Die Super-League-Saison 2025/26 ist nicht mehr weit entfernt, fällt doch am 25. Juli der Startschuss mit der Partie zwischen dem FC Zürich und dem FC Sion. Wir blicken bereits jetzt auf die neue Spielzeit voraus und wagen eine Prognose, welche Youngster in der neuen Saison ihren grossen Super-League-Durchbruch schaffen könnten.
Zur Information: Für diesen Artikel wurden nur Spieler mit Jahrgang 2004 oder jünger beachtet.
Nach zuletzt fünf Saisons in der Challenge League dürfen sich die Berner Oberländer endlich wieder einmal auf eine Saison in der Super League vorbereiten. Einen, den man beim Aufsteiger besonders im Blick haben sollte, ist Ethan Meichtry. Das Berner Oberländer Eigengewächs ist eines der grössten Talente im Team von Trainer Mauro Lustrinelli und in der letzten Aufstiegssaison konnte der 20-Jährige bereits einige Kostproben seines Talents abgeben. Er sammelte in 23 Partien, in welchen er immerhin neunmal in der Startelf stand, drei Scorerpunkte (ein Tor und zwei Assists). Wir trauen dem offensiven Mittelfeldspieler definitiv zu, sich auch in der höchsten Schweizer Spielklasse durchsetzen zu können. Auch sein Trainer Mauro Lustrinelli hat eine hohe Meinung von ihm, wie wir auf Nachfrage erfahren haben:
"Ethan ist ein fantastischer Junge – sehr lernwillig und lernfähig. Als Spieler bringt er den Spirit eines Strassenfussballers mit. Er im offensiven Mittelfeld zu Hause, zeigt sich unglaublich lauffreudig und bringt eine hohe Intensität auf den Platz. Gegen den Ball zeigt er eine starke Präsenz in den Duellen, mit dem Ball beeindruckt er durch Kreativität, seine 1-gegen-1-Fähigkeiten und ständige Torgefahr."
Mauro Lustrinelli über Ethan Meichtry, 15.07.25
Der GCZ will mit Sportchef Alain Sutter noch fleissiger auf den eigenen Nachwuchs setzen und Leart Kabashi ist dabei eines der hoffnungsvollsten Talente im GC-Stall. Der erst 17-Jährige debütierte in der letzten Saison in der Super League und er konnte in seinen drei Einsätzen sogar bereits einen Treffer beisteuern. Der technisch starke Mittelfeldspieler bringt alle Anlagen mit, um es weit schaffen zu können, was auch GC-Captain Amir Abrashi unterschreiben würde. Er, Saulo Decarli und Nicolas Glaus finden nämlich, dass Leart Kabashi das grösste Star-Potenzial im Team hat. Bitter aus seiner Sicht ist jedoch, dass er erst verspätet in die Saison 2025/26 einsteigen kann, zog er sich in der Vorbereitung eine schwere Verletzung zu, wie wir auf Nachfrage von GC erfahren haben.
Unter Trainer Uli Forte haben die Eulachstädter eine ganz starke Rückrunde gespielt und sich noch den direkten Klassenerhalt sichern können. In der neuen Saison dürfte für die Winterthurer erneut oberste Priorität haben, den Abstieg zu vermeiden. Dabei ist durchaus möglich, dass Ledjan Sahitaj eine gute Rolle spielen wird. Der 21-jährige Rechtsverteidiger hat bereits in der letzten Saison Super-League-Luft schnuppern dürfen und dabei sein Potenzial angedeutet. Mit dem Abgang von Tobias Schättin könnte sich für ihn eine Tür geöffnet habe, dass er künftig noch mehr zum Einsatz kommen wird.
Die Walliser haben sich in diesem Sommer einen ganz spannenden Schweizer Youngster auf Leihbasis sichern können. Winsley Boteli gehört mit seinen 19 Jahren zu den talentiertesten Schweizer Stürmern seines Jahrgangs und im Wallis möchte er nach seiner Zeit bei den Nachwuchsmannschaften von Gladbach auch im Profifussball Fuss fassen. Seine Entwicklung wird man definitiv mit ganz viel Spannung verfolgen, könnte er sich doch zum absoluten Glücksgriff für die Sittener entpuppen. "Er ist eine Wette auf die Zukunft, aber auch eine unmittelbare Verstärkung für unseren Offensivbereich", wie Sportchef Barthélémy Constantin bei der Verpflichtung schwärmte.
Der erst 20-Jährige ist bislang einer der grossen Gewinner in der Vorbereitung des FC St.Gallen. Alessandro Vogt profitiert derzeit sicherlich davon, dass die Stürmer in der Ostschweiz eher rar gesät sind, was seine persönlichen Chancen, in der Super League zum Zug zu kommen, natürlich erhöht. In der letzten Saison steuerte der robuste Offensivspieler 13 Tore in der 1. Liga für die U21 bei und als Spielertyp erinnert er ein wenig an Lars Villiger vom FC Luzern. Er selbst hätte sicherlich nichts dagegen, wenn er einen ähnlichen Weg gehen würde wie das Luzerner Eigengewächs. Beim FC St.Gallen will man ihm aktuell die nötige Zeit gewähren, damit er sich, wie auch die weiteren Nachwuchsspieler, die die Vorbereitung mit der 1. Mannschaft bestreiten, in Ruhe und in seinem Tempo entwickeln kann, wie wir auf Nachfrage als Reaktion erhalten haben.
Der FCZ setzt bereits stark auf den Nachwuchs, haben doch Spieler wie Junior Ligue oder Cheveyo Tsawa ihren Super-League-Durchbruch bereits geschafft. Nevio Di Giusto, der jüngere Bruder von Winterthur-Spielmacher Matteo, würde natürlich zu gerne in die Fussstapfen der beiden genannten FCZ-Cracks treten. Der 20-Jährige kämpfte letzte Saison zwischenzeitlich mit einem Mittelfussbruch und diese Verletzung hat ihn definitiv zurückgeworfen. Der offensive Mittelfeldspieler ist mittlerweile aber wieder voll genesen und könnte eine der grossen Überraschungen beim FCZ in der neuen Saison werden. Schliesslich besitzt er alle Anlagen, die es braucht, um in der Super League den Durchbruch schaffen zu können.
Die Luzerner besitzen bekanntlich eine herausragende Nachwuchsabteilung, konnten zuletzt doch zahlreiche Eigengewächse in der Super League Fuss fassen. Einer der nächsten, welchem dies gelingen könnte, ist Andrej Vasovic. Der erst 17-Jährige gilt als grosse Zukunftshoffnung und in der letzten Saison steuerte der Stürmer immerhin acht Tore in der Promotion League bei. Das Team von Mario Frick ist derzeit bei den Stürmern eher dünn besetzt, hat doch Klidjé den Verein verlassen, während Villiger verletzungsbedingt ausfällt. Diese Ausgangslage könnte zur grossen Chance für Vasovic werden, der in der letzten Saison sein Debüt in der höchsten Schweizer Spielklasse feiern durfte. Uns gegenüber hat Trainer Mario Frick bereits angedeutet, dass der junge Offensivspieler in der anstehenden Spielzeit definitiv eine Rolle spielen wird:
"Andrej ist ein sehr agiler und kräftiger Stürmer, der vor allem im Spiel gegen den Ball sehr wichtig ist, weil er dort sehr belebend wirkt. Er läuft für zwei, stellt die Räume geschickt zu und auch offensiv hat er mittlerweile unsere Abläufe implementiert, schliesslich haben wir diese in den letzten drei bis vier Wochen auch jeden Tag geübt. Er braucht sicher noch seine Zeit, aber er ist ein Stürmer, der in dieser Saison seine Minuten erhalten wird."
Mario Frick über Andrej Vasovic, 17.07.25

Die Lausanner werden die Saison 2025/26 mit einem neuen Trainer in Angriff nehmen, steht doch Peter Zeidler neuerdings an der Seitenlinie bei den Waadtländern. Der Deutsche ist bekannt dafür, junge Talente fördern zu können und davon könnte insbesondere Beyatt Lekoueiry profitieren. Der 20-Jährige hat bereits in der letzten Saison unter Ludovic Magnin neun Super-League-Partien bestreiten dürfen und dem Mann aus Mauretanien ist zuzutrauen, dass er in der anstehenden Spielzeit einen nächsten Entwicklungsschritt gehen und sich gar einen Stammplatz erkämpfen wird. Ihn sollte man definitiv im Auge behalten.
Der 18-Jährige wurde schon relativ früh als Riesentalent verschrien, doch für einen Super-League-Einsatz hat es ihm bislang noch nicht gereicht. Ilija Maslarov hat in der letzten Saison 17 Promotion-League-Partien bestritten und dabei war definitiv ersichtlich, dass er eine besondere Gabe besitzt. Wir trauen ihm nun zu, dass er in der anstehenden Saison auch in der Super League zum Einsatz kommen und sein Können demonstrieren wird. Wunderdinge darf man vom defensiven Mittelfeldspieler aber sicherlich noch keine erwarten.
Die Young Boys wollen in der nächsten Saison wieder ganz oben angreifen und einer, der sehr gute Perspektiven besitzt, um im Sturm zu seinen Einsatzmöglichkeiten zu kommen, ist Felix Emmanuel Tsimba. Der 19-Jährige gilt als grosses Talent, welches er in der letzten Saison besonders in der Promotion League unter Beweis stellen konnte. Ihm gelangen für die U21 14 Scorerpunkte (elf Tore und drei Assists) aus 26 Partien, was sich definitiv sehen lassen kann. Auch in der Super League durfte er seine ersten vier Partien bestreiten. Wir würden darauf wetten, dass Tsimba in der neuen Saison auch erstmals in der höchsten Schweizer Spielklasse treffen wird.
Bei YB hält man auf jeden Fall grosse Stücke auf den Youngster, wie Christoph Spycher, Chief Sports bei den Bernern, uns gegenüber meinte: "Emmanuel Tsimba hat sich bei uns in der Youth League sehr gut entwickelt und sich seinen Profivertrag redlich verdient. Nun gilt es, weiterhin hart zu arbeiten und die nächsten Schritte zu machen. Er hat sein Potenzial in der Vorbereitung zum Ausdruck gebracht und ist ein sehr spannender Spieler für uns, den wir sehr eng begleiten."

Die Genfer spielten zuletzt war immer oben mit, für den Meistertitel reichte es jedoch nicht. Sollte Youngster Keyan Varela in der nächsten Saison so richtig explodieren, würden sich die Meisterchancen von Servette definitiv vergrössern. Der Portugiese ist ein sehr trickreicher und explosiver Flügelspieler, der die gegnerischen Abwehrreihen definitiv in Nöte bringen kann. Bereits in der letzten Spielzeit zeigte der 19-Jährige einige Kostproben seines Talents, konnte er doch auch zwei Super-League-Tore erzielen. In der Saison 2025/26 könnte er sich nun in der Stammelf von Servette festbeissen.
Beim Schweizer Meister aus Basel gibt es natürlich ebenfalls einige sehr vielversprechende Youngster. Marin Soticek ist dabei ohne Zweifel eines der grössten Talente im Kader, hat der 20-Jährige doch bereits in der letzten Double-Saison seine Klasse mehrfach aufblitzen lassen. Der Kroate kam mehrheitlich als Joker zum Zug und sammelte immerhin sechs Scorerpunkte in der Liga. Von Sportdirektor Daniel Stucki gibt es nur lobende Worte, wie dieser uns auf Nachfrage mitteilte:
"Marin ist von seinen Anlagen und seinem Potenzial her ein sehr kompletter Spieler. Er ist sehr schnell und dribbelstark und auf dem Platz bringt er auch eine gewisse Härte mit rein. Er ist ein schneller, robuster, spielintelligenter und dribbelstarker Flügelspieler, der sehr grosses Potenzial mitbringt."
Daniel Stucki über Marin Soticek, 16.07.25
Hervorzuheben seien auch sein starker Abschluss sowie seine Beidfüssigkeit, wie der FCB-Sportdirektor noch anmerkte. Beim FCB erhoffe man sich auf jeden Fall, dass er in der kommenden Saison nochmals einen Schritt vorwärtsmachen und sich noch ein Stück weiterentwickeln kann. "Dann gehen wir davon aus, dass er sich durchsetzen und künftig einen guten Weg einschlagen wird." Auch wir trauen dem technisch so versierten Youngster zu, dass er sich in der stark besetzten Offensive der Bebbi einen Stammplatz erkämpfen kann. Marin Soticek könnte eines Tages zum nächsten ganz grossen Exportschlager der Basler avancieren.
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