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Basel investierte gleich doppelt so viel wie die gesamte Konkurrenz und ist trotzdem der grosse Sieger

Die Rekord-Zugänge der Teams der Super League

Noch knapp einen Monat ist das Transferfenster geöffnet und einige Super-League-Teams dürften noch nach letzten Verstärkungen Ausschau halten. In dieser Liste stellen wir euch jene Namen vor, für die der jeweilige neue Verein am meisten Geld in die Hände genommen hat, damit sie in der Super League spielen.

Da die Teams bei Transfers immer wieder Stillschweigen über die Ablösemodalitäten vereinbaren, wurden hier die Ablösesummen von transfermarkt.ch verwendet. Teilweise stellen sich diese Summen auch aus verschiedenen Klauseln zusammen.

12. FC Thun - Brighton Labeau

Der FC Thun hat soeben einen neuen Transferrekord für den Verein aufgestellt. Für den Stürmer Brighton Labeau, der seine Super-League-Tauglichkeit schon beim FC Lausanne-Sport beweisen konnte, haben die Berner Oberländer kolportierte 650'000 Euro an En Avant de Guingamp überwiesen. Nach nur einer Saison in der französischen Ligue 2 kehrt der Nationalspieler Martiniques in die Super League zurück. In Thun hat der Angreifer einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Spielzeit unterzeichnet. Labeau hat damit den finnischen Mittelfeldspieler Ari Nyman abgelöst. Im Januar 2007 wechselte er einst vom FC Inter Turku für 600'000 Euro in die Schweiz. 

11. FC Winterthur - Antoine Baroan

Nur gerade zweihunderttausend Euro mehr in die Hand genommen haben die Eulachstädter für ihren teuersten Transfer. Im Februar 2024 sendeten die Winterthurer rund 800 Tausend Euro nach Bulgarien. In 36 Pflichtspielen für den FCW schoss der Franzose immerhin fünf Tore und bereitete weitere vier vor, nach nur einem Jahr entschied er sich dann aber für den Wechsel zurück nach Bulgarien, mittlerweile spielt er in Rumänien.

10. FC St.Gallen 1879 - Roman Buess

Während Thun und Winterthur im Ausland auf Spielersuche gingen, angelte sich der FCSG in der Schweiz einen neuen Stürmer. Nach einer tollen Saison beim FC Thun investierten die Espen 2016 1.3 Millionen Euro in den U17-Weltmeister von 2009, der anschliessend zweieinhalb Jahre in Grün-Weiss spielte. Nach 87 Einsätzen und 23 Toren ging es im Winter 2019 zu Lausanne, wo er allerdings nur eine halbe Saison blieb und seither dem FC Winterthur treu geblieben ist.

9. FC Luzern - Aleksandar Stanković

Hier wird es knifflig. Bis heute ist nicht ganz genau bekannt, was der Serbe den FC Luzern gekostet hat. Von einer Kaufoption von zwei Millionen war die Rede, transfermarkt.ch spricht von einer Leihgebühr von 1.6 Millionen Euro. Gebracht hat es schlussendlich nichts, denn Inter Mailand holte ihn umgehend zurück und verkaufte ihn mittlerweile an Brügge, wo er zum Ersatz von Ardon Jashari werden soll.

8. FC Zürich - Yassine Chikhaoui

Eigentlich müssen wir diesen Spieler gar nicht genauer vorstellen. Er war ein Magier, hatte das Potenzial eine ganz grosse Karriere hinzulegen. 2007 kostete der Tunesier dem FCZ 1.9 Millionen Euro, zauberte anschliessend acht Jahre lang den Gegnern in der Super League Knoten in die Beine, wurde Meister und Cupsieger. Wer weiss, wie weit er es ohne Verletzungspech geschafft hätte. 2015 sorgte er bei den Stadtzürchern gar für Profit, als er für 2.5 Millionen nach Katar weiterzog.

7. FC Lausanne-Sport - Zeki Amdouni

Wohl die kürzeste Reise für den Spielertransfer musste Lausanne-Sport antreten. Zeki Amdouni schaffte bei den Romands den Durchbruch, nachdem er bei Stadtrivale Stade-Lausanne-Ouchy bereits den nächsten Schritt gemacht hat. Die 2.5 Millionen Euro, die er gekostet hat, war er längst wert. Nach einer starken Saison holte ihn der FC Basel erst leihweise, verpflichtete ihn später für vier Millionen fest. Gut möglich, dass durch eine Weiterverkaufsklausel gar noch einmal eine Summe an Lausanne ging.

6. FC Lugano - Mattia Zanotti & Kévin Monzialo

Der FCL des Südens ist das einzige Team, das keinen einzelnen Rekord-Zugang hat. Dies könnte sich aber bald ändern. Da Klauseln und Weiterverkaufsklauseln heutzutage gang und gäbe sind, ist es durchaus möglich, dass die Tessiner bei einem Verkauf von Mattia Zanotti noch etwas auf die 2.5 Millionen Euro drauflegen müssen. Bei Monzialo, der 2021 aus der Juventus-Jugend kam und nur ein Jahr später nach Pölten verliehen und verkauft wurde, ist eine weitere Summe wohl vom Tisch.

5. Servette FC - Keigo Tsunemoto

Als der Japaner 2023 von den Kashima Antlers zu den Grenats stiess, war er noch gänzlich unbekannt. Gemessen daran, sind die 3.6 Millionen Euro, die der SFC nach Japan überwiesen hat, eine grosse Summe. Der heute 26-Jährige hat aber mit tollen Leistungen bewiesen, dass er das Geld wert war, wurde diesen Sommer aber mit 1.9 Millionen Euro deutlich unter Wert an den FC Basel verkauft. Dass es nicht die ganz grosse Summe gab, liegt unter anderem daran, dass Tsunenomtos Vertrag im kommenden Sommer ausgelaufen wäre.

4. FC Sion - Mattias Andersson

Etwas überraschend steht hier nicht Balotelli an der Spitze. Der Italiener kostete die Walliser damals "nur" 2.6 Millionen Euro, womit er ehrlich gesagt noch immer 2.6 Millionen zu viel kostete. Gleich vier Millionen liess sich Christian Constantin im Sommer 2019 den ehemaligen Juve-Junior Mattias Andersson kosten. Drei Super-League-Einsätze und deren vier in der U21 später, wechselte der Schwede 2022 für eine unbekannte Summe nach Dänemark.

3. BSC Young Boys - Kasim Adams

Nach Nyman vom FC Thun, der längst zurückgetreten ist, kommen wir hier zum ersten Spieler, der noch aktiv ist und zurzeit keinen Verein hat. Für 4.5 Millionen leistete sich YB im Sommer 2017 den Innenverteidiger von Mallorca, nachdem er im Jahr zuvor bereits als Leihspieler in Bern aktiv war. Nach 69 Spielen in gelb-schwarz zog es Adams 2018 nach nur einem Jahr weiter in die Bundesliga. Hoffenheim holte ihn damals für acht Millionen.

2. Grasshopper Club Zürich - Richard Núñez

Der zweitteuerste Rekord-Transfer eines Super Ligisten liegt am weitesten zurück von allen. 4.5 Millionen überwies der Rekordmeister im März 2021 an den uruguayischen Verein aus Danubio, für die damalige Zeit eine sehr hohe Summe. Núñez dankte das Vertrauen mit 105 Toren aus 154 Spielen, wurde zweimal Torschützenkönig und zweimal Schweizer Meister. Im Januar 2005 schloss er sich dann für vergleichsweise läppische 300 Tausend Euro dem spanischen Grossclub Atlético Madrid an, wo er sich allerdings nicht durchsetzen konnte und nur ein halbes Jahr später ablösefrei nach Mexiko wechselte.

1. FC Basel - Riccardo Calafiori

Die Zusammenstellung der Summe beim Italiener ist etwas speziell. 2022 wechselte Calafiori von der AS Roma ans Rheinknie, die Ablösesumme lag damals bei ungefähr 2.5 Millionen. Nach starken Leistungen in Basels Conference-League-Lauf wechselte der heute 23-Jährige ein Jahr später zu Bologna. Bei seinem letzten Transfer zu Arsenal sahnten die Bebbi dank einer Weiterverkaufsklausel von 50% zwar mächtig ein, mussten allerdings fast acht Millionen auch nach Rom abgeben, wodurch der Transfer von Calafiori schlussendlich 10.2 Millionen Euro gekostet hat. Bezahlt gemacht hat sich diese Investition auf alle Fälle.

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2025-08-05 12:00:10