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Wenige Tage entschieden über den letzten Podestplatz zwischen Scherrer und Koloto

Die sechs jüngsten Torschützen in der Super-League-Saison 2025/26

Die Super League bleibt eine Bühne für junge Talente. Auch in der abgelaufenen Saison sorgten mehrere Nachwuchsspieler mit ihren ersten Toren in der höchsten Schweizer Liga für Aufsehen. Wir zeigen euch die jüngsten Torschützen der Saison 2025/26.

6. Andrej Vasovic (FC Luzern) - 18 Jahre, 03 Monate, 18 Tage

Der FC Luzern schafft es seit Jahren, junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs erfolgreich in die erste Mannschaft zu integrieren. In der vergangenen Saison gelang neben Lucas Ferreira auch Andrej Vasovic der Durchbruch. Der schweizerisch-serbische Doppelbürger erzielte zu Beginn der Rückrunde sein erstes Super-League-Tor - ausgerechnet gegen den FC St.Gallen. Der Treffer in der Nachspielzeit sicherte den Zentralschweizern noch einen Punktgewinn und erwies sich als Initialzündung für den weiteren Saisonverlauf. In der Folge erspielte sich Vasovic einen Stammplatz und entwickelte sich zu einer der Entdeckungen der Rückrunde. Am Ende der Saison standen für den U-19-Nationalspieler sechs Tore und ein Assist zu Buche. Die Erwartungen an den Offensivspieler sind damit gestiegen. Bestätigt Vasovic seine Leistungen auch in der kommenden Spielzeit, dürfte schon bald das Interesse aus dem Ausland geweckt werden.

5. Jamie Atangana (Servette FC) - 18 Jahre, 02 Monate, 27 Tage

Wohl nur wenige Spieler können von sich behaupten, dass ihr erstes Tor im Profifussball ein Elfmeter war. Jamie Atangana von Servette kann dies von sich sagen. Gegen den FC Thun erzielte er in der Nachspielzeit per Penalty das aus Sicht der Genfer bedeutungslose 1:3.

 

Sein Premierentreffer sorgte jedoch dafür, dass er in der darauffolgenden Partie gegen den FC Lugano von Beginn an auflaufen durfte. Das Auswärtsspiel im Tessin blieb allerdings sein letzter Einsatz der vergangenen Super-League-Saison. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass Servette mit Juniore Kadile kurz darauf einen neuen Hoffnungsträger für die Offensive verpflichtete, der auf Anhieb überzeugen konnte.

4. Nevio Scherrer (FC St.Gallen) - 18 Jahre, 01 Monat, 06 Tage

Die Nachwuchsarbeit des FC St.Gallen wurde in den vergangenen Jahren immer wieder kritisch betrachtet. Nur wenige Spieler schafften den Sprung aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft. In dieser Saison hat sich das Bild jedoch verändert. Mit Alessandro Vogt brachten die Ostschweizer einen der grössten Shootingstars in die Super League. Vogt ist in dieser Liste allerdings nicht vertreten. Dafür findet sich mit Nevio Scherrer ein anderer St.Galler wieder. Der Mittelstürmer erzielte am zweitletzten Spieltag gegen den FC Basel seinen Premierentreffer in der Super League und machte damit bereits Werbung in eigener Sache für die kommende Saison.

Nach dem Wechsel von Vogt zur TSG Hoffenheim ist in der Sturmspitze ein Platz frei geworden. Möglich, dass Scherrer künftig mehr Einsatzzeit erhalten wird. Es würde zur Philosophie des Cupsiegers passen, weiterhin konsequent auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu setzen.

3. Giacomo Koloto (FC Basel 1893) - 18 Jahre, 29 Tage

Seit Stephan Lichtsteiner beim FC Basel übernommen hat, gab es nur wenige Lichtblicke bei den Bebbi. Mit Giacomo Koloto konnte sich immerhin ein Spieler unter dem ehemaligen Nati-Captain positiv entwickeln.

Anfang Februar erhielt der 18-Jährige am Rheinknie seinen ersten Profivertrag. In seinen Einsätzen strahlte er dabei deutlich mehr Torgefahr als seine Konkurrenten Albian Ajeti und Moritz Broschinski aus. Nachdem der aktuelle U-21-Nationalspieler bereits im Cup gegen den FC St.Gallen getroffen hatte, gelang ihm Anfang März auswärts gegen Lausanne-Sport sogar ein Doppelpack.

Bis heute sollten dies seine einzigen beiden Treffer in der Super League bleiben. Dies auch deshalb, weil Ajeti gegen Ende der Saison wieder etwas besser in Form kam und Koloto dadurch weniger Einsatzzeit erhielt.

2. Dominik Papic (Grasshopper Club Zürich) - 18 Jahre, 02 Tage

Als der Rekordmeister in der zweitletzten Runde einen 0:2-Rückstand gegen den FC Winterthur noch in einen 3:2-Sieg verwandelte, war klar, dass die Grasshoppers zum dritten Mal in Folge die Barrage bestreiten würden. Da das Hinspiel bereits zwei Tage nach dem letzten Super-League-Spiel angesetzt war, setzte Peter Zeidler im bedeutungslosen Saisonabschluss gegen Lausanne auf zahlreiche Nachwuchsspieler.

Die U 21 hatte zuvor eine starke Saison gespielt und sich die Teilnahme an den Aufstiegsspielen für die Promotion League gesichert. Gegen Lausanne zeigten die jungen Hoppers eindrücklich, welches Potenzial in ihnen steckt. Bereits früh brachte Dominik Papic die Zürcher in Führung. Auch in der Folge hielten die Nachwuchsspieler bestens mit und feierten schliesslich einen überraschenden 3:1-Erfolg. Für den einen oder anderen Akteur könnte dieser Auftritt zugleich ein Bewerbungsschreiben für weitere Einsätze in der ersten Mannschaft gewesen sein.

1. Pantaleo Creti (Grasshopper Club Zürich) - 17 Jahre, 01 Monat, 08 Tage

Auch in dieser Spielzeit stellen die Grasshoppers den jüngsten Torschützen der Super League. Pantaleo Creti tritt damit die Nachfolge von Leart Kabashi an. Der Italiener erzielte am fünften Spieltag gegen den späteren Meister FC Thun den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und bescherte seinem Team damit einen wichtigen Punktgewinn.

Trotz dieses Highlights kann Creti auch als Beispiel für eine bislang wenig erfolgreiche Transferstrategie angesehen werden. Mit Dorian Paloschi, Matteo Mantini und Pantaleo Creti verpflichtete Alain Sutter im vergangenen Sommer gleich drei Spieler aus Nachwuchsabteilungen in Italien. Die teilweise als grosse Talente angepriesenen Youngsters konnten sich bei den Grasshoppers bislang jedoch nicht durchsetzen.

Ob den drei Spielern der Durchbruch in Zürich noch gelingt, wird sich zeigen. Rückblickend könnte man jedoch zum Schluss kommen, dass die freigewordenen Kaderplätze besser an Spieler aus dem eigenen Nachwuchs vergeben worden wären.

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2026-06-07 18:50:45