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Einer der Abgänger des FCSG läuft wieder in Grün und Weiss auf

Teil 2 zu den Super-League-Abgängern der vergangenen Saison

In der vergangenen Saison hat die Super League einiges an Prominenz eingebüsst. Grosse Namen verliessen den Schweizer Fussball, andere kehrten der Schweiz als Newcomer den Rücken und sind nun in aller Munde. Wir nehmen die Super-League-Abgänger der Saison 2024/25 genauer unter die Lupe.

Insgesamt sind es 17 Spieler, deren Laufbahn wir seit ihrem Super-League-Abgang genauer durchleuchten werden. In diesem zweiten Teil haben wir uns mit neun Kickern beschäftigt, spannende Namen von Basel, Luzern und Co. befinden sich in Teil eins (verlinkter Artikel oben). 

Adrian Gantenbein (FC Winterthur)

Letzten Sommer verliess Adrian Gantenbein seinen Jugendverein FC Winterthur. Das Eigengewächs spielte seit seiner Kindheit für die Zürcher und spielte seit 2022 in der Super League. In der höchsten Liga fühlte sich der 24-Jährige schnell wohl. In seiner letzten Saison mit dem FCW kam er in 32 Spielen zum Einsatz, erzielte drei Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor. Vor allem gegen Ende der Saison erhielt er viel Spielzeit, auch wenn die ganz grossen Highlights ausblieben.

Schalke 04 griff dennoch zu und verpflichtete den Rechtsverteidiger für die 2. Bundesliga. Der Start war jedoch schwierig, denn gleich in seiner ersten Halbsaison stoppte ihn eine schwere Verletzung. Nach seiner Rückkehr kämpfte er sich eindrucksvoll zurück und fand immer besser ins Team. Zum Ende der abgelaufenen Saison stand er regelmässig auf dem Feld, erzielte ein Tor und lieferte zwei Vorlagen.

Auch in der aktuellen Saison setzt sich sein Leistunserfolg fort. In den ersten drei Spielen kam Gantenbein jeweils über lange Zeit zum Einsatz. Sein Vertrag bei Schalke läuft noch bis 2028, genügend Zeit also, um sich weiterzuentwickeln und vielleicht irgendwann in der Bundesliga Fuss zu fassen.

Zan Celar (FC Lugano)

Wir machen weiter mit einem Angreifer, der in der Schweiz für Furore sorgte, ehe er den Schritt nach England wagte. Zan Celar wechselte im Sommer 2024 für rund zwei Millionen Euro von Lugano zu den Queens Park Rangers in die zweite englische Liga. Beim FC Lugano war der Slowene einer der gefährlichsten Stürmer der Super League. Mit 14 Toren in der Saison 23/24 zählte er zusammen mit Chadrac Akolo und Kevin Carlos zu den Topscorern der Liga. Ein Wechsel ins Ausland war also nur eine Frage der Zeit.

In England jedoch verlief die Sache weniger erfolgreich. In 19 Einsätzen für QPR erzielte Celar lediglich zwei Treffer, trotz regelmässiger Einsatzzeit. In der Rückrunde warf ihn zudem eine hartnäckige Oberschenkelverletzung zurück, wodurch er die restliche Saison verpasste. In der aktuellen Spielzeit kam der 26-Jährige nur noch auf zwei Kurzeinsätze für die Rangers, weswegen nun ein nächster Schritt folgt: Fortuna Düsseldorf sicherte sich den Mittelstürmer leihweise. Dort will Celar neu durchstarten und dürfte definitiv auf mehr Einsatzminuten kommen.

Isaac Schmidt, Leonidas Stergiou (FC St.Gallen)

Mit Isaac Schmidt verloren die Ostschweizer vor ziemlich genau einem Jahr einen ihrer wichtigsten Verteidiger. Seit der Saison 21/22 stand der Schweizer beim FCSG unter Vertrag, fand sich Schritt für Schritt besser zurecht und schaffte schliesslich in der vergangenen Saison den endgültigen Durchbruch. Schon nach den ersten vier Spielen stand er mit einem Tor und einem Assist da. Besonders in der Conference-League-Qualifikation machte Schmidt auf sich aufmerksam. In fünf Partien überzeugte er mit starken Leistungen, einem Treffer und einer Vorlage. Kein Wunder also, dass schon früh Interessenten anklopften. Nach nur neun Spielen in der neuen Saison meldete sich Leeds United und schnappte sich den jungen Verteidiger für 2,97 Millionen Euro mit einem Vertrag bis 2028.

Bei Leeds angekommen, durfte Schmidt immerhin zwölf Einsätze in der Championship sammeln. Doch wirklich zum Zug kam er nicht. In der gesamten Saison kam er lediglich auf 71 Spielminuten, einzig im FA Cup erhielt er zwei Startelfeinsätze, konnte dort aber nicht nachhaltig überzeugen. Mittlerweile ist Leeds United in die Premier League aufgestiegen, doch Schmidt wird dort definitiv nicht mitmischen. Sein Leihtransfer zu Werder Bremen in die Bundesliga ist nämlich in trockenen Tüchern, weswegen er diese Spielzeit in der höchsten Liga Deutschlands bestreiten wird. 

In der Bundesliga trifft Isaac Schmidt auf ein bekanntes Gesicht treffen: seinen ehemaligen Teamkollegen Leonidas Stergiou. Der Rechtsverteidiger wechselte im Sommer 2024 fix für rund zwei Millionen Euro zum VfB Stuttgart. Stergiou, der seit seiner Jugend bei den Ostschweizern spielte und bereits seit der Saison 18/19 in der Super League zum Einsatz kam, überzeugte beim FCSG vor allem mit soliden Defensivleistungen. Im Vergleich zu Schmidt weniger offensiv ausgerichtet, aber stets zuverlässig. Bereits in der Saison 23/24 war er leihweise in Stuttgart aktiv und nutzte seine wenigen Einsatzminuten mit guten Auftritten, inklusive eines Tores.

Der endgültige Transfer im darauffolgenden Sommer zahlte sich für beide Seiten aus. Der 23-Jährige durfte in der vergangenen Saison sogar Champions-League-Luft schnuppern. Zwar waren seine Auftritte nur von kurzer Dauer, doch für den jungen Schweizer war es ein wertvolles Erlebnis. Abgesehen von seiner Verletzungsanfälligkeit lieferte Stergiou eine starke Saison ab. In zwölf Pflichtspielen für den VfB kam er meist über längere Zeit zum Zug und steuerte ein Tor sowie zwei Assists bei. Doch leider wird er aktuell wieder von einer Verletzung gestoppt, denn eine Fussverletzung verhindert bislang seine Einsätze in der neuen Saison.

Silvère Ganvoula, Cheikh Niasse (BSC Young Boys)

Im Winter mussten die Berner Silvère Ganvoula ziehen lassen. Der Stürmer unterschrieb Anfang des Jahres für 1,8 Millionen Euro bei Monza. Die Italiener waren auf den Kongolesen aufmerksam geworden, nachdem er in der Hinrunde der Saison 23/24 bei YB stark aufspielte. In 18 Einsätzen traf er fünfmal, krönte seine erste Halbserie zudem mit einem Treffer in der Champions League.

Im Februar klopfte dann die Serie A an und Ganvoula wagte den Schritt nach Italien. Von Beginn weg erhielt er Spielzeit, startete gleich in seiner ersten Partie von Anfang an und stand auch in den darauffolgenden Spielen auf dem Feld. Den entscheidenden Durchbruch schaffte er aber nicht. Gegen Ende der Saison stoppte ihn zusätzlich eine Verletzung. Inzwischen wieder fit, durfte der 27-Jährige in der neuen Spielzeit in der Coppa Italia ran. Über die vollen 90 Minuten konnte er allerdings keine Akzente setzen, im Gegenteil: Nach schwacher Leistung wurde er per Platzverweis vom Feld geschickt. Zwei Tage später folgte dann die Meldung: Silvère Ganvoula wechselt weiter, diesmal zu Al-Fayha nach Saudi-Arabien.

Ebenfalls im vergangenen Winter verliess Cheikh Niasse die Berner per Leihe in Richtung Serie A. Der defensive Mittelfeldspieler aus dem Senegal schloss sich Hellas Verona an. Seit der Saison 21/22 stand Niasse bei den Young Boys unter Vertrag und konnte sich in der vergangenen Spielzeit sogar in der Champions League mit einem Assist auszeichnen.

In Italien kam der 25-Jährige auf elf Einsätze und wusste von Beginn weg zu überzeugen. Dann allerdings stoppte ihn eine Beinverletzung, die ihn mehrere Wochen aus dem Rhythmus brachte. Nach seiner Rückkehr schwankten die Leistungen, dennoch war Verona überzeugt und verpflichtete den Mittelfeldmann im Sommer fix für stolze 3,5 Millionen Euro. Ein Transfer, der sich bislang auszahlt: In der laufenden Saison kam Niasse bereits in beiden Ligaspielen zum Einsatz und erhielt jeweils reichlich Spielzeit. Gut möglich, dass er sich im Mittelfeld von Hellas Verona langfristig etablieren kann.

Cheick Condé, Jonathan Okita, Adrian Guerrero (FC Zürich)

Anfang dieses Jahres musste sich der FC Zürich von einem seiner Schlüsselspieler im Mittelfeld trennen. Cheick Condé wechselte für zwei Millionen Euro zum Venezia FC. Seit der Saison 2022/23 war der Guineer für den FCZ aktiv und überzeugte dabei mit seiner Präsenz im Zentrum. In der Spielzeit 2023/24 verpasste er zwar drei Partien wegen Sperren, zeigte aber dennoch starke Leistungen. Ein Tor, drei Assists und solide Auftritte zeichneten ihn aus. Auch international kam Condé zum Einsatz, in der Conference League wie auch in der Europa League Qualifikation. Gegen Ende des Jahres liess seine Form etwas nach, dennoch folgte der Wechsel nach Italien.

In der Serie A konnte der 25-Jährige bislang nicht richtig Fuss fassen. In 18 Spielen stand er lediglich neunmal im Kader und sammelte insgesamt nur 145 Einsatzminuten. Zum Schluss der Saison stoppte ihn zudem eine Verletzung. Mittlerweile ist Venezia in die Serie B abgestiegen. In der laufenden Saison stand Condé bisher noch nicht im Kader. Sein Vertrag läuft jedoch bis 2027, sodass ihm weiterhin genügend Zeit bleibt, um sich durchzusetzen.

Ebenfalls im vergangenen Winter verliess Jonathan Okita den FC Zürich. Der Stürmer war 2022 in die Super League gekommen und überzeugte in seinen ersten beiden Spielzeiten mit starken Leistungen. In seiner Debütsaison erzielte er sieben Tore und bereitete drei weitere vor, in seiner zweiten Spielzeit steigerte er sich sogar auf elf Treffer und drei Assists. In der Saison 2023/24 kam der Knick. Nach zehn Spielen stand Okita lediglich bei einem Tor und einem Assist und verlor schliesslich seinen Stammplatz. Für den 28-Jährigen war das der Moment, sich für einen Wechsel zu entscheiden.

Er schloss sich Bodrum in der Süper Lig an. In der Rückrunde kam er auf 19 Einsätze, doch der Durchbruch blieb aus. Trotz ausreichend Spielzeit gelang Okita kein Torerfolg. Zum Saisonende fiel er zudem mit einer Verletzung aus und wurde in der letzten Partie nicht mehr eingesetzt. Mittlerweile ist der Angreifer wieder fit, doch ob er am Saisonstart mitwirken kann, ist noch unklar. Fest steht jedoch: Okita wird nicht mehr im Oberhaus der Türkei auflaufen, denn Bodrum stieg in der vergangenen Spielzeit ab.

Im Sommer letzten Jahres verabschiedete sich der FC Zürich auch von Adrián Guerrero. Der Spanier war 2021 in die Super League gekommen und entwickelte sich schnell zu einem Schlüsselspieler. Vor allem seine erste Saison beim FCZ bleibt in Erinnerung: Vier Tore und elf Assists stehen in seiner Bilanz, eine äusserst beeindruckende Ausbeute für einen Linksverteidiger. In den darauffolgenden Jahren liessen seine Leistungen jedoch nach. In der Saison 2023/24 war Guerrero nur noch sporadisch Teil der Stammformation, kam auf 22 Einsätze, verbuchte dabei aber immerhin vier Assists.

Daraufhin folgte der Wechsel zurück nach Spanien zu CD Teneriffa in die Segunda División. Dort lief es jedoch alles andere als rund. Über die gesamte Saison hinweg kam der Linksverteidiger lediglich auf sechs Einsätze in 42 Spielen. Diesen Sommer zog es Guerrero weiter nach Ungarn zu Debrecen und dort scheint er wieder besser Fuss zu fassen. In seinen ersten drei Spielen gelang ihm bereits ein Assist, ein Hoffnungsschimmer für den 26-Jährigen nach einer schwierigen Zeit in Spanien.

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2025-08-30 12:00:40