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Der FCB und GC sind auch hier abgestürzt

Die Flügel der Super League

Zum Ende der Saison 2025/26 ist es an der Zeit für die Abschlusswertungen unserer Positionsranglisten. Nun sind die Flügelspieler an der Reihe, bei denen sich zumindest auf Platz eins nichts verändert hat.

1. Christian Fassnacht (BSC Young Boys)

Zum zweiten Mal in Serie wird kein klassischer Mittelstürmer Torschützenkönig der Super League. Auf Xherdan Shaqiri folgt Christian Fassnacht. Man könnte dies an der mangelnden Qualität der Stürmer begründen, doch hier wollen wir die Flügelspieler hochleben lassen. Christian Fassnacht hat in einer für YB komplizierten Saison hervorragende Leistungen gezeigt. Dem Schweizer WM-Fahrer sind 18 Tore sowie sieben Assists geglückt.

Die Berner Probleme waren in dieser Saison ohnehin weniger im Sturm, sondern viel mehr in der Abwehr zu verorten. Mit 69 Gegentoren stellte YB die viertschlechteste Abwehr der Liga. Die 80 geschossenen Tore sind geteilter Ligabestwert. An Christian Fassnacht, Chris Bedia und Co. lag das schwache Abschneiden der Berner also höchstens bedingt, da man am Ende des Tages doch auch immer zusammen als Mannschaft verteidigt.

2. Ilyas Chouaref (FC Sion)

Dank einer herausragenden Rückrunde haben sich die Sittener fürs europäische Geschäft qualifiziert. Aufgrund des Cupsiegs des FC St.Gallen reicht auch der vierte Platz, um in der Qualifikation der Conference League antreten zu dürfen.

An diesem Erfolg hat auch der wirblige Flügelspieler Ilyas Chouaref seinen Anteil. Der maltesische Nationalspieler ist ebenfalls in der Rückrunde so richtig aufgedreht. Zwölf seiner 17 Scorerpunkte stammen aus dem Jahr 2026. Damit hat sich der 25-Jährige auch auf dem Transfermarkt richtig interessant gemacht. Unterschiedsspieler wie Chouaref sind auf dem Markt immer begehrt.

3. Miroslav Stevanovic (Servette FC)

Seit 2017 spielt Miroslav Stevanovic für den Servette FC und auch im fortgeschrittenen Alter von 35 Jahren liefert der Genfer konstant ab. 14 Tore und sieben Assists sind hervorragende Werte, die der Bosnier auch noch in der Saison 2025/26 erreicht hat. Man muss dabei auch beachten, dass er für eine Mannschaft gespielt hat, die keine Spitzenleistungen vollbracht hat. Umso erstaunlicher ist es, dass Stevanovic auf solche Statistiken kommt.

Es ist davon auszugehen, dass die Genfer in der nächsten Super-League-Saison wieder eine grössere Rolle spielen werden. In der Rückrunde sind die Grenats immer besser in Fahrt gekommen. Kann diese Form über den Sommer konserviert werden, dürfte Servette wieder um die europäischen Plätze kämpfen. In der abgelaufenen Saison haben sich die Genfer mit einer miserablen Vorrunde selbst aus dem Rennen genommen.

Die weiteren Positionen

  1. Christian Fassnacht (BSC Young Boys)
  2. Ilyas Chouaref (+5 / FC Sion)
  3. Miroslav Stevanovic (+1 / Servette FC)
  4. Jonathan Asp Jensen (-2 / Grasshopper Club Zürich)
  5. Kastriot Imeri (neu / FC Thun)
  6. Junior Kadile (neu / Servette FC)
  7. Ethan Meichtry (-1 / FC Thun)
  8. Alan Virginius (neu / BSC Young Boys)
  9. Benie Traoré (-1 / FC Basel)
  10. Renato Steffen (neu / FC Lugano)

Gleich vier Spieler haben sich im Vergleich zum Winter in die Top Ten vorarbeiten können. Renato Steffen fiel beispielsweise über lange Zeit verletzt aus, sodass er gar keine Chance hatte, im Winter bereits rangiert zu sein. Eine hervorragende Rückrunde hat derweil Junior Kadile gezeigt. Aus der zweiten niederländischen Liga gekommen, hat er in neun verschiedenen Spielen gescort. Am Ende sind für den Flügel der Grenats sechs Tore und 10 Assists in 13 Partien zusammengekommen - ein irrsinniger Wert. Servette ist gut beraten, die Kaufoption zu ziehen und eine Million Euro nach Almere zu überweisen.

Schlechter als in der Hinrunde werden Jonathan Asp Jensen, Ethan Meichtry und Benie Traoré eingestuft. Meichtry büsste seinen Platz an den herausragenden Kadile ein und die anderen beiden waren in gewisser Hinsicht Opfer der schwachen Leistungen ihrer Vereine. GC hat wieder einmal erst auf den letzten Drücker den Gang in die Challenge League abwenden können und der FCB lief den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Am Ende stand Rotblau auf dem fünften Platz und hat damit das europäische Geschäft verpasst. Für den FC Basel ist es in Bezug auf dieses Ranking besonders bitter, dass man den Dritten des Rankings der Hinrunde - Philip Otele - nach Hamburg abgegeben hat.

Brack Super League BSC Young Boys Christian Fassnacht FC Basel 1893 FC Lugano FC Sion FC Thun Berner Oberland Fussball Grasshopper Club Zürich Ilyas Chouaref Michel Schuler Miroslav Stevanovic Servette FC

2026-05-26 12:52:22