Zum Ende der Saison 2025/26 ist es an der Zeit für die Abschlusswertungen unserer Positionsranglisten. Den Abschluss machen die Stürmer, wobei ein Meisterstürmer ganz oben thront.
Der Angreifer ist in dieser Spielzeit im Berner Oberland regelrecht explodiert. Früher phasenweise noch als Chancentod verschrien, hat Elmin Rastoder in dieser Saison seine absolute Coolness vor dem Gehäuse gefunden und avancierte mit 15 Toren und sechs Assists zu einer echten Tormaschine. Mit insgesamt 21 Scorerpunkten aus 36 Partien war er die Lebensversicherung des FC Thun.
Er hat seinen Torriecher endgültig gefunden und verstand es auf beeindruckende Weise, seinen robusten Körper gewinnbringend einzusetzen. Diese neu entdeckte Abgeklärtheit, gepaart mit seiner physischen Präsenz, macht ihn längst auch für das Ausland hochgradig interessant. Die Zeichen stehen klar auf Abschied: Rastoder ist reif für den nächsten Entwicklungsschritt und dürfte die Schweiz wohl noch in diesem Sommer verlassen.
Mit 17 Treffern in 36 Partien bewies der bullige Angreifer einmal mehr seine immense Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Bedias Ausbeute grenzt an ein kleines Phänomen, denn obwohl er nur etwas mehr als in der Hälfte der Ligaspiele in der Startelf stand, krönte er sich zum zweitbesten Goalgetter der gesamten Liga. Der Stürmer braucht schlicht nicht viele Chancen für einen Treffer und erfüllte als klassischer Zielspieler eine unschätzbar wichtige Rolle im YB-Gefüge.
Wie kein Zweiter in der Super League versteht er es, die Bälle mit dem Rücken zum Tor zu verarbeiten und gegnerische Verteidiger an sich zu binden. Dass die Berner die Kaufoption für Chris Bedia wohl eher nicht ziehen werden, hat vor allem strategische Gründe - mit seinen sportlichen Leistungen lässt sich dieser Schritt jedenfalls nicht begründen.
Für den jungen Schweizer Stürmer war es die ganz grosse Durchbruchsaison. Der 21-Jährige erzielte starke 15 Tore und avancierte damit zum gefährlichsten Torjäger der Espen. Alessandro Vogt gilt völlig zu Recht als die grösste Schweizer Zukunftshoffnung im Sturmzentrum, denn er besitzt alle Anlagen, um eine grosse Karriere hinzulegen.

Er präsentiert sich enorm stark am Ball, bringt ein hohes Tempo mit und verfügt bereits über die nötige Cleverness, die es auf diesem Niveau braucht. Wenn er in Zukunft noch ein Stück kaltschnäuziger vor dem Tor wird, dürfte er seinem künftigen Verein ganz viel Freude bereiten: In der Bundesliga reibt man sich bereits die Hände, denn die TSG Hoffenheim hat sich die Dienste des Juwels für die kommende Saison gesichert.
Das Stürmerranking:
Im Vergleich zum Halbjahresranking gab es bei den Stürmern doch die ein oder andere (grössere) Veränderung. Insbesondere Elmin Rastoder explodierte in der Rückrunde so richtig und startete von null auf hundert durch. Im Winter fehlte sein Name nämlich noch in den Top 10, nun haben wir ihn sogar zum besten Stürmer der gesamten Saison gekürt.
Sein Teamkollege Christopher Ibayi ging den anderen Weg. Der 30-Jährige stürzte in der Rückrunde regelrecht ab, gelang ihm doch nur noch ein Tor. Aufgrund seines Leistungseinbruchs purzelte er aus den Top 10 der besten Super-League-Stürmer in dieser Saison.
Neu in den Top 10 mit dabei sind nebst Rastoder auch Lausanne-Juwel Omar Janneh und Luzern-Rakete Oscar Kabwit. Janneh wechselte erst zur Rückrunde nach Lausanne und er entpuppte sich sogleich als Glücksgriff. Kabwit hat in der Rückserie bewiesen, dass er eine grosse Ligaattraktion sein kann. Nebst Ibayi sind auch Luke Plange (Grasshopper Club Zürich) und Gaoussou Diakité (Lausanne) aus den Top 10 gefallen. Während es beim Engländer vor allem Verletzungssorgen waren, die dafür sorgten, fiel Diakité in ein Leistungsloch.
Alessandro Vogt Andrin Hunziker Brack Super League BSC Young Boys Chris Bedia Elmin Rastoder FC Lausanne-Sport FC Lugano FC Luzern FC Sion FC St.Gallen 1879 FC Thun Berner Oberland FC Winterthur FC Zürich Florian Ayé Fussball Kevin Behrens Omar Janneh Oscar Kabwit Philippe Keny Rilind Nivokazi Servette FC sport.ch