23 Saisons in der Super League stehen nun schon in den Geschichtsbüchern. Insgesamt zwanzig Mannschaften spielten in dieser Zeit im Oberhaus. In der nachfolgenden Rangliste haben wir alle Resultate der 4'248 Ligaspiele einfliessen lassen.
Die Vergrösserung der Super League auf zwölf Mannschaften zur Saison 2023/24 hin hat dem FC Stade-Lausanne-Ouchy den Aufstieg ins Oberhaus ermöglicht. Dort war die unter Anthony Braizat in die Saison gestartete Mannschaft aber ziemlich chancenlos. Auch Ricardo Dioniso konnte den direkten Abstieg nicht verhindern. Mit 29 Punkten in 38 Spielen steht der Lausanner Quartiersverein am Ende der Rangliste.
Der erste Absteiger in der Super-League-Geschichte war der FC Wil. Als Cupsieger mussten die Ostschweizer den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Seither spielen die Äbtestädter durchgehend in der Challenge League. Auch der FC Wil ist damals mit 29 Punkten direkt abgestiegen. Weil die Ostschweizer aber nur 36 Partien bestritten haben, weisen sie einen höheren Punkteschnitt, dieser wird bei Punktgleichstand als Tiebreaker genutzt.
Alle folgenden Mannschaften haben mindestens drei Jahre in der Super League verbracht. Schaffhausen ist einer von nur zwei Teams in diesem Ranking, die kommende Saison nicht in einer der beiden Profiligen zu sehen sind. In der Super League steckten die Munotstädter immer im Abstiegskampf. 2005 rettete sich Schaffhausen in der Relegation gegen den FC Vaduz, zwei Jahre später ging es dann in die Challenge League.
Die AC Bellinzona spielte zwischen 2008/09 und 2010/11 im Oberhaus. Punktemässig die beste Spielzeit war jene 2009, die AC Bellinzona verpasste die obere Tabellenhälfte als Aufsteiger nur um einen Zähler. Den Aufstieg hatten sich die Tessiner davor in einer dramatischen Barrage gegen den FC St.Gallen erkämpft. 2010 sicherte Bellinzona in der Relegation im Derby gegen Lugano die Klasse. 2011 stieg die Mannschaft dann mit Martin Andermatt an der Seitenlinie in der Barrage gegen Servette ab. Nun geht es sogar eine Liga tiefer in die Promotion League, hat man die abgelaufene Saison in der Challenge League auf dem letzten Platz beendet.
2005/06 machten die Waadtländer ihren ersten Abstecher in die Super League, mit 32 Punkten stand aber sogleich wieder der Gang in die Challenge League an. Zuletzt hielt sich der Club für zwei Saisons im Oberhaus. Hauptsächlich die 47 Zähler im Vorjahr haben Yverdon weit vorangebracht. Es ist der erste Club im Ranking mit einem Schnitt von mehr als einem Punkt pro Spiel, dieser Wert wird in der Klammer angegeben.
Die Eulachstädter haben eine schwache Saison gespielt und nur gerade 23 Punkte erobert. In dieser Tabelle konnte man mit dieser niedrigen Ausbeute keinen Schritt vorwärts machen. Auch in der nächsten Spielzeit wird der FC Winterthur keine weiteren Punkte in der Super League erobern können, da man den bitteren Gang in die Challenge League antreten muss. In vier Jahren Super League überzeugte man 2023/24 am meisten, als man 49 Zähler erobern konnte.
2008, 2014 und 2020 stieg der FC Vaduz in die höchste Schweizer Spielklasse ein. Einzig die zweite Phase im Schweizer Oberhaus dauerte länger als eine Saison an. Ein Schnitt von mehr als einem Punkt pro Spiel gelang der Mannschaft aus dem Fürstentum Liechtenstein nie. Zweimal erreichte der FC Vaduz exakt 36 Punkte. Während das 2015/16 noch für Rang 8 gereicht hatte, stand Vaduz mit derselben Ausbeute am Ende der Spielzeit 2020/21 am Ende der Tabelle. In der kommenden Saison sind die Liechtensteiner wieder erstklassig, feierte man doch nach einer überragenden Saison die Rückkehr in die höchste Schweizer Spielklasse.
Neun Saisons in der Super League hat der FC Aarau in seiner Historie gesammelt, seit dem Abstieg 2015 treibt die Aargauer die Sehnsucht nach der höchsten Liga an. In der Relegation hat es dem Club vom Brügglifeld heuer erneut ganz knapp nicht gereicht, was eine bittere Pille ist. Auch der FC Aarau weist einen Schnitt von knapp unter einem Punkt pro Partie auf. Die punktemässig beste Spielzeit war die Saison 2007/08. Die beiden Stürmer Rogerio und Christian Ianu schossen die Aargauer zu 47 Zählern und damit zum fünften Tabellenrang.

Zehn Saisons hat Neuchâtel Xamax in der Super League gespielt. Es war eine bewegte Zeit. 2012 wurde den Neuenburgern zur Winterpause die nötige Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb entzogen. Es ging für den Club fortan in der 2. Liga interregional weiter. 2018 gelang dann die Rückkehr ins Schweizer Oberhaus. Xamax verbuchte in zehn Saisons aber nie mehr als 41 Punkte in einer einzelnen Spielzeit. Als Fünfter der Challenge League war das Team noch ziemlich weit von einer nächsten Rückkehr in die Super League entfernt.
Insgesamt viermal sind die Waadtländer in die Super League aufgestiegen. Die beendete Saison 2024/25 war aber die erfolgreichste. Erstmals knackte Lausanne-Sport die Marke von 50 Punkten. Man qualifizierte sich sogar für das internationale Geschäft, wo man in dieser Saison zu überzeugen wusste. Die Saison in der Super League verlief aber nicht mehr so erfolgreich. Man sammelte nur 42 Punkte.
Nach dem FC Wil folgt auf Rang zehn der zweite Club, der in den vergangenen 23 Jahren einen grossen Titel in der Schweiz feiern konnte. 2024 krönte sich der Servette FC zum Schweizer Cupsieger. In der Winterpause der Saison 2004/05 musste der Servette FC Konkurs anmelden, 2015 erfolgte nach einer zwischenzeitlichen Rückkehr ins Oberhaus der Zwangsabstieg in die Promotion League. Diese turbulenten Zeiten sind Vergangenheit. Seit der Saison 2019/20 spielen die Grenats wieder im Oberhaus, und nach zuvor besseren Saisons, war die jüngste Spielzeit eine zum Vergessen. Man verpasste die Championship Group und eroberte nur 53 Zähler.
Livio Bordoli führte 2015 den FC Lugano in die Super League, der Trainer konnte sich dann aber nicht auf eine weitere Zusammenarbeit mit den Bianconeri einigen. So hiess der Trainer in der ersten Super-League-Saison Zdenek Zeman. In einem dramatischen Abstiegskampf hielten sich die Tessiner in der Liga und schickten den FC Zürich 2016 in die Challenge League. Seither ist einiges passiert. Mittlerweile in US-amerikanischer Hand, haben die Luganesi grosse Ziele. Der Cupsieg 2022 soll ein erster von noch vielen weiteren Titeln sein. Demnächst wird mit dem neuen Stadion auch eine neue Ära eingeläutet. Zuletzt zeigte Lugano mit 67 Punkten die beste Saison seit dem Aufstieg. In der Tabelle reichte dies für Platz 3.
Der FC Thun schrieb in dieser Saison ein nicht für möglich gehaltenes Märchen. Die Berner Oberländer haben die beste Spielzeit ihrer Historie gespielt und sich mit sensationellen 75 Punkten zum krönenden Schweizer Meister gekürt. Es ist der erste Meistertitel in der Geschichte des FC Thun, weswegen die Saison 2025/26 für immer in positiver Erinnerung bleiben wird. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Thuner die aus ihrer Sicht perfekte Saison bestätigen können.
Die Walliser dürfen auf eine überzeugende Saison zurückblicken, spielte man doch die punktemässig beste Spielzeit seit der Ligareform. An die 63 Punkte kam man nur in der Saison 2006/07 heran, als der FC Sion 60 Zähler einheimsen konnte. Seit dem Wiederaufstieg 2024 ist im Wallis einiges gegangen, entwickelt sich die Mannschaft unter Trainer Didier Tholot hervorragend. Sollte St.Gallen den Cupsieg holen, würden die Sittener in der nächsten Spielzeit europäisch spielen.
Gemeinsam mit dem FC Sion stieg 2006 auch der FC Luzern in die Super League auf. Die Zentralschweizer hielten sich durchgehend in der Liga. Das Polster von 112 Punkten auf die Sittener unterstreicht, dass der FCL sportlich oft deutlich besser abschneidet. Die erfolgreichste Meisterschaftssaison legten die Leuchtenstädter unter dem heutigen Nationaltrainer Murat Yakin 2011/12 hin, damals wurden sie mit 54 Punkten auf dem Konto Vizemeister. Mit dem Cupsieg 2021 fällt ein weiteres sportliches Highlight in diese Phase. In der letzten Saison unter Mario Frick sammelten die Zentralschweizer 53 Punkte, verpassten damit jedoch den erhofften Einzug in die Championship Group.
Bei GC hat in den vergangenen drei Jahren Stagnation Einzug gehalten, sicherte man sich doch dreimal in Folge den Klassenerhalt erst in der Barrage. Von den glorreichen Meisterjahren ist beim Schweizer Rekordmeister nichts mehr übrig und auch die Fans haben ihre Geduld verloren. GC sammelte in dieser Saison nur 33 Zähler, was die schwächste Ausbeute seit der Ligareform bedeutet. Man kann von Glück reden, dass Winterthur eine noch schlechtere Spielzeit hingelegt hat. In dieser Rangliste liegt man damit nur noch sechs Punkte vor dem FC Luzern und droht, in der nächsten Saison einen Platz zu verlieren. Sofern sich im Verein nicht sehr viel verbessert.
2008/09 und 2011/12 spielten die Espen jeweils in der Challenge League, schafften aber jeweils den direkten Wiederaufstieg. Vom Abstiegskampf hielt man sich in der Ostschweiz in den vergangenen Jahren souverän fern. Seit der Saison 2016/17 haben die St.Galler nie mehr weniger als 40 Punkte erspielt. Der zweite Rang und 68 Punkte aus der Corona-Saison 2019/20 sowie die jüngste Vizemeisterschaft, in welcher sogar 70 Punkte erreicht werden konnten, stechen natürlich heraus. Nun fehlt ihnen nur noch ein Punkt, um die magische 1'000er-Marke zu knacken. Der FCSG ist in den Top-Sieben die einzige Mannschaft, die in der Super-League-Ära keinen Titelgewinn hat feiern können. Dies könnte sich jedoch am 24. Mai ändern, wenn der grosse Cupfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy auf dem Programm steht.
Nur gerade drei Teams haben seit der Ligareform die Marke von 1'000 Punkten knacken können. Der FC Zürich ist eines davon, obwohl es seit dem Wiederaufstieg im Sommer 2017 fast nie nach Wunsch lief. Die grosse Ausnahme bildet natürlich die Saison 2021/22, in der man den 13. Schweizer Meistertitel der Vereinshistorie erobern konnte. Damals holte man starke 76 Zähler, während es in dieser Saison nur die Hälfte der Punkte gewesen sind. Nur die Abstiegssaison 2015/16 war für die Stadtzürcher seit der Ligareform punktemässig noch schlechter, als am Ende 34 Zähler auf der Habenseite standen.
Nur gerade zwei Teams spielten durchgehend alle 23 Saisons in der Super League seit der Ligareform. Während die Nummer eins der Rangliste aber von Beginn an einen Titel nach dem anderen einsteckte, mussten sich die Fans in der Bundesstadt bis 2018 gedulden. Dann beendete die Mannschaft von Adi Hütter die lange Durststrecke des BSC Young Boys. Es kamen in jenem kurzen Abschnitt bis heute sechs Meistertitel und zwei Cupsiege zusammen. Mit 91 Punkten stellten die Berner 2019/20 den Punkterekord für eine Saison auf. Davon war man in dieser Saison weit entfernt, eroberte man für YB-Verhältnisse schwache 55 Zähler. Dadurch hat man erstmals seit der Saison 2012/13 die internationalen Plätze verpasst.
In der Saison 2024/25 hievte sich der FC Basel zurück auf den Schweizer Fussballthron. Mit dem vierten Doublesieg in der hier beachteten Ära haben die Bebbi die Stadt am Rheinknie zumindest kurzfristig wieder zur ersten Anlaufstelle im Schweizer Fussball gemacht. Es war der bereits zwölfte Meistertitel in der Super League, dazu gesellten sich sieben Cupsiege. Rot-Blau ist definitiv die dominante Macht im Schweizer Fussball im 21. Jahrhundert, wenn man die Anzahl Titel als Massstab nimmt. Die Saison der Bestätigung verlief für den FCB aber sehr unbefriedigend. Erst zum dritten Mal seit der Ligareform wurde die Marke von 60 Punkten verpasst. Die 56 Zähler reichten nicht einmal für Europa. Es ist erstmals seit der Ligareform Tatsache, dass weder YB noch Basel den Schweizer Fussball international vertreten dürfen. Da der Vorsprung der Bebbi in dieser Allzeit-Ranglist seit der Saison 2003/04 auf YB komfortable 75 Punkte beträgt, dürften sich die Basler noch mehrere Saisons auf dem Thron halten.
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