In der Serie der Top-Rankings stellen wir zu jeder Position die zehn Besten der abgelaufenen Super-League-Saison zusammen. Der letzte Teil widmet sich den Stürmern, die in erster Linie an ihren Toren und Scorerpunkten gemessen werden.
Der zehnte Platz in diesem Ranking hätte auch an Juan José Perea vom FC Zürich gehen können, der letztlich die genau gleichen Statistiken wie Nikolas Muci aufgewiesen hat. Sein vorzeitiges Saisonende in Form eines Achillessehnenrisses hat ihn jedoch die Nomination gekostet.
GC-Stürmer Nikolas Muci war eine der wenigen Lichtblicke in einer tristen Saison der Hoppers. Der 22-Jährige hat sein grosses Talent mehrfach angedeutet und er avancierte mit seinen sieben Toren (und einem Assist) zum besten Goalgetter des Schweizer Rekordmeisters. Eigentlich unverständlich, dass er die Mehrheit seiner Spiele nur als Joker bestreiten durfte, denn wenn dieser junge Knipser noch mehr Spielzeit bekommen würde, wäre ihm definitiv zuzutrauen, zweistellig treffen zu können.
Der YB-Stürmer lief seiner Form für längere Zeit hinterher, weswegen er selbst kaum sonderlich zufrieden mit seinen eigenen Leistungen gewesen sein dürfte. Trotzdem gehörte er mit seinen insgesamt acht Saisontoren zu den zehn treffsichersten Stürmern der Liga und besonders zum Ende der Spielzeit hin hat er seinen Torriecher wieder gefunden. Der 28-Jährige erzielte nämlich die Hälfte seiner Treffer in den letzten sechs Spielen. Itten kann aber deutlich mehr und es ist gut möglich, dass er es nochmals im Ausland versuchen wird.

Gleich drei Luzerner finden sich in diesem Ranking wieder und teamintern die Nummer 3 ist dabei Adrian Grbic. Der 28-Jährige wurde auf diese Saison hin fest unter Vertrag genommen, nachdem er als Leihspieler zu überzeugen wusste. Der Österreicher hat das Vertrauen der FCL-Verantwortlichen mit immerhin neun Toren zurückgezahlt und dies, obwohl er grösstenteils nur als Joker zum Einsatz gekommen ist. Vier seiner neun Treffer erzielte er vom Penaltypunkt aus, wobei er auch zweimal aus elf Metern scheiterte. Der Wiener ist immer für einen Treffer gut und deswegen definitiv eine gefährliche (Joker-)Waffe für Luzern-Coach Mario Frick.
Lars Villiger zehrte bis Saisonende in erster Linie von einem bärenstarken Saisonstart. Das Luzerner Eigengewächs brillierte am Anfang der Saison mit sechs Scorerpunkten (vier Tore und zwei Assists) an den ersten sechs Spieltagen, doch genauso stark wie er begann, liess er in der Folge auch wieder nach. Trotzdem gehörte er mit seinen letztlich zwölf Scorerpunkten (sieben Tore und fünf Assists) zu den produktivsten Stürmern der abgelaufenen Saison, weswegen er sich seinen Platz in den Top-10 definitiv verdient hat. Wenn der 22-Jährige noch konstanter wird, kann er in diesem Ranking noch deutlich weiter vorne landen.
Beim Vizemeister Servette war Enzo Crivelli mit seinen acht Saisontoren der treffsicherste Stürmer im Team von Thomas Häberli. Nur die beiden Flügelspieler Kutesa (15 Tore) und Stevanovic (14) haben teamintern noch mehr Super-League-Tore geschossen wie der Franzose. Der 30-Jährige hat seinem Team aber nicht nur mit seinen insgesamt elf Scorerpunkten weitergeholfen, sondern auch seine Fähigkeit, mit dem Rücken zum Tor den Ball gekonnt abschirmen und behaupten zu können, war sehr wertvoll. In Zukunft muss dies bei Servette ein anderer Spieler übernehmen, hat doch Crivelli seinen auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängert.
Der FC Lausanne-Sport jubelte am Ende über den Einzug in Conference League, wo man ab Ende Juli versuchen wird, sich via der Qualifikation in die Gruppenphase zu spielen. Kaly Sène war dabei ein wichtiger Baustein mit seinen insgesamt zwölf Scorerpunkten (sieben Tore und fünf Assists). Dank seines enormen Tempos bereitete er den gegnerischen Abwehrkräften immer wieder grosse Probleme und war eine grosse Waffe im Spiel der Lausanner. Gut möglich, dass der 24-Jährige nun im Sommer damit liebäugelt, den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen zu können.
Der beste Luzerner Stürmer der abgelaufenen Saison hat das Podest nur knapp verpasst. Thibault Klidjé hat definitiv die beste Saison seiner Karriere gezeigt und mit seinen zehn Toren und drei Assists zu begeistern gewusst. Der Togolese ist ganz klar Stürmer Nummer 1 bei den Luzernern und für jeden Verteidiger ein sehr unangenehmer Gegenspieler. Der 23-Jährige ist dank seiner grossen Wasserverdrängung nur sehr schwer vom Ball zu trennen und er besitzt sowohl eine gute Technik als auch einen gefährlichen Schuss. Auch ihn dürften wir eines Tages in einer Topliga sehen, die Frage ist nur wann?
Von den drei besten Stürmern der abgelaufenen Saison haben gleich zwei massgeblich zum Basler Meistertitel beigetragen. Einer davon ist Kevin Carlos, der 13 CSSL-Treffer erzielen konnte, was ligaweit nur von einem anderen Stürmer getoppt wird. Beeindruckend dabei ist, dass der Spanier keinen einzigen Penalty geschossen hat und somit alle seine Tore ohne die Hilfe eines Elfmeters erzielen konnte. Der 24-Jährige besitzt einfach ein Näschen für die gefährlichen Räume, wodurch er sich immer wieder in vielversprechende Positionen bringen kann. Wenn er noch etwas kaltschnäuziger wird, kann er ein absoluter Topstürmer auf internationalem Niveau werden, landeten doch in der Super League "nur" 13 seiner 100 Schüsse auch im Tor.
Beim FCB-Eigengewächs wusste man schon früh, dass er grundsätzlich alle Anlagen mitbringt, um es als Stürmer weit bringen zu können. Sein enormes Potenzial hat der mittlerweile 28-Jährige in den letzten Jahren auch aufgrund von Verletzungen aber zu wenig ausschöpfen können, weswegen er mittlerweile wieder in Basel spielt.
In seiner Heimat fühlt sich der Knipser einfach wohl, was auch in der Meistersaison klar ersichtlich war. Ajeti trug 16 Scorerpunkte (zehn Tore und sechs Assists) zum Titelgewinn bei und wenn er nicht noch zweimal vom Platz geflogen wäre, hätte er vermutlich noch mehr Scorerpunkte auf dem Konto. Seine Leistungen in der Championship Group waren dann mehr als beeindruckend, gelangen ihm dort doch in vier Partien sechs Scorerpunkte (fünf Tore und ein Assists). Falls er in der neuen Saison an jene Leistungen anknüpft, könnte er auch für Nati-Trainer Murat Yakin wieder ein ernsthafter Kandidat werden.

Der unserer Ansicht nach beste Stürmer der abgelaufenen Saison hat das Leibchen des FC St.Gallen getragen. Willem Geubbels hat seine grossen Qualitäten gezeigt und vor allem auch konstant abliefern können. Der 23-Jährige war mit 14 Treffern der torgefährlichste Stürmer der Liga und dazu gesellten sich auch noch drei Assists.
Der Marktwert des Franzosen wurde nicht umsonst auf mittlerweile zehn Mio. Euro nach oben geschraubt und der FCSG hofft darauf, mit ihm schön Kasse machen zu können. Schliesslich weckte der Stürmer dank seiner starken Saison viele Begehrlichkeiten und er dürfte für die Ostschweizer kaum zu halten sein.
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