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Bei YB könnte es einen neuen Publikumsliebling geben, während ein GC-Rückkehrer noch viel Luft nach oben hat

Je fünf Neuzugänge, die bereits voll eingeschlagen haben bzw. noch Verbesserungspotenzial besitzen

Die meisten Teams der Super League haben in dieser Saison fünf Spiele absolviert. Zeit für eine erste kleine Einschätzung der Neuzugänge. In diesem Artikel präsentieren wir unsere bisherigen Top-5 sowie die Flop-5.

Fünf BSL-Neuzugänge mit noch deutlich Luft nach oben 

Die nachfolgenden Spieler wurden in erster Linie darum ausgewählt, weil die Erwartung und die tatsächliche Leistung noch nicht zusammenpassen. Diese Neuzugänge besitzen also noch deutlich Luft nach oben. 

Ezgjan Alioski (FC Lugano) 

Die Erwartungen im Tessin an die Rückkehr des nordmazedonischen Nati-Spielers sind riesig, doch bislang konnte der 33-Jährige die in ihn gesteckten Hoffnungen noch nicht erfüllen. Mit seiner unglaublichen Erfahrung und seiner Klasse sollte Ezgjan Alioski eigentlich von Beginn an eine Schlüsselrolle einnehmen, doch dies ist bislang nicht der Fall. 

Der Routinier kam in allen neuen Pflichtspielen zum Einsatz, doch in der Super League wurde er beispielsweise dreimal nur als Joker eingewechselt. Dem FC Lugano läuft es bekanntlich alles andere als nach Wunsch und auch der Nordmazedonier besitzt noch Luft nach oben. 

Allan Arigoni (Grasshopper Club Zürich) 

Der Grasshopper Club Zürich hat unglaublich viele junge Talente unter Vertrag genommen, weswegen Rückkehrer Allan Arigoni mit seinen 26 Jahren bereits zu den ältesten im Team gehört. Man hätte eigentlich erwarten dürfen, dass der Aussenverteidiger in der so jungen GC-Mannschaft seinen Stammplatz auf sicher hat, doch dem ist bislang nicht so. 

In der Super League durfte er nur in zwei von bislang fünf Saisonspielen beginnen und zuletzt fehlte das GC-Eigengewächs zweimal sogar komplett im Spieltagskader. Selbst im Schweizer Cup beim FC Lachen durfte Arigoni nicht von Anfang an mittun. Nicht nur GC dürfte mit dem eigenen Saisonstart (noch kein Ligasieg) nicht sonderlich zufrieden sein, auch der 26-Jährige war noch nicht die erhoffte Verstärkung für den Schweizer Rekordmeister. 

Kevin Behrens (FC Lugano) 

Beim FC Lugano gibt es nebst Ezgjan Alioski noch einen zweiten Neuzugang, der den Vorschusslorbeeren noch nicht gerecht geworden ist. Kevin Behrens sollte bei den Bianconeri zum neuen Torjäger avancieren, schliesslich hat der Deutsche in der Bundesliga bereits bewiesen, dass er das Toreschiessen beherrscht. 

Beim FC Lugano hat der 34-Jährige zum Saisonstart aber nie jubeln dürfen. In acht Pflichtspielen konnte der Stürmer nur gerade einen Assist beisteuern, während er noch auf seine Torpremiere für den neuen Verein warten muss. Das ist sicherlich eine sehr unbefriedigende Situation für den erfahrenen Deutschen, der den schwach in die Saison gestarteten Tessinern zu gerne mit seinen Treffern helfen würde. 

Sergio Córdova (BSC Young Boys) 

Nicht nur Lugano-Stürmer Kevin Behrens kämpft noch mit Ladehemmung, auch YB-Neuzugang Sergio Córdova konnte bislang nicht reüssieren. Der Nachfolger von Cedric Itten bestritt bislang sechs Pflichtspiele, doch auf seinen ersten Scorerpunkt für die Berner muss er noch warten. 

Der 28-jährige Mann aus Venezuela besitzt definitiv seine Qualitäten, die er bislang aber noch nicht so richtig auf den Platz bringen konnte. Sergio Córdova stand auch erst zweimal in der Startaufstellung und zuletzt schmorte er beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Lugano während 90 Minuten auf der Bank. 

Giotto Morandi (Servette FC) 

Nach sechs Jahren bei den Profis von GC wagte Giotto Morandi in diesem Sommer den Sprung zu Ligakonkurrent Servette. Der 26-Jährige, der an guten Tagen die Fähigkeit hat, ein Spiel im Alleingang entscheiden zu können, ist bisher noch nicht so richtig in Genf angekommen.

In den bisherigen zehn Pflichtspielen von Servette, die alles andere als überzeugend in die Saison gestartet sind, sammelte der gebürtige Tessiner nur gerade einen Assist. Für einen Mann mit seinen Qualitäten ist diese Ausbeute definitiv zu wenig, ist er bislang nicht die erhoffte Verstärkung für die Grenats. Zuletzt kam er höchstens als Joker zum Einsatz und es braucht definitiv eine Steigerung, wenn er sich zurück in die Startaufstellung kämpfen will. 

Neuzugänge, die bereits voll eingeschlagen haben 

Matteo Di Giusto (FC Luzern) 

Bei den FCL-Fans dürfte der Jubel gross gewesen sein, als bekannt wurde, dass sich die Zentralschweizer die Dienste von Winterthur-Spielmacher Matteo Di Giusto sichern konnten. Der 25-Jährige hat bereits bei seinem ersten Super-League-Einsatz für die Leuchtenstädter voll eingeschlagen, gelangen ihm doch gegen GC ein Tor und ein Assist, womit er sogelich zum Matchwinner avancierte. 

In seinen ersten fünf BSL-Partien für die Luzerner steht der Spielmacher bei ebenso vielen Scorerpunkten (zwei Tore und drei Assists) und er stand in sämtlichen Partien in der Startaufstellung. Auch im Cup stand er von Beginn an auf dem Rasen, wo er ebenfalls einen Assist beisteuern konnte. Es kann bereits jetzt festgehalten werden, dass Matteo Di Giusto eine absolute Bereicherung für die Luzerner Offensive darstellt. 

Armin Gigovic (BSC Young Boys) 

Der bosnische Nati-Spieler wechselte erst Mitte August in die Bundesstadt, weswegen er erst vier Pflichtspiele für die Young Boys bestreiten konnte. In diesen hat er aber bereits nachgewiesen, dass er ein absoluter Gewinn für das Team von Trainer Giorgio Contini ist. 

Insbesondere in den Playoffs für die Europa League gegen Slovan Bratislava zeigte Armin Gigovic seine grosse Klasse. Bereits im Hinspiel sorgte der Bosnier mit seiner starken Technik für viel Offensivgefahr und im Rückspiel gelang ihm dann sogar sein erster Doppelpack seiner Profikarriere. YB scheint mit Gigovic einen sehr guten Fang getätigt zu haben, besitzt der 23-Jährige dank seiner Spielweise sogar das Potenzial, ein neuer Publikumsliebling werden zu können. 

Michael Heule (FC Thun) 

Der FC Thun ist bislang DIE Überraschungsmannschaft dieser Saison, hat der Aufsteiger in den ersten fünf Super-League-Runden satte 13 Zähler holen können. Damit thronen die Berner Oberländer von ganz oben. Ein wichtiges Puzzleteil des so starken Saisonstarts ist Linksverteidiger Michael Heule, der von Stade-Lausanne-Ouchy den Weg nach Thun gefunden hat. 

Der 24-Jährige ist der unermüdliche Ackerer auf der linken Seite. Er zeigt sich dabei defensiv äusserst zuverlässig, während er mit seiner Laufstärke auch wichtige offensive Akzente setzen kann. Der Schweizer sammelte in den bisherigen sechs Pflichtspielen immerhin schon zwei Assists und wenn er seine starke Entwicklung in gleicher Weise fortfahren kann, dürften schon bald grössere Vereine bei ihm anklopfen. Beim FC Thun ist er aus der Startaufstellung nicht mehr wegzudenken. 

Anthony Racioppi (FC Sion) 

Vor einem Jahr verliess Anthony Racioppi den BSC Young Boys in Richtung England zu Hull City, wo der Schweizer Goalie aber kaum eine Rolle spielte. Auch eine Leihe zum 1. FC Köln brachte nicht den erhofften Durchbruch, weswegen er sich in diesem Sommer für eine Super-League-Rückkehr entschieden hat. Beim FC Sion blüht der 26-Jährige wieder so richtig auf. 

Die Walliser haben zuletzt zwar eine 0:1-Heimpleite gegen Basel einstecken müssen, trotzdem dürfen die Sittener mit dem eigenen Saisonstart durchaus zufrieden sein. Grossen Anteil daran hat in erster Linie Anthony Racioppi, kassierte der 26-Jährige in bislang fünf Pflichtspielen nur drei Gegentore. Dreimal behielt er die weisse Weste und insbesondere beim torlosen Remis bei seinem Ex-Verein Bern zeigte der Schweizer Goalie seine ganze Klasse. Dank des gebürtigen Genfers hat der FC Sion endlich wieder eine überdurchschnittlich gute Nummer 1 zwischen den Pfosten. 

Keigo Tsunemoto (FC Basel 1893) 

Beim FC Basel gibt es ebenfalls einen Neuen, der bereits in den ersten acht Pflichtspielen der neuen Saison Eindruck machen konnte. Vom Ligakonkurrent krallte man sich die Dienste von Keigo Tsunemoto, was sich bereits als sehr guten Schachzug herausgestellt hat. Der Japaner macht am Rheinknie nämlich dort weiter, wo er in Genf aufgehört hatte. 

Der 26-Jährige erkämpfte sich beim Schweizer Meister auf Anhieb einen Stammplatz und das Vertrauen von Trainer Ludovic Magnin zahlt er mit konstant starken Leistungen zurück. Keigo Tsunemoto ist ein unermüdlicher Antreiber auf der rechten Seite. Er lässt defensiv kaum etwas zu und dazu schaltet er sich auch in der Offensive immer wieder ein. Seine Verpflichtung hat sich für die Bebbi definitiv bezahlt gemacht. 

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2025-09-04 16:00:10