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Bei einigen Clubs wird die Besetzung der Torhüterposition bald Priorität geniessen

Die Torhüter der Super League

Die Schlussmänner der Super League werden auch in der kommenden Saison mit ihren Paraden wieder für Spektakel sorgen. Oft gilt die Rolle der Nummer zwei als undankbar, gleichwohl sind auch die Männer hinter dem jeweiligen Stammkeeper wichtig. Wir rücken deshalb die komplette Besetzung der Torhüterpositionen in den Fokus. 

FC Thun Berner Oberland

Keiner der vier Torhüter des FC Thun haben bereits einen Einsatz in der Super League absolviert, das wird sich in dieser Saison ändern. Youngster Dario Wälti wird die Spielzeit allerdings auf Leihbasis beim SC Kriens in der Promotion League absolvieren. In der Aufstiegssaison gelang es Niklas Steffen im April, für die entscheidende Phase der Saison Nino Ziswiler als Nummer eins zu verdrängen. In Thun müssen sich alle drei Torhüter im Kader in dieser Saison beweisen, denn ihre Verträge laufen zum Saisonende aus. 

Grasshopper Club Zürich

Beim Grasshopper Club Zürich ist unumstritten, wer als Nummer eins in die neue Saison gehen wird. Justin Hammel hat schon in den letzten beiden Saisons als Stammkeeper seinen Wert bewiesen. Zwischenzeitlich hat er im Tor der Hoppers so überzeugen können, dass ihm sogar ein nächster Karriereschritt zuzutrauen ist. GC hat in diesem Sommer den routinierten Österreicher Manuel Kuttin ziehen lassen, damit rückt Nicolas Glaus ins zweite Glied. Komplettiert wird das Trio durch Nachwuchskeeper Laurent Seji. 

FC Winterthur

Auch der FC Winterthur setzt hinter der Nummer eins auf zwei junge Torhüter. Stefanos Kapino, der im Saisonschlussspurt mit seinen Paraden einen grossen Anteil am direkten Klassenerhalt hatte, verlängerte seinen Vertrag nach der Saison. Ausgelaufen ist derweil der Kontrakt von Markus Kuster. Seine Position in der Torhüterhierarchie übernimmt Antonio Spagnoli, der erst 17-jährige Noah Brogli ist zudem in die erste Mannschaft aufgerückt. Wie lange die Verträge der beiden Youngster laufen, hat der FCW nicht offengelegt. 

FC Sion

Eine besonders interessante Situation findet man im Wallis vor. In 104 Partien hütete Timothy Fayulu für die Profimannschaft des FC Sion das Tor, doch die Zeit des kongolesischen Nationalspielers im Wallis ist abgelaufen. Der letztjährige Aufsteiger besetzt seine Torhüterposition neu. Heinz Lindner hat in die Bundesstadt gewechselt und auch Fayulu soll den Club noch verlassen. Als designierte langjährige Nummer eins ist Anthony Racioppi von Hull City in die Super League zurückgekehrt. Routinier Francesco Ruberto, verpflichtet vom FC Vizela, dürfte dann die Rolle der Nummer zwei einnehmen. 

FC St.Gallen 1879

Im Januar 2020 ist Lawrence Ati Zigi zum FC St.Gallen gestossen und seither ist er nicht nur die Nummer eins, sondern auch noch einer der Publikumslieblinge. Dadurch ist Zigi auch der erfahrenste Keeper, der bislang aufgeführten. Der Deutsche Lukas Watkowiak ist derweil auch schon seit fünf Jahren die Nummer zwei bei den Espen. Bela Dumrath bestreitet die kommende Saison auf Leihbasis mit den Stuttgarter Kickers, Gentrit Muslijas Leihe zum FC Wil wurde zudem verlängert. Letzterer avancierte beim Challenge-League-Club zur Nummer eins und wir nun weitere Profierfahrung sammeln. Wer das Trio in der Super League komplettieren wird, ist noch unklar. Nico Föllmi und Janis Widmer sassen bei den bisherigen Testspielen auf der Bank.

FC Zürich

In puncto Erfahrung in der Super League übertrifft Yanick Brecher den FCSG-Keeper Zigi gleich nochmals um 101 Einsätze in der höchsten Spielklasse. Am FCZ-Captain gibt es auch in der neuen Saison nichts zu rütteln. Dahinter hat der Stadtclub für einen Umbruch gesorgt. Zivko Kostadinovic hat keinen neuen Vertrag mehr erhalten, dafür ist der 18-jährige Ukrainer Yevgen Morozov in den Profikader befördert worden. Auch Silas Huber verfügt, genau wie Morozov, noch über keine Erfahrung in der höchsten Spielklasse der Schweiz. 

FC Luzern

Gleich fünf Torhüter können beim FC Luzern aufgelistet werden. Bei der Anzahl an Einsätzen in der Super League hat Eigengewächs Pascal Loretz die routinierte Nummer zwei Vaso Vasic zum Ende der letzten Saison überholt. Hinter den beiden schielen gleich drei Keeper darauf, derweil vielleicht die neue Nummer eins der Luzerner zu werden. Vasics Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, Loretz dürfte früher oder später den nächsten Karriereschritt wagen. In diesem Sommer wurde Lionel Huwiler mit einem Profivertrag ausgestattet. Diego Heller ist derweil von einer Leihe zum SC Kriens zurückgekehrt. Heller muss genau wie Jahrgangskollege Julian Bock sich im kommenden Jahr für eine Vertragsverlängerung aufdrängen. 

FC Lausanne-Sport

Beim FC Lausanne-Sport deutet vieles darauf hin, dass sich bald einmal eine Veränderung auf der Torhüterposition aufdrängt. Stammkeeper Karlo Letica schien schon im Frühjahr wechselwillig zu sein, der Vertrag des Kroaten wurde aber nochmals bis zum Ende der Saison 2025/26 verlängert. Thomas Castella, der noch mehr Super-League-Einsätze vorzuweisen hat als Letica, wird wohl noch länger die Rolle der Nummer zwei bekleiden. Dahinter sammelte Mevin Mastil in der vergangenen Spielzeit auf Leihbasis beim FC Stade Nyonnais Erfahrung. Er oder Youngster Tim Hottiger dürfte die kommende Saison wohl auf Leihbasis bei einem anderen Club bestreiten.

FC Lugano

Nur ein Torhüter ist länger an den FC Lugano gebunden als nur noch für die kommende Saison, es ist der junge Grieche Fotis Pseftis. Mit Amir Saipi würden die Bianconeri wohl noch so gerne möglichst zeitnah verlängern. Der 24-Jährige hat sich in den letzten Jahren als Stammkraft in Lugano bewährt. Zudem laufen auch die Verträge von Sebastian Osigwa und den beiden jungen Serif Berbic und Diego Mina aus. Berbic, der auch schon erste Spiele in der Super League hat absolvieren dürfen, verbrachte die vergangene Saison auf Leihbasis bei der AC Bellinzona. 

BSC Young Boys

Beim BSC Young Boys trägt der Torhüter mit den drittmeisten Einsätzen in der Super League die Nummer eins. Marvin Keller hat definitiv für eine Wachablösung gesorgt. Die Folge davon ist, dass der langjährige Stammkeeper David von Ballmoos seinen Wechselwunsch deponiert hat. Mit der Verpflichtung von Heinz Lindner haben die Berner bereits reagiert und einen neuen Routinier als Nummer zwei ins Team geholt. Mit zwei bei den Young Boys ausgebildeten Ardian Bajrami und Dario Marzino stehen derzeit gleich fünf Keeper unter Vertrag. Zumindest um von Ballmoos soll diese Liste während des Sommertransferfensters noch verkleinert werden.  

Servette FC

Beim Servette FC haben sich in den letzten beiden Saisons Jérémy Frick und Joël Mall die Einsätze geteilt. Gleich zwei Verletzungspausen bei Frick sorgten dafür, dass der zypriotische Nationaltorhüter Mall in der vergangenen Spielzeit die Nase vorne hatte. Beide Keeper sind noch bis 2027 an die Grenats gebunden, es gibt also keinen Grund, für eine baldige Veränderung auf der Position. Die Genfer nutzen den Zeitpunkt, um Léo Besson die Möglichkeit zu geben, beim FC Stade-Lausanne-Ouchy auf Leihbasis Erfahrung zu sammeln. Wer als Nummer drei in den Profikader nachrücken wird, ist noch nicht bekannt. 

FC Basel 1893

Zum Abschluss noch die Situation beim Meister. Marwin Hitz befindet sich im Spätherbst seiner Karriere, gleichwohl weiss er immer noch mit starken Leistungen zu überzeugen. Die Bebbi werden immer wieder mit Torhütern in Verbindung gebracht. Ex-FCB-Junior Justin Hammel oder der wechselwillige Timtohy Fayulu wurden schon als mögliche Optionen genannt. Mit Mirko Salvi steht ein weiterer Routinier im Kader. Derweil arbeiten sich die beiden Tims Schritt für Schritt an die Profistufe heran. Spycher spielte auf Leihbasis schon beim Yverdon Sport FC, beim FC Baden und zuletzt bei FC Stade Nyonnais. Pfeiffer sammelt derweil fleissig Erfahrung in den Nachwuchsteams der Bebbi. 

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2025-07-06 10:00:09