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Auch ein Leihrückkehrer kann wie ein Neuzugang sein

Der Leihcheck

Die Saison neigt sich dem Ende zu und die Planung für die nächste Spielzeit läuft bei den Vereinen bereits auf Hochtouren. Wir blicken auf die verliehenen Spieler der Super-League-Vereine und analysieren, wer bei seinem Stammverein eine Chance erhalten könnte.

FC Winterthur

Seit einigen Tagen hat der FC Winterthur Gewissheit: In der nächsten Saison werden die Eulachstädter wieder in der Challenge League spielen. Damit können Leihspieler beim Verein womöglich Fuss fassen, für die die Super League noch eine Niveaustufe zu hoch war.

Der FCW hat derzeit nur zwei Spieler verliehen. Mit Brian Beyer könnte einer davon beim FC Vaduz den Aufstieg in die Super League schaffen. Bei den Liechtensteinern spielt der Angreifer zwar nicht stets von Beginn an, doch mit sieben Toren in 14 Partien weiss Beyer zu überzeugen. Damit beweist der 29-Jährige, dass er für das Winterthurer Challenge-League-Team eine echte Waffe sein könnte. Albion Krasniqi konnte sich derweil in der dritthöchsten österreichischen Liga nicht durchsetzen. Wahrscheinlich läuft es im kommenden Sommer auf eine endgültige Trennung vom FC Winterthur hinaus.

Grasshopper Club Zürich

Der GCZ hat einige Spieler mehr verliehen. Der grösste Name ist dabei fraglos Nikolas Muci. Mantova besitzt eine Kaufoption, um den Stürmer definitiv zu übernehmen. Fraglich ist, ob diese Kaufoption gezogen wird. Beim Verein aus der Serie B ist der 23-Jährige gar nicht gefragt. Nur zwei Teileinsätze durfte der Angreifer absolvieren. Damit dürfte Muci in die Limmatstadt zurückkehren. Ob Peter Zeidler auf den einstigen U-21-Nationalspieler zurückgreifen möchte, wird sich zeigen.

Grundsätzlich hängt bei den Grasshoppers in der Kaderplanung auch viel mit der Ligazugehörigkeit zusammen. Loris Giandomenicos Zukunft dürfte aber ohnehin nicht beim Rekordmeister liegen, denn aktuell kommt er selbst in der Challenge League beim FC Rapperswil-Jona nicht zum Zug.

Alieu Conateh und Anderson Rodriguez sind zwei talentierte Spieler, die in Österreich Spielpraxis sammeln und an den europäischen Erwachsenenfussball herangeführt werden sollen. Zumindest beim 19-jährigen Conateh funktioniert das ziemlich gut. In der zweithöchsten österreichischen Liga kommt er regelmässig zum Einsatz und hat bereits fünf Tore und fünf Assists auf seinem Konto stehen. Der Gambier dürfte bei GC eine reelle Chance erhalten. Anderson Rodriguez hingegen dürfte noch ein weiteres Mal ausgeliehen werden. Florian Hoxha ist derweil bei Etoile Carouge bereits Stammspieler in der Challenge League. Der 25-Jährige dürfte nur beim GCZ bleiben, sollten die Zürcher tatsächlich absteigen. Für die Super League reicht es dem Linksverteidiger wohl nicht. Zu guter Letzt bleibt noch Tomas Veron Lupi. Der Argentinier ist nach Uruguay ausgeliehen. Bei Nacional steht er noch bis Ende des Jahres auf Leihbasis unter Vertrag.

FC Zürich

Mit Nevio Di Giusto kehrte ein verliehener Spieler bereits im Winter zum FC Zürich zurück. Dazu hat Nemanja Tosic den Verein mittlerweile definitiv verlassen. Somit verbleibt noch ein verliehener Spieler: Daniel Denoon. Dessen Status als Leihspieler existiert allerdings nur noch auf dem Papier. Der Verteidiger wurde nach Pisa verliehen und nach dieser Saison wird eine Kaufpflicht greifen. Denoon wird also nicht mehr für den FCZ spielen. Beim Serie-A-Verein hat sich der 22-Jährige nicht durchsetzen können. Bislang kommt der Schweizer nur auf zwei Ligaeinsätze.

FC Lausanne-Sport

Im Sommer 2024 wechselte der Flügelspieler Konrad de la Fuente von Marseille zum FC Lausanne-Sport. Im Waadtland war der US-Amerikaner eher Ergänzungsspieler und daher hat er sich auf diese Saison hin dem spanischen Zweitligisten AD Ceuta angeschlossen. Auch bei den Spaniern kommt de la Fuente zumeist von der Bank. In 30 Einsätzen kommt der 24-Jährige auf vier Torbeteiligungen. Einen wirklichen Schritt hat er daher nicht machen können. Sollte sich Konrad de la Fuente aber mit der Rolle als Einwechselspieler bei Lausanne anfreunden können, ist es gut möglich, dass er zum Super-League-Club zurückkehrt.

De la Fuente spielt derzeit in Spanien.

Drei Spieler haben die Westschweizer derweil in die Challenge League verliehen. Melvin Mastil ist der Stammtorhüter bei Stade Nyonnais und Tim Hottiger der Ersatzgoalie bei Neuchatel Xamax. Die Torwartposition ist bei Lausanne-Sport nach dem verkündeten Abgang von Karlo Letica nun brisanter. Es wird ein Platz im Kader der ersten Mannschaft frei. Weder Mastil noch Hottiger dürfte bei den ambitionierten Waadtländern aber zugetraut werden, den Platz als Nummer eins einzunehmen. Es ist viel mehr davon auszugehen, dass der Club auf dem Transfermarkt tätig wird. Damit hat der 23-jährige Mayka Okuka in der kommenden Spielzeit wohl die grössten Chancen auf Einsatzzeit in der Super League. Bei Nyonnais hat sich der gebürtige Lausanner im defensiven Mittelfeld festgebissen. Er dürfte wohl die Möglichkeit erhalten, sich für einen Platz im Kader von Lausanne-Sport aufzudrängen.

Servette FC

Im Winter verliess Keyan Varela den Servette FC. Der Flügelspieler wechselte in den Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Unter Heiko Vogel kommt der 20-Jährige aber nicht zum Zug. Nur drei Teileinsätze durfte der eigentlich talentierte Offensivakteur bestreiten. Damit wird Fürth kaum die Kaufoption ziehen und Varela im Sommer wieder bei Servette auf der Matte stehen. Nachdem die Spielerseite im vergangenen Winter auf den Abgang gedrängt hat, dürfte auch im Sommer das grosse Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Genfern nicht vorhanden sein. Die Zeichen stehen bei Varela auf Abschied.

Auch Julian von Moos wird nach seiner Leihsaison bei Luzern seine Zelte wieder in Genf aufschlagen. Die Innerschweizer haben darauf verzichtet, die Kaufoption zu ziehen. Angesichts der Verletzungsanfälligkeit war die Summe wohl einfach zu hoch. Von Moos könnte bei Servette eine Rolle spielen, aber wohl eher nicht regelmässig in der Startelf stehen. Auch Tiemoko Ouattara, der beim FC St.Gallen nur von der Bank kommt, wird bei Servette kein Stammspieler werden. Er hat keine grossen Stricke zerrissen und der nächste Schritt ist beim 20-Jährigen ausgeblieben. Da steht in der kommenden Transferperiode eine neuerliche Leihe oder der definitive Abgang auf dem Programm.

Damit verbleiben sechs Leihspieler in den unteren Ligen der Schweiz. Während Spieler wie Leart Zuka oder Matteo Anselme nicht einmal in der Promotion League bei Grand-Saconnex Leistungsträger geworden sind, hat zumindest die Leihe von Jarell Njiké Simo funktioniert. Bei Stade Nyonnais konnte der 22-Jährige mehr oder weniger die gesamte Saison als Stammspieler im zentralen Mittelfeld absolvieren. Er könnte wohl als einziger der zahlreichen Leihgaben in die Challenge League bereits im kommenden Jahr den Schritt zum Super-League-Spieler schaffen.

FC Luzern

Die Karten beim FC Luzern werden in diesem Sommer neu gemischt. Mario Frick verlässt den Verein und ein neuer Trainer wird kommen. Damit bieten sich auch wieder Spielern Möglichkeiten, die zuvor unter dem Radar flogen. Für die Leihspieler des FC Luzern gilt dies ebenfalls. Nando Toggenburger hat diese Saison auf Leihbasis beim SC Kriens verbracht. In der Promotion League schiesst er die Innerschweizer mit seinen 20 Toren und acht Assists womöglich gerade zum Aufstieg. Ob das nun für den Kader in der Super League reicht, ist fraglich. Der 22-Jährige könnte womöglich auch in der nächsten Saison wieder bei Kriens - dann in der Challenge League - spielen.

Ganz so erfolgreich wie Toggenburgers Saison waren die Spielzeiten von Luuk Breedijk und Mattia Walker nicht. Beide haben aber immerhin über 20 Partien in der Challenge League absolviert und gehören damit bei ihren Clubs zum erweiterten Stammpersonal. Ob das reicht, um in der höchsten Spielklasse einen Kaderplatz zu erhalten, darf man infrage stellen.

BSC Young Boys

Die beste Leihe der Saison darf wohl Kastriot Imeri für sich reklamieren. Als absoluter Leistungsträger hat er wesentliche Anteile am Thuner Meistertitel. Die Berner Oberländer besitzen eine Kaufoption und dürften, wenn finanzierbar, diese auch ziehen. Es ist auch möglich, dass Imeri die Thuner danach verlässt und der Schweizer Meister daraus einfach finanzielle Vorteile ziehen kann.

Die Zukunft von David von Ballmoos ist bereits geklärt. Der langjährige YB-Stammtorhüter wird auch nach dieser Saison für den FC Lugano auflaufen. Bleiben noch zwei weitere Leihen innerhalb der Super League: Emmanuel Tsimba ist bei GC in der Rückrunde den Beweis der Erstliga-Tauglichkeit schuldig geblieben. Jüngst ist er im Derby mit einer Tätlichkeit negativ aufgefallen. Rhodri Smith hat selbst bei der schlechtesten Abwehr der Super League keinen Stammplatz erobern können. Für den 19-Jährigen wird auch nach dieser Saison der Schritt in den Kader der Young Boys wohl noch zu gross sein.

Mit Malik Deme, Janis Lüthi und Lutfi Dalipi haben die Berner drei Spieler ins Unterhaus verliehen. Dalipi spielt erst seit April beim FC Wil. Der 19-Jährige hat sich im offensiven Mittelfeld umgehend einen Stammplatz erkämpft. Ihm täte wohl nochmals eine Saison in der Challenge League zur Entwicklung gut. Deme ist mittlerweile 21 Jahre alt und hat auch aufgrund zahlreicher Verletzungen nur 14 Ligaspiele für Xamax absolviert. Für ihn dürfte YB wohl eine definitive Lösung suchen. Ähnlich sieht es wohl beim Offensivspieler Janis Lüthi aus. Er hat keinen fixen Stammplatz beim FCRJ und mit vier Toren drängt er sich nicht gerade für einen Kaderplatz beim BSC auf.

Verbleibt ein Trio, das im Ausland spielt. Sergio Cordova blieb in der Bundesstadt hinter den Erwartungen zurück und versucht nun in der MLS Fuss zu fassen. Ein Tor ist dem Stürmer für St. Louis bislang gelungen. Steigert sich diese Ausbeute nicht, werden die US-Amerikaner kaum die Kaufoption ziehen. Sein Nachfolger bei YB, Samuel Essende, wusste bislang aber auch erst in einer Partie, dem kuriosen 8:3-Sieg in Thun, zu überzeugen. Lakomy und Blum spielen derweil in Belgien. Aktuell haben beide einen Stammplatz inne. Bei Blum war das aber nicht immer der Fall. Vom Niveau her könnten sie bei den Young Boys, sollten Leuven und Charleroi die Kaufoptionen nicht ziehen, in der nächsten Saison zumindest Rotationsspieler bei den Bernern sein.

FC Basel

Jeder Stein soll beim FC Basel in diesem Sommer umgedreht werden. Damit werden sich auch Möglichkeiten für Leihspieler eröffnen. Eine Chance am Rheinknie dürfte Andrin Hunziker erhalten. Bereits im Winter hätte der FC Basel den Stürmer gerne zurückgeholt. Albian Ajeti, Moritz Broschinski und Giacomo Koloto kommen auf weniger als die elf Saisontore, die Hunziker für den FCW erzielt hat. Bei Winterthur hingegen weniger glänzen konnte Emmanuel Essiam. Der Ghanaer kommt nur auf einen Einsatz. Obschon die Leihe auf eineinhalb Jahre angelegt ist, könnte die Vereinbarung vorzeitig enden. Die dritte Leihgabe innerhalb der Super League war jene von Gabriel Sigua. Der Georgier ist zwar ein wertvoller Kaderspieler bei Lausanne-Sport, aber nicht ein Leistungsträger. Es ist nicht vorstellbar, dass der 20-Jährige in der nächsten Saison eine tragende Rolle bei Rotblau einnehmen wird.

Die Leihen von Philip Otele und Adrian Leon Barisic waren ein sportlich nächster Schritt. Otele darf seine Wendigkeit und Dribbelstärke in der Bundesliga unter Beweis stellen. Beim Hamburger SV hat er nach einem ansprechenden Start seinen Stammplatz verloren. Daher ist ein Fragezeichen dahinterzusetzen, ob die Rothosen die Millionenablöse für Otele investieren werden. Der Flügelspieler kehrt eher zum FCB zurück und wird wohl an einen anderen Verein verkauft. Philip Degen hat keinen Hehl daraus gemacht, dass das Gehalt des Spielers eigentlich eine Nummer zu hoch für den FC Basel sei und der Nigerianer daher verkauft werden muss. Für Barisic hat die Leihe zu Braga gut begonnen. Beim portugiesischen Spitzenclub war der Bosnier umgehend in der Startelf. Nun hat ihn eine Adduktorenverletzung ausgebremst und seine Saison beendet. Bei ihm wird wohl die körperliche Verfassung darüber entscheiden, ob Braga die Kaufoption ziehen wird. Sportliche Argumente konnte Barisic sammeln.

Barisic verpasst aufgrund seiner Verletzung die WM mit Bosnien.

Mit Djordje Jovanovic, Junior Zé und Juan Carlos Gauto hat der FCB ein Trio verliehen, dem es beim FCB nicht nach Wunsch lief. Der serbische Angreifer Jovanovic befindet sich bereits auf seiner zweiten Leihstation. Bei Maccabi Haifa hat der 27-Jährige seinen Stammplatz längst verloren. Er wird also in wenigen Wochen wieder in der Nordwestschweiz zum Training erscheinen. Ein Jahr vor Vertragsende dürften alle Beteiligten einen endgültigen Abschied dann bevorzugen. Welche Interessenten für Jovanovic vorhanden sind, wird sich zeigen müssen. Auch das Eigengewächs Junior Zé konnte sich bei seiner Leihstation in Dänemark nicht durchsetzen. Obschon sein Verein gerade den nationalen Pokal gewinnen konnte, ist die Zeit bei Midtjylland für Zé keine erfolgreiche. Nur 25 Minuten lang durfte er sich das Dress der Herninger überstreifen. Juan Carlos Gauto wird noch bis zum Winter in seiner Heimat auf Leihbasis bleiben. Bei Platense kommt er zur Spielpraxis, die ihm beim FC Basel in den letzten Jahren fehlte.

FC Sion

Gefühlt stellt der FC Sion den halben Kader von Stade Nyonnais. Gleich vier Spieler haben das letzte Jahr auf Leihbasis beim Challenge-League-Verein verbracht. Dabei ist aber nur Gilles Richard unumstrittener Stammspieler gewesen. Der Innenverteidiger kommt auf 33 Einsätze. Damit wäre dem 23-Jährigen zumindest zuzutrauen, als Herausforderer beim FC Sion um seine Einsatzzeit zu kämpfen. Burak Alili, Noah Grognuz und Rayan Stoll dürfte es im nächsten Jahr noch nicht für die Super League reichen. Das gleiche gilt für Pierrick Moulin, der beim Absteiger aus Bellinzona nicht wirklich zum Zug kommt. Beim Walliser Eigengewächs könnte auch ein dauerhafter Abgang zum Thema werden.

Mit Dinis Rodrigues hat ein vielversprechender Stürmer den FC Sion wieder in Richtung Heimat verlassen. Beim portugiesischen Zweitligisten Penafiel konnte sich der 20-Jährige in der Rückrunde aber nicht durchsetzen. Auch bei ihm muss spätestens im nächsten Jahr ein Entwicklungsschritt kommen, soll er einst noch für die Walliser in der Super League spielen. Auch bei Gabriele Mulazzi erscheint es unwahrscheinlich, dass er jemals regelmässig beim FC Sion auflaufen wird. Der 23-Jährige spielt derzeit in der zweiten Mannschaft von Juventus keine Rolle. Sion hat ihn zuvor ebenfalls zumeist in der zweiten Mannschaft eingesetzt.

Verbleiben noch zwei Leihspieler, deren derzeitige Abenteuer ebenfalls nicht glorreich verlaufen. Belmar Joseph ist Ergänzungsspieler in der zweithöchsten US-amerikanischen Liga. Das reicht wohl auch nicht zu einem Kaderplatz beim FCS. Dazu haben die Walliser den langjährigen Stammtorhüter Timothy Fayulu zum armenischen Spitzenclub Noah verliehen. Fayulu hat dort seinen Stammplatz verloren. Als Nummer zwei wird Noah den kongolesischen Nationalspieler wohl kaum fix übernehmen. Sion hat mit Anthony Racioppi die Wunschlösung im Kasten gefunden und so wird für Timothy Fayulu die Reise bei Sion im Sommer wohl definitiv enden.

FC Lugano

Weder beim FC Lugano noch beim FC St.Gallen hat Shkelqim Vladi in der Super League seinen Durchbruch geschafft. Nun ist er in Aarau zurück und kann an seine besten Zeiten anknüpfen. Elf Tore hat er in 16 Spielen geknipst. Damit könnte er den FCA in die Super League zurückschiessen. Es ist davon auszugehen, dass die Aargauer auch in der höchsten Liga gerne auf Vladi zählen würden. Ein neuerlicher Anlauf bei Lugano erscheint eher unwahrscheinlich.

Pseftis hat sein Glück in Aachen gefunden. Der Grieche würde gerne beim deutschen Drittligisten bleiben. Während er im Südtessin nie über die Rolle des Reservisten hinausgekommen ist, durfte er in den letzten Wochen als Stammtorhüter bei Alemannia Aachen auflaufen. Auch die Leihe von Alexandre Parsemain ist geglückt. Beim französischen Drittligisten SM Caen hat er bislang in jedem Ligaspiel auflaufen dürfen. Dem 22-Jährigen sind dabei fünf Tore gelungen. Ob es ihm vom Niveau reicht, beim FC Lugano ab dem Sommer aufzulaufen, ist dennoch fraglich.

FC St.Gallen

Der FC St.Gallen arbeitet vor allem im Nachwuchs eng mit dem FC Wil zusammen. Daher überrascht es nicht, dass zwei Leihspieler den Weg zum kleinen Nachbarn gefunden haben. Während Bytyqi als Rotationsspieler im Mittelfeld zum Einsatz kommt, nimmt hauptsächlich Gentrit Muslija eine wichtige Rolle beim Challenge-League-Verein ein. Der 20-Jährige ist der Stammtorhüter bei Wil. Seine Personalie könnte bei St.Gallen spannend werden, sollte Lawrence Ati Zigi den Verein verlassen. Zumindest als Konkurrenz zu Lukas Watkowiak ist Muslija im Kader des FCSG gut denkbar. Ansonsten wird sich der junge Torwart wohl eher eine andere Herausforderung suchen.

Zwei verliehene Spieler im direkten Duell.

Ganz bitter verläuft die Leihe für Stephan Ambrosius. Der wuchtige Innenverteidiger sammelte munter Spielpraxis beim Karlsruher SC, und trotzdem endet die Zeit nun mit einer Katastrophe. Ein Kreuzbandriss setzt den Ghanaer monatelang ausser Gefecht. Der KSC wird den 27-Jährigen daher kaum verpflichten und Ambrosius wird mit der schweren Verletzung zum FCSG zurückkehren. Konrad Faber hat sich derweil als nützlicher Ergänzungsspieler bei Dynamo Dresden zeigen können. In der zweiten Saisonhälfte wurden aber vermehrt andere Spieler dem St.Galler vorgezogen. Damit werden die Ostdeutschen wohl von einer definitiven Verpflichtung absehen. Beim FCSG müsste Konrad Faber auch eher hinten anstehen. Daher erscheint es denkbar, dass für Faber im Sommer eine andere Lösung gefunden wird.

FC Thun

Der FC Thun hat eine wunderbare Entwicklung durchgemacht, an deren Ende nun der Schweizer Meistertitel steht. Nicht mit dabei waren Enis Asani und Dario Wälti, die der Verein in die Promotion League abgegeben hat. Wälti hat nach einer Verletzung seinen Posten als Stammtorhüter in Kriens verloren und Enis Asani kommt beim FC Biel ebenfalls nur sporadisch zum Zug. Beide Spieler werden in den Plänen der Berner Oberländer keine übergeordnete Rolle spielen.

Sportlich dürfte Mathias Tomas bei Thun eine willkommene Verstärkung sein. Nach nur einem halben Jahr beim Verein verliess er den FCT in Richtung Zypern. Bei Apoel Nikosia ist der 25-Jährige gesetzt. Mit vier Toren und sechs Assists zeigte er sich in der Liga auch produktiv. Sollte er nicht in Nikosia bleiben, würde Mauro Lustrinelli sicherlich Verwendung für den Uruguayer finden. Anders sieht das bei Layton Stewart aus. Schon beim FC Thun war der Engländer in der Hinrunde nur mit wenigen Einsätzen gesegnet und das hat sich in der dritthöchsten englischen Liga beim AFC Wimbledon nicht geändert. Stewart hat im Berner Oberland wohl keine Zukunft.

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2026-05-15 14:30:08