In der Super League haben bereits viele grosse Namen gespielt. Wir möchten darauf zurückblicken, welche Spieler die grössten kumulierten Ablösesummen in ihrer Karriere generiert haben und zu einem Zeitpunkt ihrer Karriere in der höchsten Schweizer Liga aufgelaufen sind.
Es war ein langes Seilziehen, bis der FC Basel Arthur Cabral aus Brasilien in die Schweiz lotsen konnte. Am Ende sollte sich das hartnäckige Verhandeln lohnen. Mit seiner Wucht und der technischen Brillanz entwickelte sich Cabral zu einem der besten Stürmer der Super League. Kurz vor seinem Wechsel glänzte der Brasilianer mit einer enormen Torquote. Der Lohn war sogar ein Aufgebot in die brasilianische Nationalmannschaft.
In den letzten Jahren wurde Arthur Cabral an keinem Ort mehr längerfristig glücklich. Nach der Zeit beim FC Basel ging es für 15 Millionen Euro zur Fiorentina. Dann stand der Transfer für 21 Millionen Euro zu Benfica Lissabon an. Bei den Portugiesen konnte sich der mittlerweile 28-Jährige nicht wirklich durchsetzen. Daher wechselte Cabral zurück in die Heimat. Nun spielt er für Botafogo und glänzt bislang mit sieben Toren in 15 Ligaspielen.
Der Schweizer Innenverteidiger hat in seiner Karriere bereits für einige Top-Vereine gespielt. In Winterthur ausgebildet, gelang ihm über den FC Basel der Sprung in die Bundesliga zu Borussia Dortmund. Mehrere Jahre war er ein verlässlicher Stammspieler, ehe er den nächsten Schritt anstrebte. Erst spät im Transferfenster klopfte Pep Guardiola und Manchester City an. Wenig überraschend war der Schweizer von der Möglichkeit, bei einem der besten Vereine der Welt zu spielen, angetan.
Mit Manchester City gewann Akanji die Champions League sowie zwei Premier-League-Titel. Nach drei Jahren im Norden Englands wurde die Aussicht auf Spielzeit geringer und so entschloss sich der Verteidiger zu einem neuerlichen Wechsel. Seit einer Saison läuft der 30-Jährige in der Serie A auf. Bei Inter Mailand ist der Nationalspieler unumstritten und durfte in seiner ersten Saison bereits das Double feiern.
Im Alter von 25 Jahren ist Dan Ndoye bereits auf dieser Liste zu finden. Das haben zwei grosse Transfers möglich gemacht. Der FC Basel erhielt gut 15 Millionen Euro für die Dienste des schnellen Flügelspielers und zwei Jahre später bezahlte Nottingham über 40 Millionen Euro für Dan Ndoye. In der Premier League verlor der Schweizer Nationalspieler in der Rückrunde seinen Stammplatz. Im Abstiegskampf waren die Dienste Ndoyes nicht mehr so gefragt. Es ist für den Westschweizer zu hoffen, dass er in der nächsten Saison wieder vermehrt eingesetzt wird, ansonsten dürfte ein weiterer Transfer die beste Lösung für alle Parteien werden.
Noch immer ist Breel Embolo der teuerste Abgang der Super-League-Geschichte. 26,5 Millionen Euro zahlte Schalke einst für die Dienste des Angreifers. In Gelsenkirchen konnte Embolo seine Qualitäten nie restlos zeigen, denn eine schwere Verletzung bremste den Nati-Spieler aus. So mussten die Königsblauen ein Transferdefizit von rund 15 Millionen Euro hinnehmen, als es den Schweizer zu Mönchengladbach weiterzog. 2022 endete Embolos Zeit in Deutschland. Seither spielt er in der Ligue 1. Zunächst lief der Neuner für Monaco und jetzt für Stade Rennes auf. Bei seinem aktuellen Verein ist der 29-Jährige nicht unumstrittener Stammspieler. Daher würde ein weiterer Transfer in diesem Sommer nicht überraschen. Dann würde Embolo zumindest auf den achten Platz in diesem Ranking vorrücken.
Die Ablösesummen für Walter Samuel wurden vor seiner Zeit beim FC Basel für den Innenverteidiger bezahlt. Die argentinische Legende wechselte dreimal für rund 20 Millionen Euro. Einmal zur AS Roma, dann zu Real Madrid und schliesslich zurück nach Italien zu Inter Mailand. In seiner illustren Karriere gewann der Verteidiger sechsmal die italienische Meisterschaft, einmal die Champions League und einmal die Copa Libertadores (mit den Boca Juniors).
Zum Abschluss einer grandiosen Laufbahn wechselte Samuel in die Schweiz zum FC Basel. 29-mal stand Samuel für Rotblau in der Super League auf dem Feld. Der Argentinier war bei seinen ersten Spielen für den FCB nicht immer sattelfest unterwegs. Unter dem Strich lohnte sich der Transfer für die Basler dennoch. Mit seiner grossen Erfahrung konnte er damals jungen Mitspielern wie Fabian Schär oder Eray Cömert in der Entwicklung weiterhelfen.
Bayern München, Liverpool, Inter Mailand: Xherdan Shaqiri hat für ganz grosse Adressen in der Fussballwelt gespielt. Dazu lief der Kreativspieler des FC Basel auch für Lyon, Stoke City und Chicago Fire auf. Insgesamt blätterten die Vereine etwas mehr als 70 Millionen Euro für Shaqiri hin.
Auf der ganz grossen Bühne glänzte Shaqiri selten über ganze Saisons hinweg, und trotzdem war der langjährige Nationalspieler stets der Mann für die grossen Momente. So hatte er unter anderem eine Torvorlage bei Liverpools Sensations-Comeback gegen Barcelona im Champions-League-Halbfinale auf dem Konto. Unvergessen sind auch die zahlreichen Traumtore, die er an Welt- und Europameisterschaften für die Schweiz erzielte. Nun steht Xherdan Shaqiri vor seiner dritten Saison beim FC Basel seit der Rückkehr. Nach einer enttäuschenden letzten Spielzeit soll der Verein wieder zurück an die Spitze geführt werden.
Der nächste Spieler, der nicht zu der Kategorie Exportschlager der Super League gehört. Der Stürmer wechselte nach etlichen Stationen im Ausland zum FC Sion. Das Abenteuer mit dem Stürmer bleibt unvergessen. Balotelli trainierte und spielte je nach Lust und Laune. Das Engagement ging höllisch schief und endete mit dem Abstieg des FC Sion. Den italienischen Stürmer zog es daraufhin weiter. Die Challenge League wollte sich das einstige Wunderkind nicht mehr geben. Mittlerweile spielt Balotelli bei Al-Ittifaq in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zum Einsatz ist der Italiener noch nicht gekommen.
Wie Balotelli ist auch Benjamin Mendy nicht in der Super League gross geworden. Die Zeit beim FC Zürich war dann auch ein grosses Missverständnis. Der Aussenverteidiger, der schon begleitet von grossen Nebengeräuschen in der Limmatstadt seine Zelte aufschlug, konnte dann auch nicht mit sportlichen Highlights glänzen. So bleiben die Vergewaltigungsvorwürfe, die Partynächte und schreckliche Patzer auf dem Feld in Erinnerung, wenn man an die Zeit von Mendy beim FC Zürich denkt.

Wer den Franzosen beim FCZ sah, kann sich kaum vorstellen, wie diverse Vereine kumuliert 74,5 Millionen Euro für den Weltmeister von 2018 ausgaben. Seit dem letzten Herbst spielt der 31-Jährige für Pogon Szecin in der höchsten polnischen Liga. Einen Stammplatz hat der einstige Topspieler auch in der Ekstraklasa nicht.
Mit Calafiori folgt ein Spieler, der erst kürzlich noch in der Super League spielte. Der Italiener trug in der Saison 2022/23 das Trikot des FC Basel. Vor allem durch Weiterverkaufsbeteiligungen stieg die Gesamtablöse von Calafiori immer weiter in die Höhe. Zunächst sollte der FC Basel eigentlich nicht allzu viel Geld für den Aussenverteidiger erhalten, am Ende stieg die Summe nach seinem Wechsel von Bologna zu Arsenal auf über 20 Millionen Euro an. Davon musste Rotblau auch an die AS Roma noch einiges abdrücken. Die grösste Ablösesumme zahlten aber die Engländer für Riccardo Calafiori: Etwas über 40 Millionen Euro wurden für den Abwehrspieler fällig. Mit den Nordlondonern feierte er jüngst den Meistertitel.
Womöglich ist Mohamed Salah der Spieler, der seinen ersten Schritt in der Super League gemacht hat und dann die grösste Karriere hingelegt hat. Der Ägypter wagte vom FC Basel den Transfer zu Chelsea. Bei den Londonern schaffte der Flügelspieler seinen Durchbruch noch nicht. Erst in Italien bei der Fiorentina und später bei der AS Roma wurde der blitzschnelle Salah zum treffsicheren Spieler. In Basel haftete ihm phasenweise noch das Etikett des Chancentods an.
2017 tätigte Salah schliesslich jenen Transfer, der seine Karriere für immer definieren sollte. Für 42 Millionen Euro schloss er sich dem Liverpool FC an. Neun Jahre lang war der "Egyptian King" mit die prägendeste Figur in Liverpools erfolgreichster Zeit in diesem Jahrtausend. Zwei Meistertitel und die Champions League konnte Salah gewinnen. Ihm gelangen 380 Scorerpunkte in 442 Pflichtspielen. Wo es den mittlerweile 34-Jährigen in diesem Sommer hinzieht, ist noch unklar. Die Zeit in Liverpool ging für den ehemaligen Spieler des FCB zu Ende. Es wird gemutmasst, dass ein Transfer in den arabischen Raum ansteht, wo Mohamed Salah noch einmal ein fürstliches Salär einstreichen könnte.
Knapp vor Mohamed Salah reiht sich der teuerste Schweizer der Fussballgeschichte ein. Granit Xhaka hat mit seinen Transfers bereits mehr als 80 Millionen Euro gekostet. Diese Summe könnte noch etwas in die Höhe getrieben werden, denn Chelsea soll an einem Zugang des Captains der Schweizer Nationalmannschaft interessiert sein. Ein erstes Angebot von rund acht Millionen Pfund hat Sunderland aber direkt abgeschmettert. Die Blues werden mehr Geld investieren müssen, soll Xhaka verpflichtet werden.
Die höchste Ablöse wurde für Granit Xhaka im Januar 2026 bezahlt. Arsenal bezahlte 45 Millionen Euro für den Schweizer Mittelfeldspieler. Xhaka lief dann siebeneinhalb Jahre für die Gunners auf, ehe er zu Bayer Leverkusen wechselte. Für Arsenal absolvierte der 33-Jährige beeindruckende 297 Pflichtspiele.
Der grösste Exportschlager der Super League hat Christian Constantin in Brasilien entdeckt. Aus Südamerika folgte der Wechsel zum FC Sion. Noch als Teenager schlug Cunha im Wallis gross ein. Nach nur einem Jahr erfolgte der Transfer in die Bundesliga zu RB Leipzig. Danach startete eine Odyssee mit etlichen Transfers, welche die knapp 200 Millionen Euro Ablösesumme erklären. Via Hertha Berlin, Atletico Madrid und den Wolverhampton Wanderers ist der Nationalspieler Brasiliens mittlerweile bei Manchester United gelandet. 60 Millionen Euro liessen sich die Red Devils die Dienste des 27-Jährigen kosten. Mit Matheus Cunha im Sturm hat sich United immerhin wieder für die Champions League qualifiziert, doch zunächst möchte der Angreifer an der Weltmeisterschaft mit der Selecao den sechsten Stern sichern.
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