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Der Meister konnte auf den besten Rückhalt der Liga zählen

Das Goalie-Ranking der Super League

Die Saison in der Schweiz ist vorbei. Der FC Basel hat sich zum Meister gekrönt und Yverdon muss den Gang in die Challenge League antreten. Wir wollen auf jeder Position die besten Spieler küren. Als Erstes sind die besten zehn Goalies in der Super League an der Reihe. 

Die statistischen Werte von diesem Artikel stammen von footmob.com.

10. Karlo Letica (FC Lausanne-Sport)

Bei den Spielen ohne Gegentor schliesst der Goalie der Lausanner stark ab, doch bei allen anderen Werten muss der Rückhalt der Westschweizer vielen Kollegen den Vortritt lassen. Sein grösster Makel sind die verhinderten Tore. Letica hat 3,3 Tore mehr einstecken müssen, als es statistisch hätte geben sollen. Es spricht für die Westschweizer Defensivarbeit, dass trotz ausbaufähigen statistischen Werten Leticas, die Lausanner am fünftwenigsten Gegentore erhalten haben. 

9. Yanick Brecher (FC Zürich)

Der Captain des FC Zürich hat, wie sein Verein, auch schon bessere Saisons gespielt. Trotzdem wird an seinem Status in der Limmatstadt nichts zu rütteln sein. Obschon Brecher unterdurchschnittlich wenig Bälle gehalten hat, sind ihm elf Partien ohne Gegentreffer gelungen. Damit hebt er sich knapp von Karlo Letica ab und schafft es als Neunter in dieses Ranking. 

8. Lawrence Ati Zigi (FC St.Gallen 1879)

Es war nicht die beste Saison von Lawrence Ati Zigi im Dress des FCSG. Dennoch darf der Ghanaer auf eine respektable Spielzeit zurückblicken. Er hat zwei Drittel aller Bälle pariert, die auf sein Tor geflogen sind und mehr Gegentreffer verhindert, als es statistisch zu erwarten gewesen wäre. Dennoch hat der Rückhalt der St.Galler nur selten seine Mannschaft zu Punkten gehext. Diese "Extra-Zähler" hätte der FCSG gut gebrauchen können, denn am Ende fehlte nur ein Punkt zur Teilnahme an der Championship Group. Bevor es in St.Gallen wieder losgeht, darf Zigi jetzt zur Nationalmannschaft reisen.

7. Amir Saipi (FC Lugano)

Eine unaufgeregte Saison hat Amir Saipi für Lugano gespielt. Der Schlussmann der Tessiner hat in allen Statistiken ähnliche Werte wie Lawrence Ati Zigi vorzuweisen. Im Gegensatz zum Espen spielt Saipi etwas weniger spektakulär, was aber seine Leistung nicht schmälern soll. Dazu konnte sich der Schweizer U-Nationalspieler auch auf internationaler Bühne beweisen. In der Partie gegen Mlada Bolesav wusste Amir Saipi als Penaltykiller zu überzeugen. Zunächst bewegte sich der Tessiner zu früh von der Linie, doch auch den zweiten Versuch parierte Saipi. Eine Szene, die in diesem Ranking den Ausschlag für Platz sieben gegeben hat.  

6. Paul Bernardoni (Yverdon Sport FC)

Persönlich darf Paul Bernardoni auf eine starke Saison zurückblicken, doch das bringt Yverdon auch nur wenig. Am Ende belegten die Westschweizer den letzten Platz, was gleichbedeutend mit dem Abstieg ist. Bernardoni hat zwar die meisten Gegentreffer einstecken müssen, aber auch viele Bälle halten können. So kommt der Rückhalt Yverdons auf die drittmeisten Paraden pro Spiel und auch auf beinahe vier verhinderte Gegentore. Der Franzose mit einem Marktwert von 2,8 Millionen Euro hat noch einen Vertrag bis im Sommer 2026. Ob Bernardoni aber den Weg in die Challenge League mitgeht, ist noch offen.

5. Justin Hammel (Grasshopper Club Zürich)

GC hat sich erst auf den letzten Drücker vor dem Abstieg retten können. An der Abwehrarbeit der Zürcher ist dies aber nicht gelegen. Nur der Meister aus Basel und die Young Boys haben weniger Gegentreffer als die Hoppers erhalten. Daran hat auch Justin Hammel einen wesentlichen Anteil. Seit nun drei Jahren liefert der gebürtige Basler im Tor der Zürcher eine solide Arbeit ab. In der laufenden Saison hat er 71,3 % der Schüsse pariert (viertbester Wert) und 3,6 Tore verhindert (fünftbester Wert). Damit hat er sich einen Platz im vorderen Mittelfeld dieser Auflistung verdient. 

Justin Hammel ist eine der wenigen Konstanten bei den Grasshoppers gewesen. (Claudio De Capitani/freshfocus)

4. Joël Mall (Servette FC)

Der zypriotische Nationalgoalie hat sich im Tor des Vizemeisters gegen Konkurrent Jérémy Frick mehrheitlich durchgesetzt. Das überrascht kaum, wenn man auf die Leistungen von Mall blickt. Nach Marwin Hitz hat Mall am meisten Gegentreffer verhindert und auch die drittbeste Paradenquote der gesamten Liga gezeigt. Sowohl Mall als auch Frick haben in der Calvinstadt einen laufenden Vertrag. Damit darf Thomas Häberli auch in der kommenden Saison auf zwei starke Torhüter zählen, muss aber einen Konkurrenzkampf auf hohem Niveau moderieren. Gut möglich, dass einer von beiden im Europacup auflaufen darf und der andere die Ligaspiele absolvieren wird. 

3. Stefanos Kapino (FC Winterthur)

Vor allem in der Rückrunde hat sich Stefanos Kapino zum grossen Rückhalt für die Winterthurer aufgeschwungen. Der Grieche hat einen grossen Anteil am Klassenerhalt des FCW. Zehnmal konnte Kapino zu null spielen, dazu hat der 31-Jährige am meisten Paraden pro neunzig Minuten zeigen können. Der Vertrag des Schlussmanns läuft zum Ende der Saison aus. Der FC Winterthur dürfte an einer Vertragsverlängerung interessiert sein, es sei denn David von Ballmoos ist auf der Schützenwiese ein ernsthaftes Thema. 

2. Marvin Keller (BSC Young Boys)

Er ist ein Versprechen für die Zukunft. Marvin Keller hat den Berner Young Boys in der Rückrunde mit tollen Paraden zahlreiche Punkte gerettet. Dabei ist Keller gar nicht als unumstrittene Nummer Eins in die Saison gestartet. Erst Giorgio Contini hat sich schliesslich auf den 22-Jährigen festgelegt. In insgesamt 21 Ligaspielen hat Keller im Durchschnitt lediglich ein Gegentor pro Spiel hinnehmen müssen. Das ist ein starker Wert. Die Berner Young Boys haben bereits kurz nach Abschluss der Saison ihr Goalie-Team für die nächste Saison bekannt gegeben. Wenig überraschend wird Keller als Stammtorwart starten. Sein Ersatz wird Heinz Lindner. Klublegende David von Ballmoos wird den BSC verlassen. 

1. Marwin Hitz (FC Basel 1893)

In mehreren relevanten Statistiken ist Hitz vorne mit dabei. Der Basler Meistergoalie hat prozentual die zweitmeisten Bälle gehalten (77,2 %), am meisten Partien ohne Gegentor absolviert (12) und zehn Tore weniger erhalten, als er gemäss den Expected Goals hätte kassieren müssen - Bestwert. Damit ist die Nummer Eins des FCB auch unsere Nummer Eins. Umso wichtiger war die Nachricht, dass Marwin Hitz nochmals eine Saison anhängt. Ursprünglich war ein Karriereende in diesem Sommer angedacht, doch zusammen mit seiner Familie hat sich der Schweizer dazu entschieden, noch eine weitere Saison das Trikot des FCB überzustreifen. 

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2025-06-04 12:00:59