 am meisten Einsatzzeit erhielten.
In diesem Artikel wurden die zehn Spieler mit den meisten Spielminuten in der Super League berücksichtigt, die dem Jahrgang 2005 oder höher angehören.
Der Stürmer aus der Demokratischen Republik Kongo benötigte zunächst Zeit, um sich in Luzern zu akklimatisieren. In der Hinrunde gelang Oscar Kabwit lediglich eine Torvorlage, weshalb er von vielen bereits als Fehltransfer abgestempelt wurde. Im Kalenderjahr 2026 drehte der quirlige Angreifer jedoch richtig auf: In 17 Pflichtspielen erzielte er elf Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Wenig überraschend zog der FC Luzern daraufhin die Kaufoption. Mit seinen starken Leistungen weckte Kabwit zudem das Interesse anderer Clubs, weshalb ein Wechsel bereits in diesem Transferfenster möglich erscheint.
Beyatt Lekoueiry absolvierte in der vergangenen Saison 50 Pflichtspiele für den FC Lausanne-Sport. Nur sieben Feldspieler der Lausanner sammelten dabei mehr Einsatzminuten als der offensive Mittelfeldspieler aus Mauretanien. Auch in der kommenden Spielzeit dürfte der 20-Jährige zu den tragenden Säulen des Lausanner Teams gehören. Gelingt es ihm zudem, seinen offensiven Output weiter zu steigern, dürfte er schon bald das Interesse grösserer Vereine auf sich ziehen.
Franz-Ethan Meichtry ist der erste Spieler auf dieser Liste, der in der kommenden Saison nicht mehr in der Super League auflaufen wird. Der Uttiger gehörte zu den grössten Entdeckungen der vergangenen Spielzeit und hatte mit acht Toren sowie drei Assists entscheidenden Anteil am sensationellen Meistertitel des FC Thun. Seine starken Leistungen blieben auch im Ausland nicht unbemerkt: Vor wenigen Tagen sicherte sich der italienische Erstligist CFC Genua die Dienste des offensiven Mittelfeldspielers. Nun gilt es für den 19-Jährigen, sich in der taktisch anspruchsvollen Serie A zu behaupten.
Genau wie Franz-Ethan Meichtry feierte auch Lucas Silva in der vergangenen Saison seinen Durchbruch. Vor allem zu Beginn der Spielzeit gehörte der Offensivspieler zu den grössten Überraschungen und meistdiskutierten Talenten der Super League. Zwar konnte er dieses Niveau im weiteren Saisonverlauf nicht ganz halten, doch 1'919 Einsatzminuten, sieben Tore und zwei Assists sind für einen 19-Jährigen dennoch eine starke Bilanz.
Im Mai feierte Lovro Zvonarek seinen 20. Geburtstag. Trotz seines jungen Alters musste der Kroate beim Grasshopper Club Zürich aufgrund der zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle von Amir Abrashi im zentralen Mittelfeld viel Verantwortung übernehmen. Das gelang ihm phasenweise bereits überzeugend. Gleichzeitig war jedoch auch zu erkennen, dass ihm für eine konstante Leaderrolle noch etwas Erfahrung fehlt.
An guten Tagen gehörte Gaoussou Diakité zu den besten Spielern der Super League. Als Lausanne-Sport zuhause sowohl die Young Boys als auch den FC Basel jeweils deklassierte, war der Angreifer jeweils der herausragende Akteur auf dem Platz. Was dem Malier allerdings fehlte, war die Konstanz: Auf starke Auftritte folgten immer wieder Spiele, in denen er kaum Akzente setzen konnte. Trotzdem stehen am Ende der Saison sieben Tore und sechs Assists zu Buche - gemessen an seinem Potenzial beinahe eine zu magere Ausbeute. Nun kehrt Diakité zu seinem Stammverein Red Bull Salzburg zurück, bei dem er sich in einem hochkarätig besetzten Kader seinen Platz erst erkämpfen muss.
Schlussendlich reichte es für Alessandro Vogt nicht für ein Aufgebot für die Weltmeisterschaft. Dennoch hat sich der ehemalige Junior des FC Wohlen beim FC St.Gallen innerhalb kürzester Zeit zu einer der grössten Sturmhoffnungen des Schweizer Fussballs entwickelt. In der kommenden Saison erhält der 20-Jährige nun die Chance, sein Können bei der TSG Hoffenheim unter Beweis zu stellen. Die Kraichgauer sicherten sich bereits frühzeitig seine Dienste und mussten dafür dank einer Ausstiegsklausel eine vergleichsweise bescheidene Ablösesumme von 2,7 Millionen Euro in die Ostschweiz überweisen.

Einen deutlich höheren Betrag als Alessandro Vogt dürfte Cheveyo Tsawa dem FC Zürich einbringen. Der belgische Meister Club Brügge soll kurz vor einer Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers stehen. Das kommt wenig überraschend: Im jungen Alter von 18 Jahren war Tsawa in der vergangenen Saison bereits der meist eingesetzte Spieler der Stadtzürcher. Zwar fehlte ihm - wie der gesamten Zürcher Mannschaft - noch die Konstanz, doch sein grosses Talent war in fast jedem Spiel klar ersichtlich.
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Kommen wir zur zweiten Bayern-Leihgabe auf dieser Liste. Jonathan Asp Jensen war in der vergangenen Saison in der Offensive der Grasshoppers häufig der Alleinunterhalter. Kein Feldspieler des Rekordmeisters absolvierte mehr Einsatzminuten als der Däne. Mit insgesamt 15 Torbeteiligungen war er zudem mit Abstand der produktivste GC-Spieler. Wo der Flügelspieler seine Karriere fortsetzen wird, ist derzeit noch offen. Klar ist jedoch: Mit seinem Tempo und seinem Zug zum Tor wird er den Zürchern in der kommenden Saison definitiv fehlen.
Wenig überraschend führt ein Luzerner dieses Ranking an. Obschon es dem FCL dieses Jahr in der UBS Youth Trophy nur zum vierten Schlussrang gereicht hat, setzen die Zentralschweizer weiterhin enorm viel Vertrauen in den eigenen Nachwuchs. Bung Meng Freimann war in der vergangenen Saison in der Innenverteidigung der Innerschweizer gesetzt und überzeugte insbesondere mit seinen Qualitäten im Spielaufbau. Für einen Innenverteidiger bringt der 20-Jährige hervorragende Anlagen mit. Gelingt es ihm, seine gelegentlichen Konzentrationsfehler abzustellen, dürfte der Sprung ins Ausland nur eine Frage der Zeit sein.
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