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FCB-Aussenverteidiger Schmid wird nur von einem Shootingstar übertrumpft

Top-Rankings Super League 2025/26: Aussenverteidiger

Die Super-League-Saison 2025/26 ist Geschichte und damit ist die Zeit reif, die jeweils besten Spieler auf ihren Positionen zu küren. Die Goalies und die Innenverteidiger haben wir bereits unter die Lupe genommen, heute sind die Aussenverteidiger an der Reihe.

1. Michael Heule (FC Thun)

Dass der Spitzenplatz in unserem Ranking an das Berner Oberland geht, verdankt der FC Thun der herausragenden Entwicklung von Michael Heule. Der 25-jährige Neuzugang entpuppte sich im Verlauf der Saison als absoluter Glückstreffer und avancierte zum Prototyp des modernen Schienenspielers. Heule prägte das Thuner Spiel vorwiegend durch seine unglaubliche Pferdelunge, mit der er die linke Aussenbahn über die vollen 90 Minuten unermüdlich bearbeitete.

Dabei gelang ihm ein Spagat, an dem viele Aussenverteidiger scheitern: Trotz seines enormen Offensivdrangs, der in beachtlichen acht Scorerpunkten aus 31 Ligaspielen resultierte, vernachlässigte er seine Defensivaufgaben zu keinem Zeitpunkt und agierte defensiv äusserst zuverlässig. Diese fussballerische Reife und Konstanz blieben auch der Teppichetage des Schweizer Fussballverbands nicht verborgen. Die Nomination für die WM-Pikettliste der Nationalmannschaft war der verdiente Lohn für eine furiose Spielzeit. Angesichts seines grossen Potenzials ist es gut möglich, dass Heule schon bald den dauerhaften Sprung in die A-Nati schafft. Er ist der verdiente König auf der Aussenbahn der Saison 2025/26.

2. Dominik Schmid (FC Basel)

Auf dem zweiten Platz folgt der stabilste Akteur des FC Basel in der abgelaufenen Spielzeit. Während die Bebbi eine durchzogene Saison mit Höhen und Tiefen erlebten, war Dominik Schmid die grosse Konstante im Team. Der 28-Jährige zeigte praktisch in jeder Partie seine Leistung und übernahm auf dem Platz sowie in der Kabine als Führungsspieler enorm viel Verantwortung. Schmid ist der emotionale und spielerische Anker des FCB.

Neben seiner defensiven Stabilität setzte er auch nach vorn immer wieder Akzente und steuerte in 35 Ligaspielen starke acht Scorerpunkte bei. Da Schmid in Basel noch einen Vertrag bis Sommer 2027 hat, besitzt der FC Basel im anstehenden Transfersommer zwar eine komfortable Verhandlungsposition, dennoch stellt sich die Zukunftsfrage. Nach einer derart dominanten und konstanten Saison im besten Fussballalter ist es gut denkbar, dass der 28-Jährige den Gedanken hegt, einmal den Sprung in eine ausländische Top-Liga zu wagen. Für Basel wäre ein allfälliger Abgang ein herber Verlust.

3. Fabio Fehr (FC Thun)

Das Thuner Erfolgsrezept auf den Aussenbahnen wird durch Fabio Fehr auf Rang drei komplettiert. Gemeinsam mit Heule bildete er die wohl gefährlichste Flügelzange der gesamten Super League. Fehr spielte eine extrem überzeugende Saison und übertraf mit neun Scorerpunkten im Hinblick auf Offensiv-Output sogar seinen Teamkollegen auf der linken Seite. Vor allem mit seinen präzisen Flanken und seiner grossen Qualität bei Standardsituationen entwickelte sich der 26-Jährige zu einer echten Offensivwaffe im Thuner System.

Seine Offensivlust ging jedoch keineswegs auf Kosten der Kompaktheit, denn Fehr erledigte seinen Job gegen den Ball stets gewissenhaft und diszipliniert. Mit diesen Leistungen hat er definitiv beste Eigenwerbung in eigener Sache betrieben. Da sein Vertrag im Berner Oberland im Sommer 2027 ausläuft, dürfte ein Wechsel zu einem grösseren Club im In- oder Ausland für den gereiften Rechtsverteidiger in den kommenden Monaten definitiv ein heisses Thema werden.

  1. Michael Heule (+2/ FC Thun)
  2. Dominik Schmid (-1 / FC Basel)
  3. Fabio Fehr (neu / FC Thun)
  4. Hugo Vandermersch (+3 / FC St.Gallen)
  5. Lilian Njoh (-1 / Servette FC)
  6. Nias Hefti (-4 / FC Sion)
  7. Mattia Zanotti (-1 / FC Lugano)
  8. Numa Lavanchy (FC Sion)
  9. Pius Dorn (+1 / FC Luzern)
  10. Jaouen Hadjam (-5 / BSC Young Boys)

Einige Rangverschiebungen im Vergleich zum Winterranking

Im Halbjahresranking nach der Hinrunde lag noch Dominik Schmid auf dem 1. Platz, doch der entfesselte Michael Heule hat über die gesamte Saison hinweg gesehen den besten Eindruck gemacht und den Basler somit vom Thron gestossen. Fabio Fehr katapultierte sich dank einer bärenstarken Rückrunde direkt aufs Podest, nachdem er im Winter die Top 10 noch verpasst hatte.

Keigo Tsunemoto vom FC Basel ist der einzige Spieler, der es nicht mehr in die Top 10 geschafft hat. Dies liegt in erster Linie daran, dass der Japaner weite Teile der Saison aufgrund mehrerer Verletzungen verpasst hat. Für ihn war es definitiv eine Seuchensaison in Basel, die er sich komplett anders vorgestellt haben dürfte. Jaouen Hadjam von YB hat weite Teile der Rückrunde verletzungsbedingt verpasst, trotzdem taucht er als Zehnter gerade noch so in den Top 10 auf. Im Vergleich zum Winter hat er jedoch fünf Ränge verloren.

Die weiteren Positions-Rankings:

Brack Super League BSC Young Boys Dominik Schmid Fabio Fehr FC Basel 1893 FC Luzern FC Sion FC St.Gallen 1879 FC Thun Berner Oberland Fussball Hugo Vandermersch Jaouen Hadjam Lilian Njoh Mattia Zanotti Michael Heule Nias Hefti Numa Lavanchy Pius Dorn Servette FC sport.ch

2026-05-23 22:09:50